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VIDEOAKTIV-Magazin Editorial - Januar 2023: Weniger Innovationen?

2023 01 Editorial Januar 2023 aufmacher
Das neue Jahr ist erst einige Wochen alt, der Januar allerdings schon wieder fast vorbei. 2023 hatte dafĂĽr aber bereits einiges zu bieten. Joachim Sauer fasst fĂĽr Sie die Geschehnisse der letzten vier Wochen im Monats-Editorial Januar 2023 zusammen.

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VIDEOAKTIV-Magazin Editorial: Januar 2023

Ab und zu zeigt ein Blick auf unsere Statistiken wohin die Branche steuert: In den Jahren bis 2018 hatten wir zur am Jahresanfang platzierten CES in Las Vegas, der großen Consumer Elektronik Show, durchschnittlich 35 für Filmemacher relevante Produktvorstellungen. Anschließend sank die Relevanz der CES: 2019 war sie uns noch 27 Newsmeldungen wert und 2020, gerade noch vor der Corona-Pandemie, waren es dann noch 21 News. Auf die 2021 entsprechend als Schmalspur-Messe digital stattgefundene CES kann man es also nicht schieben, dass wir 2022 noch 17 und dieses Jahr gerade mal noch gerade mal noch vier Neuheiten vermelden konnten. Gibt es also weniger Innovationen? Nach einem Besuch der Hamburg Open könnte man schon fast diesen Eindruck bekommen. Allerdings hinkt dieser Vergleich etwas, denn erstens war die Hamburg Open im Jahr 2022 wegen der Pandemie auf Mitte des Jahres gerutscht, sodass die Messe dieses Jahr, gerade mal ein halbes Jahr später, wieder auf dem ursprünglichen Termin stattfand. Zum Zweiten war die Hamburg Open noch nie eine Messe für Neuvorstellungen, sondern eher ein Branchentreff. Genau diese Funktion hat sie dieses Jahr gut erfüllt: Der Mittwoch war sehr gut besucht, so dass sich die Aussteller am nächsten Tag trotz geringerer Kundenfrequenz zufrieden gezeigt haben.

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Die Hamburg Open hat dieses Jahr wieder als Jahresauftakt fĂĽr die Branche stattgefunden und war, obwohl die Veranstaltung 2022 erst ein halbes Jahr vorher war, gut besucht.

 

 

Dass es bei einer sich abkühlenden Wirtschaftsentwicklung auch eine geringere Innovationsdichte gibt, ist eigentlich logisch – doch passt das auf die derzeitige Situation? Wir meinen nein, denn Entwicklungen neuer Produkte sind sehr langfristig geplant und somit schon vor dem Beginn der Inflation angeschoben. Vielleicht wurde etwas der „Dampf“ aus einigen Projekten genommen – so genau können wir das zwangsläufig nicht sagen. Doch der eigentliche Hintergrund am Bedeutungsverlust von Messen ist unsere schnelllebige Zeit: Wer etwas ankündigt, muss auch liefern. Heute etwas vorstellen, das Produkt aber erst in einem halben Jahr liefern, funktioniert nicht mehr. Selbst wenn das Produkt auf breites Interesse stößt, weiß man nicht, ob die Kunden sich ein halbes Jahr gedulden oder dann schon wieder die nächste „Sau“ durchs digitale Informationszeitalter getrieben wird. Die Hersteller richten Ihre Entwicklungsprozesse nicht mehr auf großen Messen aus, sondern präsentieren dann ein neues Produkt, wenn die Produktion bereits läuft.

2023 01 Panasonic S5II aufmacher

Panasonic integriert in die Lumix S5II erstmal einen Phasen-Hybrid-Autofokus, den wir uns schon in der Vorserie genauer angeschaut haben. Der Test der Kamera aus der Serie beginnt in den nächsten Tagen.

Beispiele gefällig: Anfang Januar gab es gleich zwei Produktvorstellungen, bei denen die Hersteller die CES noch nicht mal erwähnt haben. Panasonic hat die Lumix S5II angekündigt und bringt diese nun schon in den nächsten Tagen in die Läden. Nach dem Hands-on können wir also bereits den „echten“ Test beginnen. Und auch DJI hat uns mit der Ankündigung des kompakten Gimbals Ronin RS 3 Mini gleich ein Testmuster geliefert.

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Ab sofort ist unsere Bestenliste nicht mehr nur ein simples PDF, sondern als eine interaktive, digitale Liste Teil des neuen VIDEOAKTIV-Magazin.

Uns zeigt das: Wir liegen mit unserer (bereits in die Tat umgesetzten) Idee, Tests deutlich zeitnäher durchzuführen und publizieren zu können, genau richtig. Dabei haben wir nichts an unserer gründlichen Recherche, die auf festgelegten Testrastern mit gut überlegten Kriterien beruht, geändert. Schon seit Jahrzehnten gehört deshalb die VIDEOAKTIV-Bestenliste bei Vielen zum Recherchewerkzeug bei der Equipment-Beschaffung. Darauf haben uns viele Leser aufmerksam gemacht und sich die Fortführung unserer Bestenliste gewünscht. Tatsächlich hatten wir das bereits in der Planung, wobei es uns wichtig ist, dass die neue Bestenliste nicht nur passives Verzeichnis ist. Ab sofort haben wir die Bestenliste also auch digital direkt auf VIDEOAKTIV.de/bestenliste, wobei wir uns stark an der bisherigen Zeitschriften-Version orientiert haben. Statt nach dem passenden Test in einer Ausgabe suchen zu müssen, bieten wir nun gleich den passenden Link. Das vereinfacht die Recherche gewaltig und macht das VIDEOAKTIV-Magazin besonders attraktiv.
Da wir hier mehrere hundert Geräte übernehmen und neu listen mussten, kann es trotz sorgfältiger Prüfung vorkommen, dass wir vielleicht mal einen Tippfehler, einen falschen Link oder eben eine falsche Einsortierung gemacht haben. Sie sollen uns das bitte nicht nur verzeihen, sondern am besten mitteilen: Schicken Sie uns einfach eine Info an: service@videoaktiv.de

2023 01 DaVinci Resolve seminar Titel gr

Wer mit Video beginnt, muss auch das Schneiden lernen. In einem neuen Online-Seminar zeigt Filmemacher und VIDEOAKTIV-Autor Lutz Dieckmann, wie genau das am Beispiel des Schnittprogramms DaVinci Resolve kreativ gelingt.

Apropos besser: Blackmagic Designs DaVinci Resolve Schnittsoftware ist extrem kostengünstig und deshalb sehr beliebt. Das ursprünglich fürs Color Grading entwickelte Programm, hat Blackmagic Design zur professionellen Schnittanwendung weiterentwickelt, stellt es als Verbindungsglied in den Mittelpunkt seiner Produktpalette und liefert es deshalb mit den Kameras und Mischern kostenfrei. Die Standard-Version kann sogar jeder kostenfrei installieren. Doch kostenfrei bedeutet nicht, dass es eine einfache Software ist – DaVinci Resolve ist klar für professionelle Anwendungen konzipiert und damit erklärungsbedürftig. Deshalb bieten wir ab sofort ein zweitägiges Online-Seminar als Anfängerkurs für DaVinci Resolve. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie es einfach als Privatperson fürs Hobby nutzen wollen oder mit dem Filmschnitt ihren Lebensunterhalt bestreiten möchten. Weitere Infos gibt es hier.

Mit kreativen GrĂĽĂźen,
Ihr Joachim Sauer

PS: Kostenfrei ist ĂĽbrigens auch das Schnittprogramm OpenShot, denn es ist ein Open source Projekt, fĂĽr Linux, Windows und Mac-Betriebssysteme geeignet und bereits als Version 3.0 verfĂĽgbar. Wer mehr wissen will findet hier unseren Test.

 

Autoren: Joachim Sauer / Bilder: VIDEOAKTIV

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