Leser-Test: Sony Movie Studio HD Platinum 11 in der Praxis

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Ulrich Carillo ist der Einsteiger/Aufsteiger unserer Movie Studio 11 Lesertester. Bisher hat er Erfahrungen mit Movie Studio HD Platinum 9 gemacht, kennt sich also mit Sony´s Schnittsoftware schon etwas aus. Seit circa sechs Monaten hat er aber kein eigenes Projekt mehr geschnitten, musste sich also auch an das neue Movie Studio 11 erst gewöhnen. Seine Aufnahmen filmt er mit einer Canon HF10, umgesetzt hat er bis dato zwei Urlaubsfilme inklusive Routen Animation mit Vasco da Gam 4 sowie einen Film für eine Familienfeier.

 

Er hat das Movie Studio HD Platinum 11 auf folgendem System getestet:

Hersteller: Selbstbau
Modell: Mainboard ASRock P55DE3
CPU: Intel Core i5 750 mit 2,67 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB
Grafikkarte: AMD / ATI Radeon HD 5450
Festplatte/n: intern: 1 * 1 TB ; extern 1 TB
Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Home Pr. 64
Bildschirm(e): Samsung SyncMaster T260 26 Zoll

Im folgenden lesen Sie nun seinen Lesertest zum Movie Studio HD Platinum 11:


Bedienung

Die Installation war einfach: DVD einschieben, Installieren anklicken, Ordner auf der Festplatte bestätigen (oder anderen wählen/anlegen). Neben Vegas Movie Studio 11 wird auch der DVD Architect automatisch mit installiert. Beim ersten Start verlangt das Programm die Seriennummer. Da neben der DVD nur ein Faltblatt im Karton war, habe ich die Nummer sofort gefunden. Anschließend kann man eine Registrierung durchführen.
Nach Start der Software zeigt sich die Movie Studio Oberfläche sowie ein Startassistent, der durch die ersten Schritte führt. Wählt man hier „Neues Projekt" so hat das nächste Fenster als Voreinstellung Amerika und Japan (60 Hz, NTSC), was man natürlich auf Europa (50 Hz, PAL) stellen sollte.

Die restlichen Voreinstellungen passten bereits zu meinem Camcorder. Die Oberfläche empfinde ich persönlich als übersichtlich, wobei die Menüleiste eine Fülle von Funktionen erahnen lässt. Toll finde ich, dass sich alle Teilfenster beliebig skalieren lassen. Wichtige Funktionen wie „Medien lesen" und „Film erstellen" sind sofort zu finden. Nach Anwahl von „Film erstellen" hat man oft viele Informationen und Wahlmöglichkeiten, die mir als fortgeschrittenem Cutter willkommen sind, aber mich früher als Anfänger doch verwirrt haben. Bei Unsicherheit ziehe ich das Tutorial zu Rate, das eine echte Hilfe ist.

carillo_nach_dem_start
Erste Schritte: "Nach Start der Software zeigt sich die Movie Studio Oberfläche sowie ein Startassistent, der durch die ersten Schritte führt."
carillo_explorer
Logik: "Zuständig für den Import ist der neue Geräte-Explorer. Diesen aber unter "Ansicht" zu verstecken finde ich unlogisch".
Mit meiner bisherigen Software funktionierte der direkte Import von der Kamera leider nicht. Bisheriger Ausweg: Erst die Camcorder-Takes über einen Datei-Explorer (die dem Camcorder beiliegende Software läuft auf Windows 7 64 Bit nicht mehr) auf die Festplatte kopieren, dann mittels „Medien importieren" diese ins Schnittprogramm übertragen.
Im neuen Movie Studio soll das jetzt ohne Umweg funktionieren. Der Punkt „DVD-Camcorder-Disk importieren" ist sofort sichtbar, nützt mir für meine Canon HF10 (über USB am PC) mit AVCHD-Dateien aber leider nichts. Mittels „Medien importieren" öffnet sich ein Explorer, der auch die .mts-Filmchen meiner Camera zeigt. Das ist schon mal ein Fortschritt. Geht das komfortabler? Ich weiß nicht wie und klicke auf den Menüpunkt Tutorial. Nach ca. einer halben Minute hatte ich verstanden, wie es funktioniert. Zuständig für den Import ist der neue Geräte-Explorer. Diesen aber unter „Ansicht" zu verstecken finde ich unlogisch.
Danach lief alles komfortabel und die importierten Filmchen landen im Fenster „Projektmedien" und auf der Festplatte. Ich filme in der Regel in 1920x1080 AVCHD mit 50i und höchster Bitrate. Movie Studio 11 zeigt aber 25 fps an, was ich persönlich als verwirrend empfand.

Die eingelesenen Videos zeigt das Programm als Miniaturen im Projektmedien-Fenster. Diese zieht man mit der Maus in eine der Spuren der Timeline. Die Spuren tragen Namen – "Video" ist hier wohl die geeignete. Die Spuren kann man in ihrer Höhe beliebig ändern. Zum Trimmen kann man ein eigenes Fenster mit speziellen Bedienelementen öffnen, komfortabel.

Funktionen

Schon die Version 9 von Vegas Movie Studio war auf meinem alten PC (AMD Athlon) sehr leistungsfähig. Eine AVCHD-, eine Text- und eine Foto-Spur (Video-Overlay) konnte und kann man ohne Verzögerung bearbeiten, d.h. etwa schnell Spulen, Schneiden und Teile verschieben. Schneiden, Verschieben usw. gelang mir nach kurzer Eingewöhnung und dank meiner Vorkenntnisse schnell mit Tastaturkürzeln und Maus. Für diverse Kunstgriffe musste ich aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten im sehr hilfreichen Tutorial nachschauen. Dort wird aber das Wichtigste einfach erklärt. Danach klappte dann auch das Überblenden, Einfügen von Fotos und das zeitweise Ausblenden von Ton. Der Funktionsumfang ist riesig, wobei ich noch nicht alles ausprobieren konnte. Bis auf den Bild-in-Bild-Effekt, welchen ich nicht finden konnte, habe ich noch nichts vermisst.
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