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Praxistest: SanDisk Extreme Portable SSD V2 1TB - externe SSD

Zum Datentransfer und zur Videoaufzeichnung preist SanDisk seine kompakten externen Festplatten der Extreme-Serie an. Was die SSDs in der Praxis können, haben wir getestet.

Im Test:
SanDisk Extreme Portable SSD V2 1TB, 148 Euro

Externe Speichermedien sind in der Videobranche dank der immer höher werdenden Auflösungen und der Raw- Datenaufzeichung für viele zum Standardmedium geworden. SanDisk hat deshalb nicht nur SD-Karten, sondern baut seine Produktlinie von Solid-State-Drives, kurz SSD, aus. Ganz durchsichtig ist die Produktstrategie allerdings nicht, denn man muss schon auf die Details der Produktbezeichnungen schauen: SanDisk bietet nicht nur die Extreme- und die teurere Extreme-Pro-Serie an, sondern hat beide Modelle nochmal überarbeitet. Die V2-Versionen der Festplatten sind optisch mit ihren Vorgängern vollkommen identisch und nur durch die unterschiedlichen Produktnummern und das „V2“ in der Produktbezeichnung auf der Herstellerseite zu unterscheiden. Natürlich hatten wir zum Test die Extreme als V2-Modell mit einer Speicherkapazität von einem Terabyte. Zum Lieferumfang gehört ein USB-Typ-C-Kabel mit beiliegendem Adapter auf USB Typ-A, so dass die Festplatte sowohl an Macs als auch an Windows-PCs anschließbar ist.

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Die SanDisk Extreme Portable SSD V2 ist wirklich klein und robust. Auch nach vielen Einsätzen sieht das Gehäuse aus wie neu. Praktisches Detail: die Öse, die SanDisk im Gehäuse unterbringt. Hier passt ein kleiner Karabinerhaken rein, so dass man die Extreme Portable SSD an einen Cage oder am Stativ anhängen kann.



Die Extreme Portable SSD ist mit 10 mal 5 Zentimeter sehr kompakt und rundum mit schwarzem Gummi ummantelt. Damit ist sie vor Staub und Spritzwasser geschützt, was aber zwangläufig nicht für die von unten zugängliche USB-C-Schnittstelle gilt. Viel wichtiger dürfte jedoch sein, dass der Extreme Portable SSD V2 Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe nichts anhaben können. Beim Anschließen an den Rechner vertraut Sandisk auf das NVMe-Protokoll, so dass der SSD-Speicher ohne Treiberinstallation auskommt und somit auch von Kameras erkannt wird. Die SanDisk Extreme Portable SSD V2 ist seit einigen Wochen unser regelmäßiger Begleiter. Dabei nutzten wir die Festplatte sowohl zum Datenaustausch als auch zur Videoaufzeichnung. Erfreulich dicht an den technischen Daten von 1000 Megabyte pro Sekunde liegt die von uns ermittelte Schreibgeschwindigkeit, solange sie sequenziell beschrieben wird. Das ist bei großen Mengen beziehungsweise zusammenhängenden Videodaten der Fall und somit realistisch. Wir haben hier einen Wert von 912 Megabyte pro Sekunde ermittelt, was sich somit auch mit der Praxiserfahrung deckt. Bei der Lesegeschwindigkeit liegt der angegebene Wert von 1050 Megabyte pro Sekunde noch etwas dichter an der Realität von 1010 Megabyte. Bei unserem Test der Blackmagic Ursa Mini Pro 12K (nachzulesen in Heft 6/21) war es uns möglich, mit der SSD ein eineinhalbstündiges Konzert in Blackmagic-Raw mit 12K-Auflösung aufzuzeichnen, was mit den beiden internen 256-Gigabyte-CFast-Karten nicht möglich gewesen wäre. Da bleibt dann nur das etwas lästige USB-C-Kabel als „Kritik“ – also Jammern auf hohem Niveau.

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FĂĽr Videodaten sind besonders die Werte fĂĽr das sequenzielle Lesen und Schreiben wichtig.



Fazit
Wir haben mit der SanDisk Extreme Portable SSD V2 bewusst die langsamere, aber eben auch preisgünstigere Variante in den Test genommen. Die in den technischen Daten versprochenen und auch die in der Realität erreichten Schreib- und Lesegeschwindigkeiten reichen für die meisten Videoanwendungen aus. Begrenzung ist hier eher die Speichergröße, wobei ein Griff zu den Varianten mit mehr Speicherplatz Abhilfe schafft: Die SanDisk Extreme Portable SSD V2 gibt es mit 2 Terabyte für 265 Euro und mit 4 Terabyte- Variante für 555 Euro. Ist mehr Geschwindigkeit gewünscht, ist der Griff zur Extreme Pro Portable SSD V2 ratsam, die für rund 30 Prozent Preisaufschlag Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 2000 Megabyte pro Sekunde liefert.

+ ohne Treiberinstallation
+ hohe Schreib- und Lesedatenraten
+ kompakt, leicht und robust
+ praktische Aufhängung

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Sony modernisiert die ILME-FX6V mit der Firmware 2.0. Wir haben die Kamera mit der neuen Firmware bereits in der Redaktion gehabt und zeigen, was man vom Update erwarten kann.

Autoren: Joachim Sauer und Jonas Schupp / Bilder: MEDIENBUREAU

Artikel begleitend zur VIDEOAKTIV 1/2022: