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Sony Alpha 7 IV: aufgefrischte Vollformatkamera mit 7K-Sensor

Sony spendiert seiner A7-Vollformatkamera in der vierten Auflage erneut eine Frischzellenkur und hievt den „Alleskönner“ auf ein neues Niveau. Ab sofort verarbeitet der Bildsensor Daten bis 7K, sprich 7032 x 3958 Pixel.

Die nutzt Sony dann aber „nur“ fürs Oversampling und will so für schärfere Videos in 4K-UHD, also mit maximal 3840 x 2160 Pixel sorgen. Das gelingt dann allerdings nur mit 30 Bildern in der Sekunde bei voller Sensorauslesung. Will man 50p respektive 60p muss man mit dem Super35-Millimeter-Format (1,5-fachem Cropfaktor) vorliebnehmen. In Full-HD darf man dann auch Zeitlupen-Videos mit bis zu 120 Bildern in der Sekunde aufzeichnen. Aufgrund eines verbesserten Wärmemanagements verspricht Sony eine durchgehende Videoaufnahme von bis zu 60 Minuten. Aufgezeichnet wird dabei ab sofort im XAVC-HS-Format, das den H.265-Codec für die Kompression nutzt. Sony erlaubt ferner in bis zu 10 Bit bei 4:2:2 Farbabtastung mit maximal 600 Mbit/s in All-Intra oder Long GOP auf die Speicherkarte zu schreiben.

Sony Alpha 7 IV - Herstellervideo zur Vorstellung der neuen Kamera

Als Log-Formate unterstützt die A7 IV dabei das übliche S-Log3, S-Cinetone sowie S-Gamut3.Cine. Die neue Sony nutzt  zwei UHD-II-SD-Kartenschächte. Einer davon nimmt auf Wunsch auch CFexpress-Typ-A-Karten auf. Herzstück der Kamera ist dabei ein 33 Megapixel auflösender, rückseitig belichteter CMOS, der für die Bildstabilisierung - wie bei Sony üblich - beweglich gelagert ist. Die Japaner versprechen dadurch bis zu 5,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten, was aber vorrangig für Fotografen interessant ist. Beim Dynamikumfang gibt man Werte von bis zu 15 Blendenstufen an. Die ISO-Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 51.200. Mit Verstärkung gar bis 204.800. Für den Autofokus nutzt Sony einen Phasen-AF mit 759 Messpunkten auf dem Sensor, wobei laut den technischen Daten 94 Prozent der Bildfläche abgedeckt werden. Der Hybrid-AF soll anhand künstlicher Intelligenz und verbesserter Erkennung noch präziser arbeiten und so Gesichert und Augen von Menschen zuverlässig scharfstellen. Daneben erkennt die Kamera auch verschiedene Tiere sowie Vögel und deren Augen. Sony packt in die A7 IV eine neue Funktion zur Verringerung des Focus-Breathing, also des Fokus-Atmens. Das wird aber nur mit bestimmten Sony-Objektiven unterstützt. Daneben hat der Hersteller nach eigener Aussage auch die Videostabilisierung auf Grundlage des Sensor-Shift-Stabilisators optimiert.

sony alpha 7 iv front web

Die Alpha 7 IV wird im Vergleich zur gut drei Jahren alten Alpha 7 III deutlich verbessert und kommt unter anderem mit einem neuen Sensor sowie überarbeitetem Gehäuse und neuen Konnektivitätsoptionen.

Daneben kann man jetzt die Bewegungsdaten im Video einbetten lassen, womit diese dann für die Postproduktion in der Videoschnittsoftware für eine nachträgliche Stabilisierung bereitstehen. Für die Bildbeurteilung und -vorschau gibt es noch immer ein 7,5 Zentimeter Touch-LCD auf der Rückseite, das mit 1,04 Millionen RGB-Bildpunkten auflöst. Dieses lässt sich nun aber auch zur Seite schwenken und zudem um 270 Grad drehen. Der elektronische OLED-Sucher erreicht jetzt eine Auflösung von 3,69 Millionen Bildpunkten und vergrößert 0,78-fach. Den Multi-Interface-Schuh stattet Sony bei der A7 IV jetzt mit einem digitalen Audio-Interface aus und will auch das integrierte Mikrofon überarbeitet haben. So soll der Schallfänger Windgeräusche noch besser kompensieren können. Das neue Gehäuse der A7 IV besteht aus einer Magnesiumlegierung, was es vor Spritzwasser und Staub-Einwirkung schützt.

sony alpha 7 iv back web

Die Sony Alpha 7 IV offeriert zwei UHS-II-SD-Kartenschächte. Da es ich bei dem einen um einen Hybrid-Speicherkartenschacht handelt, lassen sich hier auch CFexpress-Typ-A-Karten nutzen.

Den Handgriff hat Sony wohl etwas ergonomischer gestaltet und das Einstellrad für die Belichtungszeit darf man nun auf Wunsch ebenfalls mit einer anderen Funktion belegen, womit dann insgesamt vier frei belegbare Einstellräder zur Verfügung stehen. Die Sony A7 IV bietet Anschlüsse für USB-C 3.2 Gen 2 10 Gbit/s inklusive Power Delivery, also der Option zur direkten Stromversorgung (auch über einen externen Akku, siehe dazu diesen großen Ratgeber). Dazu gesellt sich einmal HDMI, ein Mikrofonanschluss und eine Kopfhörerbuchse. Kabellose kommuniziert die Alpha 7 IV via Bluetooth und WLAN (2,4 bis 5 GHz). In Kombination mit einem Sony Xperia Smartphone ist dann auch das Livestreaming machbar. Daneben kann man die neue Alpha auch als Webcam für Full-HD-Streams in 60p nutzen. 4K-Liveübertragungen gelingen indes nur mit 15 Bildern, was in der Praxis nicht taugt.

sony alpha 7 iv anschluesse web

Die Sony Alpha 7 IV bietet unter anderem eine USB-C-Schnittselle, mit der sie sich auch direkt mit Strom versorgen lässt.

Sony will die Alpha 7 IV bereits im Dezember auf den Markt bringen. Der Preis liegt bei 2799 Euro für den Body, was dann satte 500 Euro mehr sind, also die A7 III bei ihrer Markteinführung 2018 gekostet hat. Es wird sie auch im Bundle mit dem SEL2870 (28-70 mm - F3.5 - 5.6) Objektiv für 2999 Euro geben. Alle technischen Daten hat Sony hier bereitgestellt.

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