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Photokina 2012: Nikon D600 - Vollformat-Einsteiger

Noch mal eine der leichtesten Vollformat-DSLR-Kameras? Nach dem Sony gestern mit der SLT-A99 sich das Siegel umgehängt hat, schiebt nun Nikon die D600 nach und will damit die kleinste und leichteste digitale Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor haben. Auf Augenhöhe sind die beiden beim Sensor, denn in der Nikon arbeitet ein Bildsensor im FX-Format mit 24,3 Megapixel Auflösung. Bei der Video-Funktion lehnt sich ...

Bei der Video-Funktion lehnt sich Nikon bei der größeren D800 an und bietet mit der D600 einen Live-View-Betrieb beim Filmen. Aufgezeichnet wird in den Quicktime-Container (MOV) wobei die Videodaten als MPEG-4/H.264 codiert werden. Die Auflösung kann maximal Full HD wahlweise mit 30, 25 oder 24 Vollbildern sein. In der kleinen HD-Auflösung 720p gibt es zu den vorhergenannten Bildwiederholraten auch 60 und 50 Vollbilder. Es bleibt bei der Aufnahmebegrenzung von einer Länge von bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden. Wie auch schon die gestern vorgestellte Sony SLT-A99 beherrscht die Nikon D600 die unkomprimierte HDMI-Ausgabe ohne Einblendungen, so dass sich ein Fieldrekorder anschließen und die Aufnahmebegrenzung aushebeln lässt. Allerdings schiebt Nikon den Satz nach: „Aufnahmen in der Live-View-Betriebsart werden möglicherweise vor Ablauf der 60 Minuten beendet, um Überhitzung zu verhindern". Full-HD-Aufnahmen (1080p) sind sowohl im FX- als auch DX-basierten Aufnahmeformat möglich. Auch die Nikon D600 hat einen Mikrofonanschluss sowie einen Audioausgang für externe Kopfhörer.

Auf der Rückseite prangt ein 8 Zentimeter großer LCD-Monitor (3,2-Zoll), der eine Auflösung von 307.000 RGB-Bildpunkten hat. Die Kamera hat einen optischen Glasprismensucher mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung und 0,7-fache Vergrößerung. Abgeschaut bei Sonys Alpha-Serie scheint der elektronische virtuelle Horizont mit zwei Achsen. Dabei können sowohl auf dem LCD-Monitor als auch im (wohlgemerkt optischen) Sucher die Kameraposition in Bezug auf die horizontale Ebene angezeigt werden. Zusätzlich zeigt der Kameramonitor die Neigung (Drehung nach vorne oder hinten).

Die interne Signalbearbeitung wurde mit der Expeed 3-Engine, einer 14-Bit-A/D-Wandlung sowie einer 16-Bit-Bildverarbeitung überarbeitet. Der Standard-ISO-Bereich reicht von ISO 100 bis 6.400 und ist auf bis zu 25.600 bzw. 50 (entsprechend) erweiterbar. Beim Autofokus arbeitet die Nikon mit 39 Messfeldern, wobei das AF-Modul überarbeitet wurde. Damit verspricht der Hersteller eine verbesserte Empfindlichkeit bei schlechten Lichtbedingungen.

Bei der Einschaltzeit ist die Kamera mit 0,13 Sekunden flott, die Auslöseverzögerung soll bei 0,052 Sekunden liegen. Serienaufnahmen sind mit ca. 5,5 Bildern pro Sekunde im FX- und DX-Format möglich. Gespeichert werden die Fotos und Videos auf SD/SDXC-Karten, wobei die Kamera gleich zwei Slots bietet.

Optional für 59 Euro ist ein Funkadapter WU-1b erhältlich, über den Bilder direkt auf Smartphones oder Tablets übertragen werden können. Die Nikon D600 soll bereits in den nächsten Tagen erhältlich sein. Sie kostet 2.149 Euro. Im Kit mit dem Objektiv AF-S NIKKOR 24-85 mm 1:3,5-4,5G ED VR kostet die Nikon D600 2.699 Euro. Der Multifunktionshandgriff MB-D14 kostet 279 Euro.

(jos)
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Link zum Hersteller: Nikon
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