YouTube Instagram Vimeo RSS VIDEOAKTIV

Kameratest: Fujifilm X-T5 - das kleine Original? - Ergonomie und Bedienung

Beitragsseiten

ERGONOMIE UND BEDIENUNG
PrimĂ€r fĂŒr die Fotografie sind die WahlrĂ€der auf der GehĂ€useoberseite gedacht: Auf der linken Seite zum einen das ISO-Wahlrad, das in Drittelschritten eine schnelle Regelung des ISO-Wertes zulĂ€sst. Rechts vom Multifunktionsschuh sind die RĂ€der fĂŒr Shutter und Belichtungskorrektur. Ersteres verfĂŒgt allerdings neben der Automatik-Einstellung nur ĂŒber die Rasterung in „NTSC-Schritten“, es gibt nur 30, 60 statt der hier ĂŒblichen 50 oder 100. Im Filmmodus, aktivierbar am Modus-Schalter unter dem Shutter-Rad, sind die drei RĂ€der dann sogar deaktiviert. Will man sie dennoch nutzen, muss man im MenĂŒ die „film-optimierte Steuerung“ deaktivieren. Dann sind allerdings die Blenden- beziehungsweise ShutterrĂ€der auf der Vor- und RĂŒckseite der Kamera deaktiviert. Auch weil die Blendensteuerung so ĂŒber den beim Filmen oft nur schwer erreichbaren Objektivring möglich ist, fĂŒhrt fĂŒr uns kein Weg an der „film-optimierten“ aber eben nicht ganz glĂŒcklichen Steuerung vorbei.

Fujifilm X T5 1051627 Medienbureauc 1051627

Die klassische Bedienung ist eindeutig aufs Fotografieren ausgelegt. Die EinstellrÀder deaktiviert Fujifilm im Filmmodus.

Denn die die schnelle Änderung des ISO-Wertes, einer beim Filmen letztlich hĂ€ufig benötigten Einstellung, ist so nur ĂŒber das Quick-MenĂŒ möglich. Immerhin macht das Schnell-MenĂŒ seinem Namen Ehre. FĂŒr Filmschaffende ein zweischneidiges Schwert ist das rĂŒckseitige Display. Zwar ist es wie der Sucher hochauflösend und ist ĂŒbersichtlich aufgebaut, lĂ€sst sich aber nur kippen und um 45 Grad zur rechten Seite klappen. VollstĂ€ndig ausklappen, zum Beispiel fĂŒr den Einsatz auf einem Gimbal, lĂ€sst es sich nicht. Trotz kompakter Maße ist die Kamera noch ergonomisch. Auch wenn uns die „erwachsenen“ Griffe der grĂ¶ĂŸeren Schwestern besser gefallen haben, liegt die X-T5 gut in der Hand. Die Tasten und RĂ€der lassen sich allesamt gut erreichen. Etwas gewöhnungsbedĂŒrftig ist die Platzierung des Umschalters von Autofokus auf manuellen Fokus an der GehĂ€usevorderseite neben dem Objektivanschluss. Das war jedoch auch schon bei der X-T4 und anderen Fujifilm-Kameras der Fall, wer also von anderen Fujifilm-Modellen kommt wird sich auf der X-T5 sofort heimisch fĂŒhlen.

Fujifilm X T5 1051628 Medienbureauc 1051628

Das kompaktere GehĂ€use ist fĂŒr große „Pranken“ etwas weniger Ergonomisch, doch alle Tasten sind schnell erreichbar.

Aber auch andere sollten sich schnell an der Kamera zurechtfinden können, auch weil die MenĂŒfĂŒhrung ĂŒbersichtlich und logisch gestaltet ist. Hier und da hat sich zwar eine kleine Unsauberkeit eingeschlichen: Beispielsweise versteckt Fujifilm die Speicherkarten-Formatierung im MenĂŒ „Einrichtung“ unter den Benutzer-Einstellungen. Doch gerade das FilmmenĂŒ finden wir dagegen sehr gut, denn hier sind alle fĂŒr das Filmen relevanten Einstellungen wie Auflösung, Bildwiederholungsrate und Bildstil ĂŒbersichtlich aufgelistet und unkompliziert einstellbar. Außerdem trennt Fujifilm nicht mehr zwischen PAL- und NTSC-Bildraten, sprich Bildraten von 25, 30, 50 oder 60 Bildern pro Sekunde lassen sich ohne Kameraneustart einstellen.

Fujifilm X T5 1051631 Medienbureauc 1051631

Im FilmmenĂŒ versammelt Fujifilm alle Einstellungen sehr ĂŒbersichtlich, so dass man auch mit wenig Vorwissen klarkommt.