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Fujifilm GFX100S: ultrakompaktes Mittelformat

Seine erfolgreiche Mittelformat-Kamera GFX100 hat Fujifilm in der neuen S-Version auf DSLR-Maße geschrumpft.

Mit der GFX100 hatte Fujifilm vor Jahresfrist das große Mittelformat für anspruchsvolle 4K-Filmer und High-End-Anwendungen interessant gemacht. Die Kamera schnitt auch im filmlastigen VIDEOAKTIV-Test hervorragend ab. Ein fünfstelliger Preis und voluminöse Abmessungen schränkten den möglichen Anwenderkreis aber deutlich ein. Die brandneue GFX100S räumt mit beiden Mankos auf: Statt 1400 Gramm wiegt der Body nur noch 900 Gramm, das Gehäuse ist um rund 30% kompakter geworden. Und auch der Preis ist deutlich geschrumpft: die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 5999 Euro. Für das kompaktere und leichtere Gehäuse ist nicht zuletzt das verkleinerte IBIS-Modul für den eingebauten Bildstabilisator (In-Body Image Stabilizer) verantwortlich, aber auch der neu designte Shutter.

X Summit GLOBAL 2021/ FUJIFILM

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Bei der GFX100S packt Fujifilm den riesigen Mittelformat-Sensor in ein DSLR-großes Gehäuse.

Fujifilm sieht die GFX100S deshalb jetzt in Sachen Größe und Gewicht vergleichbar mit einer Oberklasse-DSLR Und auch der Preis wird von mancher DSLR oder DSLM inzwischen sogar übertroffen. Trotz der Verkleinerung kann der IBIS nach wie vor bis zu 6 Blendenstufen an Korrektur-Gewinn bringen. Auch Algorithmus und Gyrosensor des IBIS-Systems will Fujifilm verbessert haben. Geblieben sind die beeindruckenden Kennzahlen des Mittelformats: Der Bildsensor verfügt über 102 Megapixel und eine Bilddiagonale von satten 55 Millimetern. Videoseitig nimmt die GFX100S 4K-Videos in C4K/17:9 und UHD/16:9 mit H.265-Kompression als MOV auf; der H.264-Codec steht dagegen für MOV wie MP4 zur Verfügung.

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So kompakt lagen Mittelformat-Kameras bisher kaum in der Hand.

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Auch die Rückseite der GFX100S samt Bedienelementen sieht eher nach einer DSLR-Kamera aus.

Als maximale Datenrate gibt Fujifilm 400 Megabit/Sekunde an. Neben 19 Filmsimulationen bietet die neue Kamera HLG, 12 Bit ProRes Raw und eine digitale Bildstabilisierung (DIS) für Video. Bei 4K-Formaten und interner SD-Aufzeichnung sind die Videos auf 30p und 4:2:0 beschränkt, über den HDMI-Output sind 4:2:2/10 Bit möglich. Gut für die Filmer-Praxis: Die GFX100S hat normale 3,5-mm-Klinkenbuchsen für externes Mikrofon wie Kopfhörer eingebaut, braucht also keine umständlichen Adapterlösungen. Vorm Modus-Wahlrad auf der linken Seite (aus Filmer-Sicht) liegt ein spezieller Still-/Movie-Umschalter für den Videomodus. Auch das zusätzliche Daten-Display auf der Oberseite wissen viele Filmer sicher zu goutieren. Das Magnesium-Gehäuse ist für größere G-Mount-Optiken verstärkt worden und zudem wettergeschützt. In der GFX100S lassen sich nun die von der X-T4 her bekannten NP-W235-Akkus nutzen. Der Sucher ist nicht mehr abnehmbar wie bei der GFX100 und entspricht dem des Full-HD-Modells GFX50R. Das in der Mechanik neu konstruierte LC-Display ist touchfähig und misst 3,2 Zoll.

Die GFX100S soll bereits Ende Februar im Handel sein. Übrigens: Auch die bisherigen GFX-Modelle bleiben im Lieferprogramm von Fujifilm.

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