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Rechtsratgeber: Musikrechte fĂŒr Filme

Ein Film ohne Musik? Undenkbar! Ob Urlaubsvideo oder Diashow: die passende akustischeUntermalung gehört einfach dazu. Aber wie ist das mit den entsprechenden Rechten? Wer seine Bilder mit fremder Musik unterlegt, benötigt dafĂŒr in vielen FĂ€llen die Erlaubnis der Komponisten und KĂŒnstler.
 

GrundsĂ€tzlich stellt die VerknĂŒpfung von Bildern mit Musik im urheberrechtlichen Sinn eine Bearbeitung dar. Zudem wird die Musik vervielfĂ€ltigt, indem sie auf den jeweiligen DatentrĂ€ger aufgespielt wird.

Solange sich all dies im privaten Rahmen bewegt, ist es ohne weiteres zulĂ€ssig. Musik darf fĂŒr private Zwecke in geringem Umfang kopiert werden, soweit keine Kopierschutzmaßnahmen diese Möglichkeit
einschrĂ€nken. Ebenso darf man im Privatbereich mit fremden Werken nach Lust und Laune experimentieren und sie bearbeiten. Einer Zustimmung der GEMA, der jeweiligen Musikverlage oder Plattenfirmen bedarf es nicht. Diese Privilegierung gilt aber nur fĂŒr die private Nutzung.

Im Einzelfall kann die Abgrenzung zwischen
privater Nutzung und öffentlicher Verwertung schwierig sein. Sicherlich privat ist die VorfĂŒhrung im Familien- und Freundeskreis. Entscheidend ist aber nicht die GrĂ¶ĂŸe der Veranstaltung oder die Menge der Zuschauer, sondern ob die Besucher untereinander oder zum Veranstalter in einer persönlichen Beziehung stehen.

So kann die PrĂ€sentation eines Films anlĂ€sslich einer Hochzeitsfeier mit hunderten geladenen GĂ€sten ohne weiteres als private VorfĂŒhrung gelten, wohingegen eine allgemein zugĂ€ngliche VorfĂŒhrung, etwa eine Diashow im örtlichen Kulturzentrum mit nur einer Hand voll Besuchern, bereits als öffentliche Veranstaltung einzustufen ist.

Immer und zwangslÀufig als öffentliche Verwertung ist die Veröffentlichung im Internet einzustufen.

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Familienrunde: Solange man seinen Film nur im privaten Umfeld zeigt, kann man bedenkenlos auch bekannte Titel bei der Vertonung einsetzen. Doch sobald der Film ins Internet gestellt wird, ist er der breiten Öffentlichkeit zugĂ€nglich, sodass die Rechte mit den Inhabern geklĂ€rt werden mĂŒssen.
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Mathias Straub: Fachanwalt fĂŒr Urheber- und Medienrecht bei Riegger RechtsanwĂ€lte in Ludwigsburg.

Es spielt im Übrigen keine Rolle, ob das Angebot unentgeltlich oder kommerziell erfolgt. Auch ist egal, ob das Video auf einer eigenen Seite oder beispielsweise bei YouTube eingestellt wird. Insbesondere Videoportale wie YouTube weisen in ihren Nutzungsbedingungen explizit darauf hin, dass nur Inhalte hochgeladen werden dĂŒrfen, an denen der jeweilige Anbieter sĂ€mtliche Rechte innehat.

 

FAZIT

Wer mit fremder Musik untermalte Bilder öffentlich vorfĂŒhrt oder im Internet zugĂ€nglich macht, benötigt
dafĂŒr grundsĂ€tzlich die Zustimmung der jeweiligen Rechteinhaber an der Musik.

(jos)
Wir veröffentlichen regelmĂ€ĂŸig weitere Rechtsratgeber. Es folgen demnĂ€chst:




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