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KIT: KI erkennt Emotionen in echten Sportsituationen

Forschenden des Karlsruher Instituts f├╝r Technologie (KIT) und der Universit├Ąt Duisburg Essen ist es gelungen, mithilfe von KI die K├Ârpersprache von Tennisspielerinnen und -spielern w├Ąhrend des Spiels pr├Ązise zu identifizieren.

Die Forschenden haben die computergest├╝tzte neuronale Netzwerke mit Daten aus echten Wettbewerbsszenen trainiert und so ein spezielles KI-Modell entwickelt. Im Fokus stand die K├Ârpersprache bei einem Punktverlust oder einem Punktgewinn. Auf den Videos waren Spielerinnen und Spieler mit sogenannten Cues zu sehen, also mit Hinweisreizen wie gesenktem Kopf, jubelnd in die Luft geworfenen Armen, h├Ąngendem Schl├Ąger oder Unterschieden in der Gehgeschwindigkeit, anhand derer der affektive Zustand der Spielerinnen und Spieler identifiziert werden konnte. Das Modell soll affektive Zust├Ąnde mit einer Genauigkeit von bis zu 68,9 Prozent erkennen. ÔÇ×Das ist sowohl mit der Bewertung durch menschliche Beobachtende als auch mit fr├╝heren automatisierten Methoden vergleichbar und diesen teilweise sogar ├╝berlegenÔÇť, erkl├Ąrt Studienleiter Professor Darko Jekauc vom Institut f├╝r Sport und Sportwissenschaft (IfSS) des KIT.

2024 036 KI erkennt Emotionen in echten Sportsituationen

Mit Hilfe von KI sollen k├╝nftig die Emotionen von Sportlern, aber langfristig sicher auch von anderen Personen identifiziert werden k├Ânnen. So k├Ânnte man schneller Highligts eines Spiels in einer Aufzeichnung finden. (Foto: PantherMedia / Wavebreakmedia ltd)

Die Forschungsarbeit zeigt nicht nur, dass KI-Algorithmen in Zukunft menschliche Beobachtende in der Emotionserkennung ├╝bertreffen k├Ânnten. Die Auswertung hat einen weiteren interessanten Aspekt zutage gef├Ârdert: Sowohl die KI als auch Menschen sind besser darin, negative Emotionen zu erkennen. ÔÇ×Das liegt m├Âglicherweise daran, dass diese durch ihre deutlicheren Ausdrucksformen einfacher zu identifizieren sindÔÇť, erkl├Ąrt Jekauc. ÔÇ×Psychologische Theorien deuten darauf hin, dass Menschen evolution├Ąr mehr darauf eingestellt sind, negative emotionale Ausdr├╝cke wahrzunehmen. Etwa, weil es f├╝r den sozialen Zusammenhang entscheidend ist, Konflikte rechtzeitig zu entsch├Ąrfen.ÔÇť