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Funkfrequenzen: welche Frequenz f├╝r welchen Zweck

Welche Funkfrequenzen f├╝r welchen Zweck eingesetzt werden d├╝rfen, wird von der Bundesnetzagentur festgelegt. Je nach Nutzungsart gibt es unterschiedliche Bandbreiten und Bedingungen. Die drahtlose Audio├╝bertragung au├čerhalb ├Âffentlich rechtlicher Rundfunkanstalten geh├Ârt im Beamtendeutsch zum ÔÇ×Nicht├Âffentlichen mobilen Landfunk".
 

Nach der Abschaffung des analogen terrestrischen Fernsehens wurden die Frequenzl├╝cken, die bisher daf├╝r verwendet wurden, an den Mobilfunk versteigert. Die Neuzuteilung von Frequenzen wird unter dem Begriff ÔÇ×Digitale Dividende" zusammengefasst. Bis 2010 waren die UHF-Frequenzb├Ąnder von 790 bis 814 Megahertz, 838 bis 862 Megahertz und dem ISM-Band von 863 bis 865 Megahertz f├╝r die drahtlose ├ťbertragung von Audiodateien nutzbar. Nun werden Teile davon f├╝rs kabellose Breitbandinternet (LTE) verwendet und stehen nicht mehr f├╝r die Ton├╝bertragung zur Verf├╝gung. Der Ausbau des drahtlosen Internets ist vor allem auf dem Lande im vollem Aufbau, und dort ist schon jetzt mit St├Ârungen zu rechnen, wenn Funkstrecken mit diesen Frequenzbereichen genutzt werden. Auch in den St├Ądten hat der Ausbau aber bereits begonnen.

Auf der Webseite www.ltemobile kann man die derzeitige Situation des Ausbaus des Funknetztes verfolgen. Bis Ende 2015 d├╝rfen die Funkfrequenzen mit den Bereichen 790 bis 814 und 838 bis 862 Megahertz noch genutzt werden, allerdings auf eigenes Risiko. Ein reibungsloser Betrieb ist in Regionen mit LTE aber kaum
noch gew├Ąhrleistet, da ein Parallelbetrieb nicht m├Âglich ist. Einige teurere Funkstrecken k├Ânnen zwar von den Herstellern gegen eine Geb├╝hr umgebaut werden, f├╝r viele preiswerte Modelle bedeutet diese Neuordnung aber schon jetzt das Ende des reibungsfreien Betriebs und ab 2016 dann das Ende des legalen Einsatzes.

Die Ersatzfrequenzbereiche

Die Bundesnetzagentur hat der Audio├╝bertragung im ÔÇ×Nicht├Âffentlichen mobilen Landfunk" neue Frequenzbereiche zugeteilt, dabei haben sich die Bedingungen aber grundliegend ge├Ąndert: Der Frequenzbereich 863 bis 865 Megahertz steht in ganz Europa auch weiterhin f├╝r die freie Nutzung zur Verf├╝gung. Allerdings gibt es in der Praxis nur vier Kan├Ąle, die st├Ârungsfrei gleichzeitig betrieben werden k├Ânnen. Bei Veranstaltungen mit mehreren Kamerateams kann es also schnell zu Konflikten kommen. Auch der Frequenzbereich von 823 bis 832 Megahertz ist in Deutschland frei f├╝r die Nutzung.

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Funk-Verbindung: Je nach Nutzungsart gibt es unterschiedliche Bandbreiten und Bedinungen.
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Hilfestellung: Manche Hersteller bieten im Web Informationen zu Kompensationszahlungen an, die Nutzer alter Funksets bekommen k├Ânnen - der n├Âtigen Investitionen wegen.

Allerdings handelt es sich hier um die so genannte Mittell├╝cke im LTE-Mobilfunknetz, und m├Âgliche Einstrahlungen aus dem Netz sind noch nicht ganz erforscht. Die Frequenzen im Bereich 710 bis 790
Megahertz sind ebenso f├╝r den Einsatz zur Audio├╝bertragung bestimmt worden. Allerdings ist hier eine kostenpflichtige Frequenzzuteilung von der Bundesnetzagentur notwendig. Daf├╝r m├╝ssen eine einmalige Verwaltungsgeb├╝hr von 130 Euro und zus├Ątzlich ein Frequenznutzungs-Beitrag von 9,10 Euro pro Sender und Jahr entrichtet werden. Hier ist es ├╝brigens egal, ob der Einsatz einen professionellen Hintergrund hat oder nicht. Der Antrag auf die Frequenzzuteilung kann auf der Internetseite der Bundesnetzagentur heruntergladen werden. Theoretisch k├Ânnen im Einzelfall auch nach 2016 Frequenzen aus dem LTE Netz nach denselben Bedingungen beantragt werden, falls in einer Region noch kein LTE-Netz vorhanden ist.

Allerdings ist das f├╝r den Videoproduzenten nur selten eine Alternative, da die Frequenzen an die Orte ohne ein LTE-Netz gebunden sind ÔÇô und auch das kann sich schnell ├Ąndern.

Fazit

Die meisten alten Funkenstrecken lassen sich schon heute in l├Ąndlichen Regionen kaum noch einsetzen. Wer wenig auf gr├Â├čeren Veranstaltungen filmt, kann sich eine Funkstrecke im Frequenzspektrum von 823 bis 832 Megahertz zulegen und notfalls eine geb├╝hrenpflichtige mieten, falls es im Einzelfall problematisch werden sollte. Der professionelle Videoproduzent sollte die Kosten auf sich nehmen und eine Frequenz zwischen 710 und 790 Megahertz bei der Bundesnetzagentur beantragen. Nat├╝rlich ist beim Kauf der jeweiligen Funkstrecken darauf zu achten, dass das jeweilige Modell auch auf diesen Frequenzen sendet.

(Christoph Harrer)


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