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IBC 2017: Sony PXW-Z90, HXR-NX80, FDR-AX700 - 4K-HDR-Camcorder

Sony macht zur IBC eine Reihe neuer Ankündigungen und zeigt mit dem PXW-Z90, HXR-NX80 und dem FDR-AX700 drei neue, professionelle Camcorder für 4K-HDR-Aufnahmen.

Alle drei Camcorder sind „Handflächen-groß“, also sehr kompakt und setzen auf den flotten Hybrid-Autofokus von Sony. Dafür sorgen laut Sony "die 273-AF-Punkte-Phasendetektion, die etwa 84 Prozent des Aufnahmebereichs abdeckt, die hohe Dichte der Autofokus-Punkte und der neu entwickelte AF-Algorithmus." Im Filmaufnahmemodus zeigt die AF-Phasendetektion dabei den fokussierten Bereich an, sodass der Filmer den Ausschnitt im Fokus einfach überwachen können soll.

Sie sind mit einem 1 Zoll großen Exmor-RS-CMOS (13,2 x 8,8 Millimeter) mit effektiven 14,2 Megpixeln ausgestattet. Alle arbeiten zudem mit dem Bionz-X-Bildprozessor für eine 4K-Pixelauslesung ohne Pixel-Lichttrichter. Die neuen Modelle sind für 4K-HDR-Aufnahmen gerüstet. Im Detail unterscheiden sie sich bei den Aufnahmeoptionen folgendermaßen:

IBC 2017 - Videoreportage: Sony PXW-790, HXR-NX80, FDR-AX700 und RX0

Der PXW-Z90 zählt zur XDCAM-Serie und macht XAVC QFHD (MPEG-4 AVC/H.264 4:2:0 Long profile ), also 3840 x 2160 Pixel mit 30p, 25p sowie 24p bei einer Datenrate von 100 Mbps respektive 60 Mbps. Er kann zudem in XAVC HD (MPEG-4 AVC/H.264 4:2:2 Long profile) mit 60p, 50p, 30p, 25p und 24p bei Datenraten von 50 Mbps und 35 Mbps aufnehmen. Sony setzt beim PXW-Z90 auf ein 12-fach-Zoom-Objektiv mit Brennweite von 29 – 348 Millimeter (KB) und Blende F2,8 – 4.5. Für professionellen Ton sind XLR-Buchsen mit dabei sowie SDI-Output via BNC für 3G/HD/SD. Für den Kopfhörer gibt´s eine entsprechende Mini-Klinke-Buchse. Der OLED-Sucher misst einen Zentimeter und löst mit 2,36 Millionen Bildpunkten auf. Der integrierte LCD-Monitor kommt auf 8,8 Zentimeter (3,5 Zoll) Größe und hat eine Auflösung von 1,56 Millionen Bildpunkten. Er ist mit einer erweiterten Touchscreen-Funktion ausgestattet, sodass sich der Fokus über den Monitor schneller regeln lässt. Die kompletten technischen Daten hier.

Der HXR-NX80 macht XAVC S 4K (MPEG-4 AVC/H.264 4:2:0 Long profile ) mit 3840 x2160 Pixeln bei 30p, 25p und 24p mit 100 Mbps respektive 60 Mbps. Zudem kann er XAVCS HD für Full-HD mit 120p und 100 Mbps respektive 60 Mbps oder mit 60p/50p und 50/25 Mbps aufzeichnen. Er beherrscht in Full-HD aber auch die AVCHD-Aufnahme mit 60 und 50 Vollbildern. Er bietet XLR-Buchsen und setzt auf den gleichen Sucher und LCD wie der PXW-Z90. Allerdings fehlt ihm der SDI-Ausgang. Aufgezeichnet wird wie beim PXW-Z90 auf die üblichen SD-, SDHC-, SDXC-Speicherkarten mit zwei Speicherkartensteckplätzen. Dann sind diverse Aufnahme-Optionen für Proxy-, Relais- und gleichzeitiges Back-up einstellbar. Auch er ist mit dem 12-fach-Zoom-Objektiv des PXW-Z90 ausgstattet. Die kompletten technischen Daten kann man sich hier anschauen.

Der FDR-AX700 schlägt dann in die Consumer-Schiene der Handycam-Reihe und verzichtet auf XLR- und SDI-Buchsen. Er zeichnet XAVCS 4K mit nativen 3840 x 2160 Pixeln bei 30p, 25p und 24p oder alternativ XAVCS HD mit 120p, 60p, 50p, 30p, 25p sowie 24p. Komprimiert wird dabei als MPEG4-AVC/H264. Für die Bildberuhigung kommt Sonys optischer SteadyShot-Bildstabilisator zum Einsatz. Das Objektiv ist ein Zeiss Varion Sonnar T mit Brennweite 29 – 348 Millimeter (KB), Blende F2,8 – F4,5 und einem optischen 12-fach-Zoom. Es enstpricht damit also dem der professionellen Kollegen. Auch beim 1 Zoll OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Bildpunkten Auflösung und dem 8,8 Zentimeter (3,5 Zoll) großen LCD mit 1,56 Millionen Bildpunkten gibt es keine Unterschiede. Wie der Rest hat auch er einen HDMI-A-Port an Bord und verfügt über einen MI-Zubehörschuh und Remote-Terminals. Ein Mikrofon wird per 3,5 Millimeter Klinke "angestöpselt". Die technischen Daten hier.

Sony lässt bei allen Camcordern die Reaktionszeit des Autofokus, den Tiefenbereich beim Tracking und die Schaltempfindlichkeit einstellen. Alle neuen Camcorder unterstützen dabei 4K-HDR-Aufnahmen mit HLG (Hybrid Log-Gamma) für einen umgehenden HDR-Workflow. Damit will Sony das aufwändige Erstellen von HDR-Aufnahmen in der Postproduktion umgehen und vereinfachen. Alle drei bieten Superzeitlupenaufnahmen mit bis zu 960 Bildern in der Sekunde. Bildprofile lassen sich für S-Log3/S-Gamut3 einstellen. Ferner verspricht Sony bei allen Modellen „weniger Bildverzerrung (Rolling-Shutter-Effekt)“.

Nur die beiden professionellen Kollegen erlauben den Zugriff auf die Smartphone-Anwendung „Content Browser Mobile“, mit der die Wi-Fi-Überwachung, die Fernsteuerung des Camcorders und eine kabellose Timecode-Synchronisierung zwischen mehreren Kameras machbar ist.

Der XDCAM PXW-Z90 und NXCAM HXR-NX80 sind ab Dezember verfügbar. Den FDR-AX700 gibt es schon im Oktober. Preise nennt Sony noch nicht.

IBC 2017: Alle News in der Übersicht

Newsübersicht - Camcorder
Camcorder-Vergleich



Link zum Hersteller: Sony - PXW-Z90, HXR-NX80, FDR-AX700

sony pxw z90 web

Der PXW-Z90 ist das best ausgestattete neue Profi-Modell. Er ist mit XLR- und 3G-SDI-Buchsen ausgestattet.

sony pxw z90 open web

Hinter Schutzklappe für die Speicherkartenslots befinden sich Einschübe für zwei Speicherkarten.

sony hxr nx80 web

Der HXR-NX80 zählt zur NXCAM-Serie. Ihm fehlt der 3G-SDI-Ausgang des PXW-Z90.

sony hxr nx80 back web

Auf der Rückseite offeriert Sony einen HDMI-Out.

sony fdr ax700 web

Der FDR-AX700 schlägt in die Consumer-Schiene und verzichtet auf XLR, SDI und den Bediengriff der professionellen Kollegen. Verfügt aber über die gleichen Aufnahmeoptionen.

sony z90 nx80 ax700 web

Sowohl PXW-Z90, HXR-NX80 wie auch der FDR-AX700 können 4K-HDR aufzeichnen und sind sehr kompakt.

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