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Sony Vegas Pro 12, -Edit: Profi-Schnittsoftware in zwei Varianten

Den kleineren Ableger, Movie Studio 12, hat Sony bereits vor über einem Monat angekündigt. Nun bekommt auch der Profi-Bruder eine neue Version spendiert – Vegas pro 12 kommt mit einigen Verbesserungen und kann zukünftig Projekte auch an Premiere Pro CS6 und Final Cut Pro X weiter geben. Erstmals erscheint das Programm auch in einer kostengünstigeren Variante. Vegas Pro 12 kann die systemeigene Projektdatei ...

Vegas Pro 12 kann die systemeigene Projektdatei mit .veg-Endung in AAF konvertieren und das Projekt somit an Avid Pro Tools weiter reichen. Für Final Cut Pro 7, Final Cut Pro X oder DaVinvi Resolve 8 funktioniert das Archivieren als XML-Datei. Adobe´s Schnittkollege Premiere Pro CS6 sowie die Effektsoftware After Effects CS6 verstehen die Vegas-Projekte, nachdem sie von der Sony-Sofware mit Endung .prproj gesichert wurden. Laut Sony funktioniert dabei auch der Import der Projekte von anderen genannten Herstellern, mit Außnahme von Final Cut Pro X.

Neu integriert ist auch ein erweiterter Bearbeitungsmodus. Die Timeline lässt sich dafür am Bearbeitungspunkt vorübergehend in „A-B-Roll"-Tracks teilen. Die benachbarten Clips erscheinen dann in einer „2-Up"-Bildschirmansicht. Dadurch lässt sich die Szene während der Wiedergabe trimmen. Weiter stattet Sony das Vegas Pro nun mit einen Smart-Proxy-Workflow aus. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, kann das Programm anstatt mit der voll aufgelösten Video-Datei nun auch mit Proxy-Material arbeiten. Dabei verringert sich dann auch die Vorschauqualität. Sony will also offenbar auch schwächeren Rechnern die Türen für Vegas Pro 12 öffnen.

Farben in verschiedenen Clips dürfen nun auch im Lab-Farbraum angepasst werden, wobei das Farbanpassungs-Plug-In die Zuordnung der Farbeigenschaften eines Clips auf einen anderen erlaubt. Mittels des Formausblenden-Tools kann der Cutter einen Bereich im Clip mit einem Kreis, Quadrat oder Rechteck belegen und den umgebenden Teil ausblenden lassen. Auch Effekte lassen sich nun maskieren. Damit ist es nun auch machbar etwa ein Logo, Gesicht oder Nummernschild im Film unscharf oder verpixelt darzustellen, während der Rest der Szene unberührt bleibt. Das Tagging von Projektmedien hilft Clips oder bestimmte Teile davon mit anpassbaren Medien-Tags zu kategorisieren. Nach dem Tagging wird ein Clip automatisch in entsprechend benannte Medienordner eingeordnet. Das gekennzeichnete Filmmaterial kann der Cutter dann anhand einer Schnellsuche finden oder die komplexere Medien-Suche bemühen, welche automatisch Smart-Ordner erstellt, sobald der Cutter dem Projekt neue Medien hinzufügt.

Sony Vegas Pro 12 unterstützt jetzt auch Panasonics P2-Medien im Geräte-Explorer, was dann offenbar auch das native Bearbeiten von DVCPRO 25/50/100 und AVC-Intra 50/100 MXF-Dateien möglich macht. In puncto Codecs spricht Sony auch von einem "Kodieren aller Varianten des HDCAM SR-Mastering-Formats, einschließlich 220 Mb/s SR Lite und 880 Mb/s SR 444." Hierfür wird es Formatvorlagen geben und die gerenderten MXF-Dateien sollen mit HDCAM SR-Camcordern, VTRs und SR Memory-Solid State-Aufzeichnungsgeräten kompatibel sein.

Weitere Neuerung: Mittels OpenColorIO Technologie findet ein kompletter S-log-Workflow Unterstützung. Vegas Pro 12-Bearbeiter können die geeignete LUT (Look-up Table) aus einer Liste integrierter Vorlagen beim Nachbearbeitungsprozess auf das S-log-Quellmaterial anwenden. Das fertige Projekt lässt sich dann für verschiedene Farbräume kodieren, etwa für ACES-Farbraumstandard oder andere, verbreitete Nicht-ACES-Standards.

Erstmals wird es Vegas Pro in zwei Versionen geben. Im typsichen Vegas Pro 12 Gesamtpaket ist der DVD Architect Pro 5.2 sowie der Dolby Digital Professional Encoder, für DVD- und Blu-ray-Authoring enthalten. Der Preis liegt hier bei rund 650 Euro. Die „kleinere" Ausführung Sony Vegas Pro 12 Edit enthält alle Bearbeitungsfunktionen von Vegas Pro 12, verzichtet aber auf den DVD Architect und die Dolby Encoder-Software. Der Preis halbiert sich dadurch nahezu auf rund 330 Euro. Ein Upgrade von einer früheren Version auf das aktuelle Vegas Pro 12 ist für rund 180 Euro machbar.

(pmo)
Link: News MovieStudio 12
Link zum Hersteller:Sony Creative Software
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Sony Vegas Pro 12 web kl
Sonys Vegas Pro 12 hat einige Neuerungen spendiert bekommen und kommt im typischen Gesamtpaket mit dem DVD Architect Pro 5.2 sowie dem Dolby Digital Professional Encoder, für DVD- und Blu-ray-Authoring.
Sony Vegas Pro 12 Edit web kl
Erstmals erscheint Vegas Pro auch in einer günstigeren Version. Vegas Pro 12 Edit verzichtet auf den DVD Architect sowie die Dolby-Encoder-Software, bietet aber den gleichen Funktionsumfang wie das teurere Vegas Pro 12. Der Preis halbiert sich nahezu.

 


 

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