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Umfrage: Mehrkamera-Aufnahmen und Farbmanagement

Im November hat Datacolor eine Webinar-Serie zum Thema Farbmanagement gemacht, an der auch VIDEOAKTIV beteiligt war. Die dabei durchgef├╝hrte Umfrage gibt einen guten Einblick auf die Produktionsumgebung der Teilnehmer.

Um es direkt zu sagen: Eine wirklich repr├Ąsentative Umfrage ist es bei 625 befragten Teilnehmern nat├╝rlich nicht, zumal die Teilnehmer sowohl aus dem professionellen Produktionsalltag (30 Prozent) als auch aus dem Hobbyisten-Lager (70 Prozent) kamen. Doch schon das Interesse an Farbmanagement, definiert wie popul├Ąr das Filmen mit Log-Profilen oder in RAW-Dateien geworden ist. Das liegt nicht zuletzt an der Nutzung unterschiedlicher Kameras, denn die meisten nutzen mehr als ein Kamera-System im Rahmen eines Filmprojekts und m├╝ssen deshalb mit unterschiedlichen Farbcharakteristika arbeiten. Das erh├Âht den Zeitaufwand f├╝r den Farbabgleich des Footage-Materials zwangsl├Ąufig.

Wir haben das Webinar f├╝r unser VIDEOAKTIV-Magazin aufgearbeitet und bieten nicht nur das Video, sondern auch einen Artikel dazu.

Dabei machen derzeit 60 Prozent der Filmschaffenden eine Farbabstimmung nach dem Prinzip Pi mal Daumen: 60 Prozent nehmen ihren Farbabgleich rein visuell nach Augenma├č vor, 12 Prozent arbeiten mit LookUp-Tables und 28 % haben Farbreferenzkarten im Einsatz. Nicht zu Unrecht wei├čt Datacolor darauf hin, dass ein visueller Abgleich immer nur eine gesch├Ątzte N├Ąherung ist und kein messtechnisches Verfahren darstellt. In letzter Konsequenz kann das visuelle Verfahren dazu f├╝hren, dass ├╝ber die L├Ąnge des finalen Films, bei dem i. d. R. unz├Ąhlige Clips verwendet werden, die Farbtonalit├Ąt changiert. Ein professionalisierter Workflow bedeutet hingegen vereinfacht, das komplette Footage-Material messtechnisch mit einer Farbkarte abzugleichen, danach den Film zu schneiden und im letzten Schritt das gew├╝nschte Colorgrading durchzuf├╝hren.

Umfrage Mehrkamera

Mit nur einer Kamera arbeiten - die Zeiten sind rum. Die deutliche Mehrheit filmt Filmprojekte mit unterschiedlichen Kameras.

Wir haben in dem von uns durchgef├╝hrten Webinar gefragt, wie h├Ąufig die Teilnehmer einen automatischen Wei├čabgleich vornehmen: 56 Prozent gaben an, der Automatik immer zu vertrauen, 39 Prozent nehmen manchmal einen automatischen Wei├čabgleich vor und nur die verbleibenden 6 Prozent machen regelm├Ą├čig einen manuellen Wei├čabgleich oder stellen eine feste Farbtemperatur ein. Letzteres w├Ąre der professionelle Weg, der auch die Basis f├╝r ein korrektes arbeiten im Colorgrading ist und damit auch die Basis f├╝r die Arbeit mit Farbkarten ist. Letztlich arbeiten also viele mit Log-Profilen, hebeln aber die Vorteile schon gleich beim Dreh aus. Denn wer mit dem automatischen Wei├čabgleich arbeitet, riskiert wechselnde Farbtemperaturwerte w├Ąhrend der Aufnahme. Ein ÔÇ×richtigenÔÇť Wei├čwert gibt es dann also nicht und somit ist das Filmen mit Log-Profilen nahezu zweckfrei. Dazu passt dann auch dass derzeit 63 Prozent der Teilnehmer tats├Ąchlich noch in den Standardeinstellungen der Kameras drehen.

Umfrage Aufnahmeformat

Gleichzeitig filmt aber derzeit noch eine deutliche Mehrheit mit den Standardeinstellungen der Kameras. So ist ein Colorgrading deutlich schwerer und wer dann noch auf den automatischen Wei├čableich setzt, kann sich die M├╝he sparen bessere Farben mit einem Colorgrading zu bekommen.

Datacolor SpyderCheckrVideo Hand

Mit dem Datacolor Spyder Checkr Video h├Ąlt man die Referenzfarben in die Kamera um daran sp├Ąter die richtigen Farben im Colorgradieng leichter einstellen zu k├Ânnen.