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Adobe: aus Creative Suite CS wird Creative Cloud CC

Mit akademischer Versp├Ątung von 15 Minuten begann heute die Adobe Max Conference, auf der das Unternehmen die neue Programmsuite f├╝r Kreative vorgestellt hat. 18 Monate nach der Pr├Ąsentation der Creative Cloud ver├Ąndert Adobe das Konzept: Aus der Creative Suite, die bisher auf die Abk├╝rzung CS h├Ârte, werden Creative Cloud-Produkte, die nun die Abk├╝rzung CC tragen. Mit dabei ein Premiere Pro CC, After Effects CC und Photoshop CC. Der Haken an der Creative Cloud: ...

Der Haken an der Creative Cloud: Adobe entwickelt nur noch das Cloud-Abomodell weiter, eine Creative Suite CS7 und damit einzeln verf├╝gbare Softwarepakete wird es also nicht mehr geben. Ledigilich die CS6 wir (zumindest vorerst) weiter angeboten. Besonders stolz pr├Ąsentierten die Macher die leichten Updatem├Âglichkeiten, die nun mit einem Klick erledigt sein sollen, und die wachsende Hilfe sowie Ratgeberbereich f├╝r alle Anwendungen.

Von anderen Cloudanbietern absetzen will sich Adobe mit den Voransichten von offenen Dateien aller Programme der Creative Cloud. InDesign-Dokumente oder PSD-Photoshopdaten k├Ânnen andere Anbieter tats├Ąchlich nicht als Vorschau zeigen, wobei Adobe das sogar auf mobilen Ger├Ąten auf der Adobe Max Creativity Conference live vorf├╝hrte und dabei das iPhone und iPad z├╝ckte.

Auf der B├╝hne kamen die Videoschnittanwendungen sehr kurz, auch wenn Jeason Levine immerhin After Effects CC pr├Ąsentierte. Ab sofort ist bei After Effects Maxons Cinema 4D lite mit dabei. Der Hintergrund: Es findet nun, wie innerhalb der Creative Cloud-Produkte, ein Austausch von Parametern zwischen den Anwendungen statt, so dass man k├╝nftig weniger rendern muss. ├änderungen in der 3D-Software lassen sich direkt in das After Effects CC-Projekt ├╝bernehmen. Umgekehrt kann man schon in After Effects definieren, welche Bereiche zum Vordergrund oder zum Hintergrund geh├Âren, so dass man an Cinema 4D Ebeneninformationen weiterreicht.

Als weiteres Highlight auf der B├╝hne: Das verbesserte Rotoscoping. In After Effects kann man nun, wie bei Photoshop mit einem Einzelbild schon l├Ąnger, via Pinsel den Vordergrund vom Hintergrund trennen ÔÇô auch bei schwierigen Objekten, wie zum Beispiel Bl├Ąttern, erkennt die Software so im Video zuverl├Ąssig, so dass der Himmel mal eben umgef├Ąrbt oder ausgetauscht werden kann. Premiere Pro CC hat es nicht auf die gro├če B├╝hne der Konferenz geschafft. Hier m├╝ssen wir entsprechend noch auf Informationen warten.

Im Photoshop CC ist nun die Anwendung Camera Raw als Filter integriert, wobei die Oberfl├Ąche ganz eindeutig identisch ist. Allerdings bietet das Filterwerkzeug nun deutlich mehr mehr manuelle Eingriffsm├Âglichkeiten. Als Highlight zeigte Adobe zudem nondestruktive Radial-Verlaufsfilter. Die Idee dabei: Man definiert nun mit Kreisen Bildbereiche, die sich dann getrennt regeln lassen, wobei die Software mit einem weichen Rand arbeitet. Die Idee ist ├╝brigens nicht ganz neu: Die erst k├╝rzlich von Google ├╝bernommene Nik Viveza-Software bietet diese dort U-Point genannte Bedienung schon einige Jahre. Auch an der Reduzierung von Bewegungsunsch├Ąrfe hat Adobe gearbeitet. So bietet der Photoshop CC nun eine automatischer Analyse. Dazu definiert der Fotograf einen oder mehrere Bildbereiche, die Software analysiert und ver├Ąndert gezielt in diesen Bereichen die Sch├Ąrfe.

Weiterhin kann man die Programme innerhalb einer Adobe Creative Cloud-Mitgliedschaft auf zwei Rechnern installieren, wobei Adobe nun die pers├Ânlich gemachten Voreinstellungen auf beiden Rechnern synchronisiert. Um den ├ťbergang attraktiv zu machen legt Adobe noch mal mit K├Âderangeboten nach: CS6-Anwender bekommen das erste Jahr f├╝r 20 US-Dollar beziehungsweise in Europa 24,59 Euro. Wer eine CS 3-5 sein Eigen nennen kann, bekommt das erste Jahr f├╝r 30 US-Dollar beziehungsweise 36,89 Euro. Der normale Preis bleibt bei 61,49 Euro, wobei nun 20 Gigabyte Cloudspeicher dabei sind. Der Preis f├╝r die Sch├╝ler-, Studenten- und Lehrer-Version liegt bei 20 Euro. Wer nur eines der Programme der Creative Cloud nutzen will, kann ein Einzel-Abo f├╝r knapp 25 Euro im Monat abschlie├čen.

Spannende Entwicklungsaspekte pr├Ąsentierte Adobe mit der Adobe Mighty, einem Zeichenstift inklusive digitalem Lineal mit dem man auf dem Pad direkt schreiben und malen kann. Dabei arbeitet der Mighty-Stift ├╝ber den Zwischenspeicher der Cloud. Man kann gezeichnete Elemente aufnehmen und verschieben oder kopieren und sogar auf einem anderen Tablet einf├╝gen. Eher f├╝r Zeitungsmacher interessant ist das Project Context als Ersatz zur Pinwand. Dabei greift das Adobe Project ebenfalls auf die Cloud zu, so dass man von dort einzelne Layout-Seiten aufgreifen und auf einem Seitenplan verteilen kann.

(jos)
Kommentar: Adobe-Software nur noch als Abo

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Schnittsoftware-Vergleich

Link zum Hersteller: Adobe
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2013 05 06 Adobe AE2 CC
Mit dem Pinsel kann man nun den Randbereich von Vorder- und Hintergrund markieren, so dass die Software dann automatisch eine saubere Trennung hinbekommt ...
2013 05 06 Adobe AE CC
... die aus dem Photoshop bekannte Maske wird aber im Video st├Ąndig ├╝berarbeitet, so dass die Bewegung verfolgt wird. 
2013 05 06 Adobe AE3 CC
F├╝r die ├ťbernahme in Maxons Cinema 4D lassen sich in AE CC nun Bildebenen definieren.
2013 05 06 Adobe PS CC2
Der Photoshop CC analysiert nun Bewegungsunsch├Ąrfe und soll diese gezielt in Bildbereichen verbessern.
Mighty-Stift
Mighty tauft Adobe einen Zeichenstift samt Lineal, mit dem das Zeichnen auf einem iPad m├Âglich wird.