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JVC 3D und 4K-Kameras auf der IBC

JVC Professional brachte heute ein komplettes 3D-Produktions-Set auf den Markt. Es besteht aus dem Camcorder GY-HMZ1und dem 32-Zoll-Profimonitor GD-323D20 . Wer seine eigenen 3D- Aufnahmen mit älterem 2D-Material kombinieren und dieses in 3D wandeln möchte, der kann auf den überarbeiteten Wandler IF-2D3D1 zurückgreifen. Diese Profilösung hat aber so gut wie nichts mit den in TVs eingebauten Amateurwandlern zu tun und kostet auch ....  
 

Diese Profilösung hat aber so gut wie nichts mit den in TVs eingebauten Amateurwandlern zu tun und kostet auch entsprechend das 4fache der Kombi aus Kamera und Monitor.

Die HMZ1 schlägt mit rund 2000 Euro zu Buche der 32-Zöller mit gut 4000 Euro. Die Kamera nimmt auch in 2D auf und unterscheidet sich vom Schwestermodell aus dem Konsumerlager namens TD1 erheblich. Der Bügel mit den XLR-Tonanschlüssen ist ohnehin Pflicht, doch ist auch ein 24p-Aufzeichnungmodus integriert.

Außerdem gibt es Timecode und eine 3D zu LR-Software, die hochauflösende MVC-Stereosignale in zwei vollwertige Datenströme splittet. Das schafft Zugang zu allen gängigen Profi-Schnittlösungen. Das hochauflösende 3,5Zoll-Display und die 34mbit AVCHD-Aufzeichnung sind hingegen Merkmale die auch die TD1 schon bot.

Der 3D-Monitor versteht alle gängigen Signale jeweils in doppelter Ausführung und ist für medizinische anwendungen (nach Norm:IEC60601-1 + IEC60950-1) zugelassen. FürAussendrehs ist allerdings der kleine Bruder DT-3D24G1 besser geeignet, der voll Batteriebetrieben ist und mehr Kontrollfunktionen für Bildhelligkeit, Konvergenz und Schärfe bietet.

Kompakt-Camcorder mit 4facher HD-Auflösung

Ebenfalls ein Hingucker: JVC hat einen falconbreed-Superprozessor entwickelt, den es in einer recht genau definierten Produktstudie ebenfalls zu sehen gab. Der unauffällig wirkende Camcorder mit der fetten Aufschrift 4K und einem 8,3 Megapixel-Sensor (im Bayer-RGB-Layout) gibt über 4 HDMI-Schnittstellen 4 Full-HD-Signale aus, die in einen Spezialfernseher einlaufen, der ebenfalls als "working sample" (Prototyp) zu sehen war. Mit verblüffender Bildqualität.

Der 4K-Camcorder zeichnet auch auf 4 SDXC-Cards parallel auf. Die genau adressierten Files werden bereits heute an verschiedenen Schnittsystemen automatisch angelegt. JVC Professional verwirklicht damit eine kostensparende Möglichkeit zur Übertragung der großen Echtzeit-Datenmenge von 144 mbit/s.

Als normaler HD-Camcorder soll das Modell ebenfalls taugen, in 4K steigt das Format auf 3840x2160 Pixel mit 60p/50p und 24p-Bildfrequenz. Der neue Prozessor kann auch Standbilder – und zwar 30 volle 12 Megapixel-Fotos pro Sekunde. Da darf sich die etablierte Fotofraktion anstrengen, zumal die 10fach-Minolta-Optik zumindest bei den gezeigten Szenen der Frankfurter Innenstadt keine Schwächen erkennen lies.

(mb)
Infos zum Hersteller: JVC Professional
GY-HMZ_1
Mehrwertcam: Bei einem vergleichsweise geringen Aufpreis für das Profimodell kann die HMZ1 deutlich mehr als das Konsumermodell TD1. Wir testen in der nächsten Printausgabe von Videoaktiv
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Top-Monitor: Der auch für Operationen zugelassene 3D-Monitor GD-323D20 bietet jede Menge Anschlüsse.
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4K-Studio: Der kompakte High-Res-Camcorder hat 4 parallele HDMI-ausgänge um Vierfache HD-Auflösung auch live bereit zu stellen.

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