YouTube Google+ Vimeo RSS VIDEOAKTIV

Workshop: Action-Cam-Videos bearbeiten mit Magix Video Pro X

Beitragsseiten


Farbkorrektur

Ein Action-Clip wirkt dann gut, wenn die Aufnahmen passende Bezüge haben und nicht scheinbar wahllos nur einen Zeitablauf dokumentieren. Interessant sind zwar in erster Linie die spektakuläten Passagen einer Abfahrt, doch letztendlich lebt ein Film von einer  Dramaturgie zu der verschiedene Perspektiven gehören, die neben der Totale auch mal Details einfangen.

Idealerweise nutzt man also während einer Ausfahrt mehere Action-Cams. Doch man kann natürlich auch die Abfahrt mehrfach machen und jedesmal die Kamera anders positionieren. In unserem Fall haben wir Aufnahmen unterschiedlicher Tage aneinander geschnitten. Ohne Farbkorrektur wird das dann allerdings merkwürdig.

Positionieren Sie die Zeitnadel auf dem Clip mit der falschen Farbstimmung und markieren Sie diesen mit einem Doppelklick. Statt dem Import zeigt die Schnittsoftware nun rechts oben die Auswahl der Effekte. Wählen Sie hier die Videoeffekte/Farbe. Sie können wahlweise über die Pipette eine weiße Fläche im Video markieren oder über den Farbkreis die Farbe einstellen. Einen Menüpunkt darunter finden Sie eine ausgefeilte Drei-Wege-Farbkorrektur.

Farbkorrektur

Bildstabilisierung

Bildstabilisierung

Viel Action ist zwar schön - aber eben all zu häufig auch stark verwackelt. Dagegen hilft letztendlich nur die passende Action-Cam-Befestigung: In der Regel wirken Aufnahmen mit einer Montage am Körper deutlich ruhiger. Besonders der Kopf gleicht Bewegungen besonders gut aus - der Helm ist also der richtige Ort für die Action-Cam. Dennoch ist eine nachträgliche Bildberuhigung oft empfehlenswert. 

Die Bildberuhigung erreichen Sie über das Kontextmenü der rechten Maustaste beim Klick auf einen Clip oder über die Tastenkombination Strg + L. Es öffnet sich ein eigenes Bearbeitungsfenster in dem Sie mit dem Stabilisierungsradius (1) angeben in welchem Radius um ein Pixel nach Schwankungen gesucht werden soll. Im Bild daneben markieren (2) Sie den Bereich mit der Maus der ruhig bleiben soll. Mit einem Kick auf "Stabilisierung durchführen" startet dann eine Analyse und erstellt für die passende Gegenbewegung Keyframes im Effektfenster (3) die man sich auch im Clip der Timeline anzeigen lassen kann. Die Bildberuhigung hat einen Haken: Sie reduziert die Bildqualität, wobei starke Verwacklungen ein starkes Zoom ins Bild verlangen und somit die Auflösung verringert.


Zeitlupe - Zeitraffer

Es mag merkwürdig klingen, doch besonders viel Dynamik haben Aufnahmen, die verlangsamt, sprich in Zeitlupe laufen. Die Logik ist naheliegend: Wenn ein Fahrrad in der Kurve liegt, dann sieht man sofort die starke Neigung, die langsam gefahren gar nicht möglich wäre. Entsprechend nimmt man die Dynamik war, gleichzeitig sieht man aber sehr viel mehr Details als bei einer Wiedergabe in Echtzeit.

Die Zeitlupe erreichen Sie wieder über einen Doppelklick auf einen Clip in der Timeline. Im Effektmenü rechts oben finden Sie den Menüpunkt Videoeffekte/Geschwindigkeit. Mit dem Schieberegler (1) können Sie das Video nun verlangsamen oder Beschleunigen. Achten Sie aber darauf, dass das Video in der Timeline genug "Platz" hat, denn schließt direkt ein Clip an, sorgt eine Verlangsamung zwangsläufig für eine längere Laufzeit, so dass sich der Clip in den nächtsten schiebt und automatisch eine Blende gesetzt wird. Natürlich lässt sich diese wieder entfernen, indem man die nachfolgenden Clips in der Timeline nach hinten schiebt.

Geschwindigkeit