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Speicherstrategie: Schnittstellen - Abhängigkeiten und Geschwindigkeit

TEIL 2: Wenn es auf die Schreib- und Leseleistung ankommt, muss der externe Speicher direkt an der schnellstmöglichen Schnittstelle des Rechners angeschlossen sein. Im zweiten Teil unserer Ratgeber-Serie zur richtigen Speicherstrategie erklären wir die Abhängikeiten von Thunderbolt 3, USB-C und USB 3.1 und prüfen deren Geschwindigkeit.

Einer der Vorteile von Thunderbolt ist die Möglichkeit, mehrere Geräte hintereinander zu hängen. So haben wir zu unserem Dell XPS 15 9570 ein Thunderbolt-Dock, über das das Notebook mit nur einem Stecker geladen wird und an dem zwei Zusatzmonitore sowie weitere USB-Geräte angeschlossen sind. Wenn mehr Daten über eine Leitung gehen, hat dies früher oder später Auswirkungen auf die Schreibrate. Logisch ist: interne SSDs, die direkt am internen SATA-Bus hängen, erreichen die beste Schreib-/Leseleistung. Deshalb haben wir in einem ersten Schritt die interne M2-SSD des Dell-Notebooks XPS 15 9570 gemessen. Für Videodaten besonders interessant ist das sequenzielle Lesen und Schreiben, da hier, wie eigentlich bei großen Video-dateien üblich, die Daten in zu-sammenhängenden Blöcken geschrieben und gelesen werden. Hier kommt der von SK Hynix stammende NVMe-Speicher auf eine Schreibleistung von 1160 Megabytes pro Sekunde.
Das Lesen gelingt sogar mehr als doppelt so schnell. Das definiert, was das System maximal leisten kann, und zeigt, dass ein interner Speicher immer ideal ist.  Wir wollten aber auch wissen, wie sich externer Speicher an unterschiedlichen Schnittstellen verhält. Als Referenz haben wir ein schon länger bei uns im Einsatz befindliches San-Disk Extreme 510 Mobile SSD direkt über USB 3.1 am Laptop angeschlossen und dabei eine Schreib-/Leseleistung von um 420 Megabyte/s gemessen. Das gleiche Laufwerk am Thunderbolt-Dock kann noch 248 Megabyte/s Daten sequenziell lesen und knapp 230 Megabyte/s schreiben. Da am Arbeitsplatz trotzt Thunderbolt-Dock nicht genügend USB-Schnittstellen vorhanden sind, hängt an ihm noch ein USB-3.1-Hub, durch den die Schreibleistung dann sogar noch unter 200 Megabyte/s sinkt. Ganz ohne Auswirkungen bleibt das Kaskadieren von Laufwerken also also nicht. Auch wenn die Industrie das immer wieder gerne so darstellt.

abhaengigkeiten collageUnsere SanDisk Portable SSD haben wir direkt am Thunderbolt-3-Anschluss gemessen und dabei die höchte Datenrate (Bild 1) erreicht. Mit einem am Thunderbolt 3 hängenden Dock sinkt die Datenrate (2. Bild) unter anderem natürlich auch deshalb, weil hier nur noch USB 3.1 verfügbar ist. Da auch hier nicht genug Schnittstellen vorhanden sind, hängt nochmal ein USB-Hub an der Docking-Station, die dann die Datenrate nochmal leicht nach unten drückt (Bild 3).


Weihnachts-Special - Speicherstrategie:

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28.12.2019, 08:15