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Ratgeber: Bildraten und wie man am besten filmt

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Es darf auch 1080/50i oder 1080/50p aus der Schnittanlage kommen. Da hat aber jeder Sender so seine Vorlieben. Natürlich ist es am besten, gleich ein Aufnahmeformat zu wählen, das im Schnitt nicht mehr konvertiert werden muss. Der aufmerksame Leser fragt nun natürlich: Wenn der TV vom Sender 720/50p bekommt – warum dann nicht in diesem Standard aufzeichnen und schneiden? Dazu können wir nur sagen, dass 720/50p eine geringere Vertikalauflösung hat und in aller Regel nicht so geschmeidig anzusehen ist wie 50i oder 24p.

Womit wir wieder am Anfang wären. Wer für seinen YouTube-Channel produziert, der sollte hingegen auf keinen Fall in 1080/50i drehen. Das sieht deutlich schlechter aus als 50p oder 25p, was hier, und nur hier, eine Option ist. YouTube bleibt je nach Aufnahmeformat bei 50p oder 25p mit gutem Erfolg, ebenso wenn mit 1080/30p oder 60p auf die Google-Server hochgespielt wird. Doch die YouTube-Videoqualität ist ein eigenes Feld, das wir online als Praxis- und Technik-Ratgeber unter www. videoaktiv.de/31411 abhandeln.

 

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Das richtige Videoformat ist gewählt, die Aufnahmen sind im Kasten und geschnitten ist der Film auch. Dann stellt sich die Frage nach dem richtigen Export-Format. In diesem Workshop erklären wir die Einzelheiten für den richtigen Videoexport.
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Interlaced (i):

Das Full-HD-Videosignal besteht aus 1080 Pixelzeilen, die aber nicht alle gleichzeitig übertragen werden, sondern versetzt. In einem Bild werden nur die geraden Zeilen gesendet, im nächsten nur die ungeraden. In der analogen Signaltechnik war dies nötig, um Bandbreite und Übertragungskapazität zu sparen. Die Trägheit des Auges ergänzte die Bilder wieder zu ganzen Bildern mit flüssigem Bewegungsablauf.

Progressive (p):

Jedes Bild wird komplett ausgegeben, beginnend mit Zeile 1, endend mit Zeile 1080. Da Videoprojektoren und LCD-TV wie Computermonitore progressiv arbeiten, ist diese Technik die modernere Variante. 25p enthält aber zu wenige Bewegungsphasen für schnelle Schwenks oder Bewegungsabläufe.

HDMI:

High Definition Multimedia Interface. Kabelstandard zur Verbindung zwischen TV und Camcorder oder Blu-ray-Player. Verbreitet in den Formaten 1.3 und 1.4, ältere Buchsen übertragen kein 50p und kein erweitertes Farbsignal. Für 4K-Übertragung mit 50p ist HDMI 2.0 nötig. Mit 24 oder 25p geht es auch mit HDMI-Standard 1.4. Es gibt vier Steckerformen.

Da YouTube-Videos auf dem Rechner abgespielt werden, hier gleich noch ein anderes Märchen, mit dem es aufzuräumen gilt: Wie sauber da ein Video wiedergegeben wird, hängt von den Fähigkeiten der Grafikkarte und des Videoplayers im PC ab und nicht von der Wiederholfrequenz des Monitors. Der zeigt in der Regel immer 60 Bilder pro Sekunde und das ist genug, auch wenn vom Programm Filme mit anderen Frequenzen ausgeliefert werden. Wer allerdings einen billigen PC-Monitor als Fernseher nutzt und direkt mit seiner Videoquelle, etwa einem Camcorder, verbindet, ist selber schuld. Die Umrechnung in einem solchen Display ist meist schlecht.

Einen weiterer Grund, warum Videos beim Abspielen rucken, liegt im Verhältnis von Belichtungszeit zu Auslesezeit begründet. Wer da mit 25p filmt, aber eine Shutterzeit von 1/50 Sekunde einstellt, braucht sich nicht zu wundern. Doch das ist eine andere Geschichte – mit sehr vielen Facetten.

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