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Ratgeber: 4K-Video für Full-HD-Produktionen

Wer sich eine 4K-Kamera anschafft, will in erster Linie von der höheren Auflösung und schärferen Bildern profitieren. Doch auch viele "Full-HD"-Filmer und -Produzenten haben eine 4K-Kamera am Set und im Einsatz. Aufgrund der viermal höheren Auflösung als Full-HD, lassen sich aus einem UHD-Stream bequem Full-HD-Szene "herausstanzen" und clever nutzen. Lutz Dieckmann erklärt wieso.

4K als Full-HD
Ein Vorteil von 4K-Material ist der ungeahnte Freiraum in der Nachbearbeitung. Normalerweise wird nur auf die hohe Auflösung hingewiesen, aber übersehen, welche Möglichkeiten dies tatsächlich bietet: Fahrten und Zooms lassen sich nachträglich aus dem vorhandenen Bild erstellen, denn für einen HD-Film wird ja nur ein Viertel der Auflösung eines 4K-Bilds gebraucht. Man kann, wie es meist geschieht, dieses Bild auf HD herunterrechnen. Man kann aber auch einfach bloß einen Ausschnitt aus dem 4K-Bild nehmen, aus einer Halbnahen etwa eine Nahaufnahme machen oder in der Totalen herumschwenken. Bis zu einem Viertel des Formats kann man ins 4K-Bild hineingehen, bis die Auflösung von HD erreicht wird. Dadurch bieten sich nicht nur erhöhte Verdienstmöglichkeiten, sondern auch neue Dienstleistungen. Etwa die Kreation einer VFX-Sequenz (mehr dazu im Ratgeber in VIDEOAKTIV 03/2016). Dem Kunden kann man so einen Mehrwert bieten, den er versteht: Der reine Hinweis auf die Pixelzahl ist für kaum jemanden greifbar; nennt man jedoch Anwendungsmöglichkeiten, kommen sogar beim Kunden Ideen auf. Beliebte Einsatzgebiete sind etwa Industriefilme mit Maschinen, bei denen der Produktionsprozess nicht unterbrochen werden kann.

Ratgeber: 4K-Video für Full-HD-Produktionen

Studio19

Lernkurs-Angebot: Wir bieten seit kurzem eine Reihe von Lernkursen für Schnittprogrammen wie das Pinnacle Studio 19 an. In zahlreichen Lektionen, ausfürhlich erklärt, bieten wir den Lernkurs als DVD oder zum Download an.

Hier kann man Anschluss-Einstellungen mit einer Aufnahme in 4K sehr leicht umsetzen, da man sowohl die Totale als auch nähere Einstellungen in einer einzigen Aufnahme machen kann. Dadurch sinkt der Produktionsaufwand, und der Kunde kann gleich sehen, wo Geld und Zeit gespart wird. Dadurch lassen sich sogar höhere Preise für die Dreharbeiten vereinbaren. Es bleibt also zu hoffen, dass eine 4K-Produktion nicht gleich wieder verramscht wird, nur weil die Kameras erschwinglich geworden sind.

Den kompletten Ratgeber "4K-Weltbild" mit unseren Praxiserfahrungen beim 4K-Dreh finden Sie in der aktuellen VIDEOAKTIV 03/2016 als digitales PDF oder direkt über den VIDEOAKTIV-Shop nach Hause bestellbar.

 

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