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Foto-Film-Praxis: Import von Videomaterial

Logisch: Nach der Aufnahme kommt die Videonachbearbeitung. Doch bevor es losgehen kann müssen die Clips in die Schnittsoftware importiert werden. Was man beachten sollte um später mal Videomaterial wiederfinden zu können erklären wir in Teil 4 unserer Serie. 
 

Der „Datei-Import" ist gerade bei viel Filmmaterial ein Zeitaufwand, der nicht zu unterschätzen ist. So manche Schnittsoftware wandelt das Format des verwendeten Rohmaterials in einen anderen Codec oder in sogenannte Proxy-Dateien für eine schnellere Bearbeitung, wie es auch der von uns verwendete Power Director beherrscht. Sinnvoll deshalb: Den Import so früh wie möglich anstoßen, bestenfalls sogar am Vorabend des eigentlichen „Schnitt-Tages".

So kann der eigene „Rechenknecht" die Dateien bequem über Nacht abarbeiten. Damit ist die Vorarbeit aber noch nicht erledigt. Nach dem Einlesen der Dateien muss man brauchbares von nicht brauchbarem Videomaterial trennen.

Während dieses Arbeitsschritts wählt man die wichtigen Clips aus, sortiert sie in virtuelle Ordner und benennt die Dateien mit sinnvollen Namen – etwa Szene und Einstellung, angehängt an den originalen Dateinamen.

Auch das Vergeben von Schlagwörtern oder Kommentaren führt zu mehr Übersicht und erleichtert das Wiederfinden von wichtigen Filmschnipseln enorm. Wer hier ordentlich ist, spart am Ende Zeit, denn das vermeidet, vor allem bei größeren Projekten, langwieriges Suchen. Erst jetzt beginnt der eigentliche Videoschnitt – am besten im sogenannten Storyboard-Modus, den inzwischen wirklich alle Programme bieten.

Dateiimport neu
Die Videodateien sollten vor oder mit dem Datei-Import auf die Festplatte übertragen werden. Da die Datenrate moderner Videodateien recht hoch ist, empfiehlt sich eine schnelldrehende Festplatte mit 7200 Umdrehungen in der Minute. (Passend zum Thema: Workshops speziell zum Videoschnitt)
Storyboard neu
Die Storyboard-Ansicht bietet die leichtere Übersicht über das Projekt und ist somit beim ersten Sortieren in den richtigen Filmablauf ideal. (Mehr zum Thema hier: Workshop - Filmprojekte richtig exportieren)

In dieser Ansicht wird jeder Take mit einem Vorschaubild angezeigt – unabhängig von der Aufnahmelänge. Dabei greift die Software meist das erste Bild aus dem Clip zurück, so dass man in etwa beurteilen kann um welchen Inhalt es hier geht. So lässt sich, ohne dass man die Videos alle anschauen muss, relativ schnell eine Reihenfolge für den Film bestimmen, indem man diese Thumbnails im Storyboard einfach hintereinander hängt.

Dies war der vierte Teil unseres Weihnachts-Spezials zum Thema "Filmen mit Digitalkameras". Die folgenden Tage präsentieren wir diese weiteren Kapitel zum Thema:

 


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