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Foto-Film-Praxis: der Feinschnitt

Wenn die grobe Struktur des Film steht, geht es daran ie richtigen Clips- und Szenenlängen zu bestimmen. Aber was ist Richtig? Wie lange darf ein Clips ein und wie bringt man etwas mehr Spannung in die Geschichte. Unser sechter Teil der Ratgeber-Serie bietet Erklärungen und zeigt wie man selbst das richtige Hinschauen erlernt. 
 

Der Detailschnitt und der Schnitt nach Musik erfordert den Wechsel in die Timelineansicht. Jetzt wird die reale Szenenlänge sichtbar. In der Regel sollte man alle Clips vorn und hinten kürzen – zumindest wenn aus der Hand gefilmt wurde, denn meist hat man allein durchs auslösen und beenden der Aufnahme Ruckler im Bild.

Als Werkzeug zum Kürzen oder Längen nimmt man als Einsteiger am besten die Timeline – hier kann man den Clip am Ende oder Anfang mittels der Maus zusammenschieben und so kürzen. Da im Schnittprogramm immer automatisch mit einer Kopie der Originalvideodatei gearbeitet wird, kann alles Gelöschte problemlos wieder hergestellt werden.

Um die Szenenlänge richtig einzuschätzen reicht ein kritischer Blick: Wie lange benötigen Sie um den Inhalt der Szene wahrzunehmen. Dabei ist klar: Ein Detail lässt sich schneller erkennen als das Bild einer Totalen. Entsprechend ist es nicht sinnvoll alle Szenen einfach auf eine gleiche Zeit zu kürzen.

Als Grundregel kann man festhalten: Cliplängen unter drei Sekunden sind eher schwer wahrnehmbar – vor allem dann wenn gleich viele so kurze Clips kommen wirkt der Film sehr hektisch. Dagegen sind 10 bis 12 Sekunden selbst für Totalen schon relativ lang – es sei denn, sie sind inhaltlich zum Beispiel durch den Originalton oder Bewegung im Bild begründet.

Gerade beim Schnitt auf Musik ändert sich der Beat in der Regel nicht – Sie können also innerhalb des Rhythmus unterschiedlich lange Szenenlängen definieren und dann, je nach Inhalt die Clips auf diese kürzen.
Hilfreich ist dabei die Waveform-Darstellung der Tonspur. Ziehen Sie sich die Tonspurhöhe größer, dann erkennen Sie meist recht genau den Musiktakt, so dass Sie die Szenenlänge darauf anpassen können, wobei es in der Regel nicht wirklich auffällt, wenn mal einige Schnitte nicht ganz exakt auf dem Schlag der Musik sitzen.

Timeline
Die Timeline zeigt die Clips im Zusammenhang mit Ihrer Dauer. In diesem Modus lassen sich die Clips sehr leicht kürzen, wobei die Vorschau bei der Orientierung im Clip hilft. (Passend zum Thema:Videoschnitt - die Grundlagen)
trimmen auf musik
Trimmen auf Musik: Hat man die Szenen mal auf die passende Länge gekürzt, hilft die Trimmfunktion, den Schnitt um wenige Bilder zu verschieben und so an den Takt der Musik anzupassen. Dabei hilft eine größer gezogene Spur, denn so erkennt man dank Waveform-Darstellung den Takt der Musik. (Passend zum Thema:kompletter Videoschnitt-Workshop)
 
TakterkennungI
Viele Programme bieten die Takterkennung für die Tonspur an - das macht den Schnitt nach Musik noch leichter, weil dann Marker in der Timeline beim Ausrichten der Clips helfen. (Passend zum Thema:Workshop - Standardeffekte für die Filmbearbeitung)

Dies war der sechste Teil unseres Weihnachts-Spezials zum Thema "Filmen mit Digitalkameras". Die folgenden Tage präsentieren wir diese weiteren Kapitel zum Thema:

 


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