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Test: Funk-Mikrofonsets Sennheiser AVX - Fazit, Testergebnisse

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Manches bleibt gleich: Der AVX- Taschensender wird wie gewohnt an der Kleidung befestigt.
 
 

Eine rote LED warnt sofort, wenn keine Verbindung mehr vorhanden ist. Beim Abbruch des Signals gibt es nur sehr kurze und leise Störgeräusche. Somit ist die Sendeleistung vergleichbar mit dem Røde Link, vielleicht sogar etwas besser, kommt aber an die Sennheiser ew G3 nicht ganz heran. In der Praxis spielt das aber so gut wie nie eine Rolle. Bei einem anderen Test durch drei Betonwände und über rund 20 Meter Entfernung konnte das Signal ohne Probleme aufrecht erhalten werden.

Eine hundertprozentige Sorglos-Pegelautomatik ist es allerdings nicht. Gerade bei DSLR oder DSLM-Fotokameras wie der Panasonic GH 4 muss man aufpassen, intern den niedrigsten Pegel und den Empfänger ebenfalls auf die niedrigste Stufe einzustellen, sonst übersteuert das Signal ziemlich häufig. Den Pegel sollte man also trotzdem immer im Blick haben, denn auch den Unterschied bei unterschiedlichen Entfernungen vom Mund beim Handmikrofon kann die Automatik nicht verlässlich ausgleichen.

Ein Pumpen in der Lautstärke war bei keinem der Tests zu hören. Leider ist auch das Display sehr dunkel, verfügt über keine eigene Beleuchtung und ist schon hinter dem Rücken einer beleuchteten Person kaum zu lesen.

Das MKE 2 Gold hat wie das billigere ME 2 eine Kugelcharakteristik. Im Vergleich klingt es präsenter und ausgewogener, vor allem in den Mitten, in denen das ME 2 etwas hohler tönt, dafür aber die Bässe zwischen 100 und 400 Hertz zu stark betont. Die Lautstärke ist beim ME 2 immer etwas höher. Vergleicht man das MKE 2 mit Kondensatormikrofonen wie einem Sennheiser ME 66 oder dem Røde NTG 3, ist zwar ein Qualitätsunter-schied zu hören, aber Signale dieses Mikros lassen sich trotzdem noch ganz ganz gut kombinieren.

 

Die dynamische Nierenkapsel des Handmikrofons MMD 835-1, die wir zum Test hatten, klingt ebenfalls sehr gut, bietet wesentlich mehr Bässe und insgesamt einen noch etwas präsenteren Klang.

Man hat aber auch den Eindruck, dass die Bässe etwas überbetont werden. Gegen Griff-Geräusche ist es übrigens hervorragend abgeschirmt und eignet sich deswegen gut als Reportagemikrofon. Als Alternative gibt es noch eine Kapsel mit Kugel-Charakteristik namens MMD 42-1.

Fazit

Mit der AVX-Serie bietet Sennheiser eine durchdachte Weiterentwicklung der klassischen Funkstrecke, die in der Praxis vor allem durch den kleinen Empfänger überzeugt, der ohne eine zusätzliche Halterung auskommt.

Zu den günstigsten Vertretern gehört das AVX nicht, aber angesichts der guten Verarbeitung, des stabilen Gehäuses und des guten Lieferumfangs ist der Preis in Ordnung.

Der wechselbare Akku mit stundengenauer Anzeige wird vor allem die Profis freuen. Prinzipiell ist das Set gerade wegen des geringen Gewichts auch für DSLR-Filmer bestens geeignet.

Den Pegel in der Kamera sollte man dennoch immer im Blick halten. Die Sendeautomatik funktioniert sehr gut, und auch die Übertragungsqualität und Reichweite sind gut.

Da auch keine Gebühren anfallen und der Funkstandard in vielen Ländern gilt, ist es auch für VJ und Hobbyfilmer eine gute Alternative.

Sennheiser AVX Set web

Testergebnisse

Hersteller: Sennheiser
Produkt: AVX-835: 1080 Euro
               AVX-ME2: 1080 Euro
               AVX-MKE2: 1250 Euro              
Neu entwickelte Funkstrecke mit automatischer Synchronisation und guter Übertragungsqualität. Nutzbar ohne Lizenzgebühren und für XLR- Camcorder wie Miniklinken-Filmkameras geeignet.

+ sehr einfache Bedienung

+ kompakt und stabil

+ umfangreiches Zubehör

+ gute Tonqualität

keine Lautstärkeregelung

kein beleuchtetes Display

URTEIL: sehr gut
Preis/Leistung: gut

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