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Monitorboxen-Test: 7 aktive Studiomonitore für Filmer

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Oberklasse-Monitore

Zumindest mehr Features bietet die obere Boxen-Klasse. Die Neumann KH 120 A reist im aufpreispflichtigen (422 Euro) Flugkoffer zum Test an. Neumann? Bei älteren Audio-Spezialisten klingelt es – das ist doch der bei Profis auf der ganzen Welt bekannte Mikrofonhersteller! Weshalb unter diesem Namen nun auch Boxen angeboten werden, hat einen einfachen Grund: Neumann gehört inzwischen, wie der Hörfunklieferant Klein + Hummel, zu Sennheiser. Dort beschloss man 2009, die Marke Klein + Hummel einzustellen – der Geschäftszweig Studiomonitore ging zu Neumann.

Ausstattung

Der KH 120 A spendierten die Berliner ein stabiles Alugehäuse. In Berlin sitzt auch Adam – die Artist 5 setzt sich aber nicht mit Alu, sondern mit ihrem in Schwarz oder Weiß lieferbaren Hochglanzgehäuse in Szene. Doch nicht nur optische Glanzlichter bietet dieses Modell: Als einzige Box im Test lässt sie sich digital über USB-Verbindung befeuern. Das garantiert bestmöglichen Ton – bei Mehrkanalproduktionen allerdings nur mit Verrenkungen. Ebenfalls praktisch: die zusätzliche Miniklinkenbuchse an der Lautsprecherfront – hier finden Notebooks, Musikspieler oder Handys schnell analogen Anschluss.

Analoge XLR-Kontakte bringen alle Boxen mit, Neumann verzichtet auf Cincheingänge. Ende dieses Jahres soll die digitale Variante K 120 D erscheinen – die nimmt auch die in Tonstudios gebräuchlichen Digitalsignale im AES/EBU-Format an. Das Anschlussfeld der Neumann-Kandidaten ist ähnlich versenkt wie das der Sonodyne-Modelle – und kann ähnlich unpraktisch werden, wenn man Adapter von XLR auf Cinch nutzen muss.

06 trommelwirbel
Die 200er-Serie von Eve Audio gibt's in vier Ausführungen. Die letzte Ziffer der Typenbezeichnung nennt den Tieftönerdurchmesser in Zoll. Digitale Lautstärke-/Klangregelung und Cinch- sowie XLRBuchsen haben alle Modelle. Die kleine SC 204 (ganz links) wurde in Heft 6/2012 getestet.
07 trommelwirbel
Kompakt und praktisch – am Tonmischer oder Schnitt-PC bieten aktive Lautsprecher die einfachste Möglichkeit, den Klang zu kontrollieren.

Die Modelle von Eve Audio unterscheiden sich nur im Durchmesser ihrer Basschassis – das Grundkonzept ist bei beiden Boxen gleich. Heißt: Der Pegelsteller auf der Geräte-Vorderseite ist kein schnödes Potentiometer, das nach jahrelangem Einsatz schon mal kratzen könnte. Er fungiert nur als Befehlsempfänger für die digitalen Lautstärke- und Klangregler. Keine Angst: Auch wenn man sie vom Stromnetz trennt, merken sich die Boxen die zuletzt gewählten Einstellungen. Zudem kann man den Steller mit Schaltern auf der Rückseite blockieren. Das direkte Gegenteil ist das mechanische Potentiometer auf der Rückseite der Neumann-Boxen: Der Regler ist winzig und wirkt nicht sonderlich solide. Adam und Eve Audio setzen auf Bändchenhochtöner, Neumann kommt mit konventioneller Kalotte. Die K 120 A sind im teuren Quartett die einzigen Boxen, die ihre Bassreflexöffnung auf der Lautsprecherfront enden lassen – was die erwähnten Freiheiten bei der Aufstellung nach sich zieht. Für 115 Volt taugen alle teuren Modelle, Adam verzichtet bei der „Artist"-Serie allerdings auf Stativgewinde.