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Monitorboxen-Test: 7 aktive Studiomonitore für Filmer

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Klang

Entscheidend für Testsieg oder -niederlage sind selbstverständlich die klanglichen Fähigkeiten eines Monitorlautsprechers. Mit den bewährten Titeln des VIDEOAKTIV-Hörtests rüsteten wir uns für den Lauschangriff.

Die extravaganten Equator D5 machen mit ihrer Spielfreude auf sich aufmerksam. Michael Jacksons quirligen Klassiker „Don't Stop 'til You Get Enough" reproduzieren sie quicklebendig; in Emmanuel Tops „Turkish Bazar" ist mächtig was los.

Der Klang bleibt dabei aber auf der Strecke: Michael Jacksons Hit etwa wurde 1979 mit fast schon giftigen Höhen produziert – mit der D5 hört man davon nichts. Auch den Streichern der Wiener Philharmoniker fehlt „An der schönen, blauen Donau" der Glanz, die Violinen tönen eher matt. Jazz-Sängerin Diana Krall und das sie begleitende Ensemble hingegen tröten – das weist auf kaum bedämpfte Chassis hin. Dieser bei vielen günstigen Boxen verwandte Kniff bringt Pegel und Dynamik – auf Kosten der Neutralität.

Tröten kann man der Sonodyne SM 50 Ak, der teuersten Box unter den günstigen, nicht vorwerfen. Ohne direkten Vergleich zur Klassenreferenz Nubert Pro A 20 tönt die Box gefällig. Allerdings hält sie sich an den Enden des Frequenzspektrums bedeckt: Bässe reproduziert sie wenig knackig, die Höhen zu zaghaft. Michael Jacksons „Don't Stop ..." fehlt via SM 50 Ak der Glanz – wenn auch nicht so deutlich wie bei der Equator D5. Auch die Streicher der Wiener Philharmoniker klingen wenig seidig. Kraftwerks „Elektrokardiogramm" hat kaum Tieftondruck, der Basstrommel in „Fade" fehlt Schmackes.

04 trommelwirbel
Die koaxiale Chassisanordnung des Newcomers Equator D5 ist auf diesem Bild gut zu sehen.
05 trommelwirbel
Die Schalter und Regler der Neumann KH 120 A sind klein und wirken wenig robust.

Ob sich der günstigste Kandidat im Test besser schlägt? Zumindest bei der Spielfreude muss sich die Adam F5 nicht verstecken: Sowohl „Don't Stop 'til You Get Enough" wie auch „Turkish Bazar" gibt sie impulsiv und überaus lebendig wieder. Tonal glänzt sie nicht ganz so: Sie betont die mittleren Lagen etwas, trotz Bändchenhochtöner sind die Höhen leicht dunkel – so giftig, wie es einst aufgenommen wurde, klingt Micheal Jacksons „Don't Stop ..." via F5 nicht. Ganz so zurückhaltend wie bei den anderen Kandidaten der Günstigklasse im Test sind die Höhen dieser Adam-Box aber nicht. Und auch im Frequenzkeller macht die F5 etwas her: Kraftwerks „Elektrokardiogramm" hat passablen Druck, die Basslinien in Madonnas Disco-Klassiker „Vogue" lassen sich gut nachverfolgen. Restlos überzeugen kann aber keiner der drei preiswerten Kandidaten – ob die teuren Modelle mehr bieten?

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