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Im Test: 3 Kopfhörer für Filmer - Seite 2

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Deutlich mehr in Szene setzt sich der Signature Pro von Ultrasone. Die bisher von uns getesteten Modelle dieses Herstellers fielen durch übertriebene, unpräzise Bässe negativ auf. Davon keine Spur beim Signature Pro: Die Basstrommel und der E-Bass von „55555" klingen satt und knackig, das basslastige Intro von „Fade" reißt mit, und der knochentrockene E-Bass von „Strangers in the Night" kommt auch genau so rüber – schön. Am oberen Ende der Frequenzskala meint's der Signature Pro aber zu gut: Das schon im Original glänzende und funkelnde „Don't Stop 'til You Get Enough" reproduziert dieser Ultrasone-Hörer giftig und lästig, die Streicher der Wiener Philharmoniker sägen und schrillen „An der schönen, blauen Donau".

Am dichtesten ans Original hält sich der Philips Fidelio L 1. Er kombiniert saubere, aber nicht übertriebene Höhen mit klaren Mitten und satten Bässen. Aus den Hörmuscheln dieses Kandidaten erklingt Michael Jacksons Klassiker „Don't Stop 'til You Get Enough" brillant – aber ohne die Gehörgänge des Nutzers zu strapazieren. Die Wiener Philharmoniker tönen, wie es ihr Name verspricht, Diana Kralls Combo in „The Look of Love" ist transparent, die Streicher seidig, aber nicht sägend – und Sprecherstimmen stimmen. Einen Patzer leistet sich aber auch der Fidelio L 1: Manche Basslagen trägt er zu dick auf. Während viele andere Kopfhörer, die es mit den tiefen Lagen zu gut meinen, einen undifferenzierten, trägen Blubbersound bieten, bleibt der L 1 dabei präzise und dynamisch. Aber gerade die ohnehin schon extremen Bässe aus Kraftwerks „Elektrokardiogramm" tönen aus dem Fidelio L 1 überlebensgroß, fast schon unangenehm körperlich spürbar, der Madonnas „Vogue" begleitende E-Bass klingt extrem spielfreudig, aber eindeutig zu satt. Ganz klar: Die Väter des Philips-Modells haben versucht, die per Definition nicht spürbaren Bässe beim Kopfhörerbetrieb durch das extra Schippchen Bass zu kompensieren. Das macht er, ohne an Impulstreue und Feinzeichnung zu verlieren – ganz im Sinne des Originals ist es aber nicht. Im Vergleich mit der Referenz Beyerdynamic DT 770 pro zieht der Philips den Kürzeren: Der Klassiker aus Heilbronn bietet ausgewogenere Bässe und etwas klarere, mehr dem Original verpflichtete Höhen.

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Nüchtern und sachlich wirkt das Design des neuesten Kopfhörer aus dem Hause TDK. Die Haptik ist allerdings etwas plastikmäßig.

DATEN

Hersteller Philips TDK Ultrasone
Modell Fidelio L 1
ST 700
 Signature Pro
Garantie 2 Jahre
2 Jahre
 5 Jahre

AUSSTATTUNG

Bauart

halboffen,

ohrumschließend

geschlossen,

ohraufliegend

geschlossen,

Ohrumschließend

Impedanz 26 Ohm 32 Ohm  32 Ohm
Kabel
glatt, 1,1 m glatt, 1,35 m

glatt/6,35-mm-Klinke, 3 m

glatt/3,5-mm-Klinke, 1,5m

Stecker 3,5/6,35 mm, Klinke 3,5/6,35 mm, Klinke  3,5/6,35 mm, Klinke
mitgeliefertes Zubehör

Etui, Kabel mit Mikrofon/

Telefonfernbedienung

Etui  Etui
Besonderheiten - - -
Internet philips.de tdkperformance.com ultrasone.com
Telefon
0800-0007520 02131-226311 08158-90780

TESTERGEBNISSE

ultrasone vad0412 klassentreffen philips vad0412 klassentreffen tdk vad0412 klassentreffen

Ultrasone

Signature Pro

Preis: 900 Euro

Philips

Fidelio L1

Preis: 280 Euro

TDK

ST700

Preis: 130 Euro

Der Signature Pro überzeugt mit satten, sauberen Bässen, hohem Pegel und mitreißender Dynamik. Seine Höhenbetonung könnte ihm zum idealen "Raschler-Detektor" am Set machen - der Preis ist allerdings doch sehr exquisit

 

 Mit dem Fidelio L1 präsentiert Philips einen gut klingenden und hochwertig verarbeiteten Kopfhörer. Dank robustem Kabel und Mikrofonoption könnte er nicht nur für Filmer ideal sein - wäre da nicht der niedrige Maximalpegel Optisch und klanglich unauffällig präsentiert sich der TDK ST700. Sein Pegel reicht auch für Camcorder aus. Die gute akustische Abschirmung erkauft TDK aber mit unangenehm strammen Sitz.

+ sehr hoher Pegel

+ dynamischer Klang

+ Kabel wechselbar

- übertriebene Hochtonwiedergabe

- sehr hoher Pres

+ weitgehend ausgewogener, sauberer Klang

+ hochwertige Verarbeitung

+ für Mobiltelefone geeignet

- bei einigen Tonlagen etwas zu wuchtiger Bass

- für Camcorder zu niedriger Pegel

+ satte, aber realistische Bässe

+ hoher Pegel

- leicht dunkle Abstimmung

- begrenzte Dynamik

- zu strammer Sitz

Klang/Neutralität
max 50 Pkt.
Ergebnis 34 gut
Dynamik max. 20 Pkt.
Ergebnis 16 sehr gut
Pegel max. 10 Pkt.
Ergebnis 9 hervorragend
Tragekomfort max. 20 Pkt.
Ergebnis 14 gut

Urteil

max. 100 Punkte

sehr gut

73

Preis/Leistung ausreichend
Klang/Neutralität
max 50 Pkt.
Ergebnis 35 gut
Dynamik max. 20 Pkt.
Ergebnis 15 sehr gut
Pegel max. 10 Pkt.
Ergebnis 6 befriedigend
Tragekomfort max. 20 Pkt.
Ergebnis 15 sehr gut

Urteil

max. 100 Punkte

 gut

71

Preis/Leistung befriedigend
Klang/Neutralität
max 50 Pkt.
Ergebnis 32 gut
Dynamik max. 20 Pkt.
Ergebnis 13 gut
Pegel max. 10 Pkt.
Ergebnis 7 gut
Tragekomfort max. 20 Pkt.
Ergebnis 11 befriedigend

Urteil

max. 100 Punkte

 gut

63

Preis/Leistung gut

 

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