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Im Test: 22 Kopfhörer für Filmer

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Sennheiser HD 25-1 II

Diesen Hörer empfiehlt der Hersteller explizit für Filmaufnahmen. Der Bügel lässt sich zweiteilen; der 25-1 sitzt dann sehr fest auf dem Kopf von Ton- oder Kameramann und schirmt sehr gut gegen Umgebungsgeräusche ab. Leider drücken die Muscheln sehr auf deren Ohren – zumindest der Autor mochte den HD 25-1 II nicht länger als ein paar Minuten tragen. Der mögliche Pegel ist auch an Camcorder oder Notebook-Computer mehr als üppig. Filmerwerden sich allerdings über das kurze, glatte Kabel ärgern.

Mit Popmusik legt der Sennheiser-Kandidat zunächst sehr knackig und spielfreudig los. Schon die ersten Takte von „55555" der Jazzkantine überzeugen durch Spielfreude und Brillanz. Das sehr hell produzierte „Don't stop 'til you get enough" macht dann aber klar, dass es der HD 25-1 II mit den Höhen etwas zu gut meint: Die Aufnahme klingt etwas spitz. Diese Charakteristik lässt auch Diana Kralls Stimme ein wenig hohl tönen, die Streicher der Wiener Philharmoniker wirken funkelnder, als sie aufgenommen wurden. Sehr überzeugend ist hingegen der mit „Turkish Bazar" mögliche Bassdruck und die gleichzeitige Präzision – in dieser Disziplin machen dem Sennheiser nicht viele der konkurrierenden Kandidaten etwas vor.

Unterm Strich entpuppt sich der HD 25-1 II als Spezialist: Beim Dreh ist seine Überbrillanz überaus hilfreich, um heimliches Raschelnund Knistern zu entlarven. Für den Schnitt am Notebook taugt der Kopfhörer ebenfalls; zur finalen Tonmischung eignen sich andere Kandidaten des Tests aber besser.

Sennheiser HD 25-1 II
Anbieter Sennheiser
Typ HD 25-1 II
Garantie 2 Jahre
Ausstattung
Bauart geschlossen, ohrbedeckend
Impedanz 70 Ohm
Kabel glatt, 1,5m
Stecker 3,5/6,35 mm, Klinke
mitgeliefertes Zubehör Etui, zweiter Satz Polster
Besonderheiten Winkelstecker
Internet Sennheiser
Telefon 05130/600-0
Beyerdynamic DT-880-PRO
Anbieter Beyerdynamic
Typ DT 880 Pro
Garantie 2 Jahre
Ausstattung
Bauart halboffen, ohrumschließend
Impedanz 250 Ohm
Kabel spiral, 3m
Stecker 3,5/6,35 mm, Klinke
mitgeliefertes Zubehör
Besonderheiten
Internet Beyerdynamic
Telefon 07131/617-0

Beyerdynamic DT 880 pro

Der 880er ist das halboffene Pendant des DT 770 pro. Deshalb und wegen seiner schon recht hohen Impedanz von 250 Ohm ist er eher fürs ruhige Tonstudio ideal. Für langwierige Studio-Sessions empfehlen ihn auch seine bequemen Ohrpolster und der angenehm sitzende Bügel.

Und wenn ihn der Tonmann im Studio nutzt, kann dieser Kandidat aus Heilbronn seine Stärken ausspielen: Jacksons „Don't stop 'til you get enough" reproduziert er so, wie es dem Original entspricht: sehr brillant, aber nicht aggressiv, mit knackigem, aber nicht vorlautem Bass. „55555" von der Jazzkantine legt er mit funkelnder Snare Drum und Hi-Hat und präziser, aber nicht ganz druckvoller Basstrommel auf die Ohren. Auch der E-Bass dieses Titels klingt ungemein spielfreudig und präzise, könnte aber etwas mehr Wucht und Substanz vertragen. Selbst die Wiener Philharmoniker bremst der DT 880 pro ein wenig aus: Schlagzeug und Kontrabässen fehlt es an Schmackes.

Der DT 800 pro ist in ruhiger Umgebung für lange Hörsitzungen angenehmer zu tragen als sein geschlossener Bruder, der DT 770 pro. Dieser kontert aber mit mehr Bassdruck und einem deutlich günstigeren Preis.

 

 

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Sony MDR-7509 HD

Das Profi-Flaggschiff von Sony hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Der Bass ist knackig, der Hörer sitzt gut und spielt auch am Camcorder oder PC ausreichend laut. Hohe Lagen reproduziert er aber eher schrill; vor extrem tiefen Lagen kapituliert er. Das kleinere Modell MDR-7506 schmeichelt sich mit einem deutlich harmonischeren Eindruck ein – gut, dass VIDEOAKTIV beide getestet hat.

 

Fazit

Dieser Test überrascht: Die teuren, vermeintlichen Topmodelle der Hersteller enttäuschen fast durch die Bank – viel Aufwand bürgt also nicht automatisch für überzeugende Ergebnisse. Den Sieg holen zwei günstigere Modelle: Sony MDR-7506 und die 80-Ohm- Version des Beyerdynamic DT 770 pro. Geht es um maximalen Pegel und einen möglichst kompakten, dennoch gut abschirmenden Hörer, ist der Sony der ideale Kandidat. Der DT 770 pro tönt etwas hifideler, muss sich aber in der Disziplin "maximale Lautstärke" geschlagen geben. Zudem ist er wuchtiger und damit sperriger. Für Reportageeinsätze dürften viele Filmer
daher den MDR-7506 vorziehen.

(Karl-Gerhard Haas)

Sony mdr7509
Anbieter Sony
Typ MDR-7509 HD
Garantie 1 Jahre
Ausstattung
Bauart geschlossen, ohrumschließend
Impedanz 24 Ohm
Kabel spiral, 1 bis 3m
Stecker 3,5/6,35 mm, Klinke
mitgeliefertes Zubehör Etui
Besonderheiten
Internet Sony
Telefon 030/6949754
 

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