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Persönlichkeitsrechte

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Das Urheberrecht sch√ľtzt Personen und Personengruppen vor der Verbreitung von Fotos und Videos ohne Wissen oder Einverst√§ndnis der Abgelichteten. Bereits im Jahr 1907 hat der Gesetzgeber mit dem ¬ß 22 des Kunst- und Urhebergesetzes das Recht am eigenen Bild geregelt.
 

Seitdem d√ľrfen Bildnisse und damit auch Videoaufnahmen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder √∂ffentlich zur Schau gestellt werden. Damit werden der Verwertung von Aufnahmen, auf denen Personen abgebildet sind, enge Grenzen gesetzt. Unter einem Bildnis im Sinne dieser Regelung wird die erkennbare Wiedergabe des √§u√üeren Erscheinungsbilds einer Person verstanden. Es muss sich dabei nicht unbedingt um ein Portrait handeln, auch die Abbildung einer Personengruppe kann ein Bildnis sein. Entscheidend ist, ob die betreffenden Personen erkennbar sind. In den Medien wird daher h√§ufig das Gesicht abgebildeter Personen mit einem schwarzen Balken verdeckt oder so unscharf wiedergegeben,dass die Person nicht mehr zu identifizieren ist. Jedoch ist hier Vorsicht geboten.

Ein schwarzer Balken √ľber der Augenpartie schlie√üt die Erkennbarkeit oft nicht aus. Auch die Kinnpartie,
die Frisur oder etwa eine T√§towierung k√∂nnen die Person erkennbar machen. Ma√üstab ist, ob ein naher Bekannter sie erkennen w√ľrde.

Unter der Verbreitung von Bildern versteht man die Weitergabe des Originals oder einer Vervielf√§ltigung. Hierzu z√§hlt insbesondere die Verwertung der Aufnahmen in Zeitungen und Zeitschriften, B√ľchern und auf Werbetr√§gern aller Art. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Verbreitung wirtschaftlichen Interessen dient oder im rein privaten Bereich erfolgt.

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Bei diesem Bild steht die Personengruppe im Mittelpunkt. Solange sie mit einer Ver√∂ffentlichung einverstanden ist, d√ľrfte es mit den anderen Personen im Hintergrund keine Probleme geben.
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In diesem Fall sind die Passanten nur ‚ÄěBeiwerk‚ÄĚ,
die Veröffentlichung ist unproblematisch.

Unter ‚Äě√∂ffentlich zur Schau stellen" wird jede Verwertung in unk√∂rperlicher Form verstanden, bei der das Bildnis einer breiten √Ėffentlichkeit sichtbar gemacht wird, so beispielsweise bei der Verwertung in Filmen, im Fernsehen oder im Internet.

Von dieser recht strengen Regelung gibt es einige beachtenswerte Ausnahmen. Eine wichtige Ausnahme sind Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte, die in einem gesonderten Beitrag dieser Serie behandelt werden. Ausgenommen sind außerdem Bilder, auf denen die abgebildeten Personen nur als Beiwerk erscheinen.