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Streaming-Plattformen: Zielgruppe und Funktionen - Skype

YouTube kennt jeder – und dass auch Facebook Videos ausliefert und Livestreams ermöglicht, das dürften auch schon viele gehört haben. In der Corona-Krise hat die Welt gelernt, dass man übers Internet nicht nur Filme ins Wohnzimmer streamen, sondern auch aktiv kommunizieren kann. Wer was kann, zeigen wir in einem siebenteiligen Artikel. Der zweite von uns vorgestellte Dienst ist Skype.

Wer kannte vor der Corona-Krise den Streamingdienst Zoom? Und auch Vimeo war mit seiner Plattform weitgehend in Vergessenheit geraten. Jetzt sieht das auf einmal ganz anders aus. Weitgehend dominiert wird der Markt der Streamingdienste von Anbietern aus den USA. Lediglich der TeamViewer ist in Europa, genauer gesagt im schwäbischen Göppingen, beheimatet. Den Team Viewer kennen nun zwar viele durch seine Fernwartungsoption, doch kaum jemand hat ihn bisher als Streamingdienst wahrgenommen. Und auch Skype ist eher für die Videotelefonie bekannt. Doch gerade Skype ist bereits in viele Fernsehprozesse integriert, zum Beispiel, um Zuschauer zu Wort kommen zu lassen. Die Unterschiede sind also groß, man kann sie allein mit einer Tabelle schwer zeigen. Im Folgenden erklären wir deshalb, was die eigentlichen Stärken des jeweiligen Streamingdienstes sind.

skype stream videoaktiv

STREAMING-DIENST

Anbieter Skype (Microsoft)
Website skype.de
Hauptzielgruppe Direktverbindung unter zwei oder mehr Teilnehmern
Kosten kostenfrei
FUNKTIONEN
Livestreaming nur für Zuschauer --
Aufzeichnung online --
Aufzeichnung als Teilnehmer
Video Hosting --
Telefonkonferenzen
Bildverbindungen zu Teilnehmern
Alle Teilnehmer sichtbar
Chat-Funktion
Monitor teilen
Umschaltung zwischen Kameras --
Steuerung vom Rechner --
Verteilung auf andere Plattformen --

SKYPE
Skype ist der Klassiker der Videotelefonie und somit auch in erster Linie für die direkte Kommunikation bekannt. Ein echter Streamingdienst, der auch die Aufzeichnung und das Hosting des Videos anbietet, ist Skype nicht. Interessant ist der inzwischen von Microsoft betriebene Dienst durch seine hohe Verbreitung, denn er ist standardmäßig auf jedem Windows-10-Rechner installiert – und wer Office 365 dazugebucht hat, bekommt auch noch 60 Freiminuten Telefonie ins Festnetz. Die Teilnehmer untereinander „skypen“ kostenfrei, und da es entsprechende Apps für Android und iOS gibt, gibt es kaum einen Grund, wirklich zu telefonieren. Die Software ist vergleichsweise leicht bedienbar und erlaubt sehr viele parallele Verbindungen. Allerdings werden immer nur vier Teilnehmer angezeigt. Interessant ist Skype for Business, das Microsoft explizit für Broadcaster anbietet. Es ist eine eigene kleine Anwendung, mit der sich Skype-Teilnehmer direkt in eine Sendung holen lassen. Die Anwender benötigen dazu einen normalen Skype-Zugang. Auf der anderen Seite gibt es für die Einbindung Hardwarelösungen von NewTek und QuickLink. Mit Skype-in-a-box bietet letzterer die Anbindung von bis zu vier externen Sendestandorten in Broadcast-Qualität an. Bei NewTek heißt eine ganz ähnliche Hardware TalkShow VS4000. Microsoft Teams löst entgegen den Gerüchten Skype nicht kurzfristig ab, sondern soll ergänzend dazu im Office-Markt mitmischen.

STREAMING-SPEZIAL 2020: Diese Artikel-Serie ist ein kleiner Auszug aus unserem großen Streaming-Spezial 2020 mit über 30 Seiten. Dieses erhalten Sie aktuell im VIDEOAKTIV-Shop als eigenständiges eMagazin für nur 4 Euro!

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