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Sony VPL-VW 520 ES: HDR-4K-Projektor im Test

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Sony VPL VW520 Front

Sony VPL-VW 520 ES

Interessierte Heimkino-Fans sollten ein Auge auf den VPL-VW 520 ES werfen. Da er auf das gleiche Panel wie der 500er setzt, ist auch er ein exzellenter Heimkino- Projektor für gehobene Ansprüche mit einer einwandfreien und nochmals gestiegenen Bildqualität. Die HDR-Funktionalität wertet entsprechende Filme gerade bei Leuchtkraft und Schwarzweiß-Kontrast deutlich auf und verwöhnt das Auge. Wer bereits auf HDR setzt und die kommenden Inhalte will, erweitert das Heimkino mit dem VW 520 ES um den richtigen Lichtwerfer. Wer das nicht braucht, kann auch beim VPL-VW 500 ES oder dem kleineren Bruder, dem VPL-VW 300 ES, bleiben.

+ scharfes, kontraststarkes Bild

+ motorisierte Optik

+ HDR-Option

magere Anschlussleiste

– keine manuelle Trapez-Korrektur

Bildqualität

Der Sony-Beamer zeigt (wie schon sein Vorgänger) im hohen Lichtmodus ein sehr helles, kontraststarkes Bild. Einzelne Farbabstufungen bei Rot, Blau und Grün präsentiert er sehr genau, auch wenn hier der gewählte Bildmodus den Unterschied macht. Im Modus „Kino hell" etwa sahen wir teils zwei gleiche Abstufungen im hellen Rot, da der Projektor hier voll auf Kontrast setzt. Insgesamt ähneln sich die Bildmodi stark, benötigen nur geringere manuelle Nachbesserung bei Helligkeit und Sättigung.

Wie beim Vorgänger, regelten wir auch beim VW 520 ES die Konvergenz-Einstellung im Menü manuell etwas nach. Filmmaterial von DVD wie Blu-ray skaliert der Projektor einwandfrei und zeigt diese mit einem unvergleichlichen Schärfegrad. Das Bild wirkt sehr plastisch, und man läuft Gefahr, einen Full-HD-Film auf Blu-ray aus einigen Metern Sichtabstand für UHD-Material zu halten.

Bildrauschen, Treppchenbildung oder Detailflackern zeigte sich bei unseren Test-Blu-rays überhaupt nicht. Lediglich eine selbst erstellte DVD-Scheibe neigte zu leichtem „Hüpfen" an Objektkanten, was bei der niedrigen Auflösung aber auch nicht weiter überraschte.

Doch was der Sony-Beamer selbst aus diesem Bild noch herausholt, ist beeindruckend. Auch in dunklen Bildbereichen kann der Sony durch eine detaillierte Projektion glänzen. Sollte trotzdem mal ein Film an Zeichnung im Dunkeln verlieren, hilft die Gamma-Korrektur.

Allerdings nur in den Standard-Bildmodi – im neuen HDR-Modus steht sie nicht zur Verfügung, was aber kein Fehler ist. Schließlich passt der Projektor die Gammakurve in diesem Modus selbständig an, damit er das tiefe Schwarz erreicht. Etwas mehr Helligkeit sollte man im HDR-Modus aber trotzdem wagen.

Die starke Farbsättigung des HDR sieht bei passendem Videomaterial toll aus und sorgt für ein deutlich dynamischeres Gesamtbild, kann aber zu leichten Farbverfälschungen, etwa bei Hauttönen führen. Zumindest war das bei unserem UHD-Testmaterial der Sony PMW-F 55 der Fall, die im BT.2020-Farbraum aufgezeichnet hat. Besagter Farbraum lässt sich übrigens neben REC.709 beim VW 520 ES direkt einstellen, was dann zu einem authentischen Bild des Kameramaterials mit mehr Farbumfang sorgt.

Wir sind gespannt, wie sich speziell dafür aufbereitetes HDR-Material auf UHD-Blu-ray mit dem Sony-Projektor präsentiert. Der Schärfegrad einer UHD-Szene ist noch immer ein Augenöffner und teils schwer von einer realen Szenerie zu unterscheiden.

Bei der Zwischenbildberechnung ist aber Vorsicht geboten: Sie macht bis zur mittleren Einstellung einen guten Job, sollte aber nicht auf der höchsten Stufe stehen, weil sie Bildfehler dann bei zu schnellen Bewegungen im Bild projiziert.

 

Die Daten und Testergebnisse gibt´s auf der Folgeseite!