Ratgeber - der richtige Monitor: Auflösung, Panel, Bilddiagonale

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Bei der Farbtiefe muss man den eigenen Anspruch hinterfragen: Wird Rohmaterial mit 8 Bit verarbeitet, ist ein 10-Bit-Panel nicht zwangsläufig nötig. Trotzdem ist es auch nicht verkehrt, denn es ist in der Lage, ein größeres Farbspektrum als das 8-Bit-Pendant darzustellen. Liegt das eigene Rohmaterial dagegen in 10-Bit vor und will man in Richtung HDR-Nachbearbeitung gehen, führt genau genommen kein Weg an einem 10-Bit-Panel vorbei – zumindest nach dem HDR10-Standard.

Sprechen wir von der Farbtiefe, sind wir zwangsläufig beim darstellbaren Farbraum angelangt. Gehobenere Monitore sind in der Lage Farbräume wie Adobe RGB und sRGB genauer und meist mit 100 respektive 99 Prozent darzustellen. Auch die Option des Rec.709-Farbraumes mit besonders guter Genauigkeit ist kein Fehler, schließlich liegt das meiste Rohmaterial (bis auf HDR) noch immer in besagtem Farbraum vor. Kann der Monitor diesen also besonders genau anzeigen, profitiert der Filmer in der Postproduktion von einem authentischen Bild. Teurer, aber dafür auch besser als herkömmliche Arbeits- und Büromonitore sind hardwarekalibrierte Bildschirme etwa von Eizo oder NEC (Test hier). Diese werden von Werk ab auf eine authentische Farbreproduktion kalibriert und sind damit in der Lage, Farben stets korrekt anzuzeigen, ohne dass eine Nachkalibrierung nötig wird. Monitore, die den neuen Rec.2020-Farbraum unterstützen, gibt es noch nicht viele, drängen aber langsam auf den Markt. Als Beispiel kann man etwa den Dell UP2718Q anführen.

Wichtig ist auch, ob der Bildschirm ein mattes oder glänzendes Panel integriert hat. Früher wurde vermehrt auf ein mattes Panel gesetzt, damit abstrahlendes Licht von Deckenlampen oder Fenstern nicht reflektiert wird, denn auf Dauer belastet das die Augen. Einige Monitorhersteller verzichteten schließlich auf die entspiegelten Panels, da dadurch das Bild heller und Farben kräftiger wurden. Allerdings wird bei glänzenden Displays bereits die kleinste reflektierende Lichtquelle als störend wahrgenommen. Aus diesem Grund muss man den Einsatzort des Monitors besonders genau abwägen. Wird dieser eher im Dunkeln, also im Schnittraum, betrieben, kann das Display durchaus glänzend sein, sofern keine Lichtquelle störend einfällt. In beleuchteten Räumen, auch mit Tageslicht, sollte man aber in der Regel besser auf matte Monitore setzen.

In den letzten Jahren haben sich zudem Monitore mit geschwungenem Display, Curved- Monitore genannt, auf dem Markt etabliert. Diese Geräte beherbergen Panels mit einem mehr oder weniger großen Wölbungsradius, wodurch sich das Bild an den Seiten stärker zum Auge des Betrachters krümmt. Dadurch soll ein immersiveres Erleben von Multimedia-Inhalten gelingen – weniger ausschlaggebend für einen Arbeitsmonitor.

philips 276e8fjab web
Standard-Monitore wie der Philips 276E8FJAB mit erweitertem Farbraum (114 Prozent NTSC und 132 Prozent sRGB) bekommt man bereits ab 399 Euro. Allerdings liegt die Auflösung hier bei Quad-HD, sprich 2560 x 1440 Pixel und nicht nativem UHD.
 
 

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