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Mediaplayer-Test: 3 Medienzentralen von Fantec, LG und Sony

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Bedienung

Der Fantec startet flott und zeigt ein zweckdienliches Menü – die Oberflächen von LG und Sony sind im Vergleich deutlich schicker. Dafür reagiert das Fantec- Pendant schnell und bietet eine gute Übersicht. Lediglich in den Einstellungen kann sich der Unbedarfte zu Anfang verlieren. Störend ist, dass für einige Menüpunkte die Übersetzungen fehlen. Praktisch hingegen ist die umschaltbare Anzeige der Vorschaubildchen, so dass sich auch eine Listen-Ansicht mit Direkt-Vorschau einstellen lässt.

Der Sony nimmt sich beim ersten Hochfahren etwas Zeit und fragt diverse Einrichtungsschritte etwa für die Zeitzone ab. Eine Internetanbindung über WLAN oder Kabel wird dabei zwingend vorausgesetzt, sonst kommt man hier nicht weiter. Erfreulicherweise lässt sich das Einrichten des Google-Kontos überspringen, auch wenn eine der Hauptfunktionen die Google-TV-Unterstützung ist. Die Bedienoberfläche ist schlicht, aber schick und punktet mit Übersichtlichkeit. Lediglich in den Player-Einstellungen kann man sich anfangs verirren. Etwas Geduld ist beim Verändern der Videoauflösung gefragt – nach jeder Änderung verlangt das Gerät hier einen Neustart.

Auch der LG verlangt nach dem ersten Start einige Einrichtungsschritte, was aber nicht ganz so viel Zeit in Anspruch nimmt wie beim Sony-Player. Das Menü ist schick und aufgeräumt, könnte dem einen oder anderen Filmbegeisterten aber zu eigenwillig daherkommen.

Bei der Fernbedienung spart Fantec: Die Tasten sind beschriftet, aber teils zu klein und zu eng angeordnet, außerdem sind sie unbeleuchtet. Dazu kommt, dass der Infrarotgeber zu leicht und nicht besonders griffig in der Hand liegt.

Ein Pluspunkt ist dagegen die Fernsteuerung des Sony-Kandidaten: Mit Touchpad, Klickfunktion und kleiner, beleuchteter Tastatur auf der Rückseite gehen die Bedienung wie das Navigieren im Webbrowser leicht von der Hand. Das geht aber auf Kosten der Ergonomie – die Fernsteuerung greift sich nicht ganz so gut.

In diesem Punkt hat der Infrarotgeber von LG die Nase vorn, der am angenehmsten von allen Dreien in der Hand ruht. Innovativ, aber etwas gewöhnungsbedürftig, ist die Zeigefunktion der LG-Fernbedienung: Wie mit einem Laserpointer visiert man einzelne Clips und Menüpunkte an und aktiviert sie durch einen Klick. Die Knöpfe sind wie beim Sony nur teilweise beschriftet, was bei LG aber wegen der intuitiven Anordnung nicht wirklich nötig ist – da wiegt die fehlende Beleuchtung schon schwerer. Glücklicherweise vergessen LG und Sony trotzt aller Innovationsfreude das praktische Steuerkreuz nicht.

 


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Der Sony-Player gefällt mit seinem schicken Design, hat aber keine Festplatte und eine für Filmer unzureichend ausgestattete Anschlussleiste. Bei der Wiedergabekompatibilität zeigt der NSZ-GS 7 ein ordentliches Ergebnis.
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Der Signalgeber von LG liegt dank seiner ergonomischen Form am angenehmsten in der Hand – innovativ ist die Zeigefunktion. Sony integriert auf der Rückseite eine kleine Minitastatur plus berührungssensitiver Fläche an der Front. Die Fantec-Fernbedienung fällt aus dem Rahmen und bietet etwas zu kleine und zu dicht angeordnete Tasten.

Funktionen

Den Formattest meisterte der Fantec souverän. Er spielt nahezu alle wichtigen Videoformate, kommt nur mit Profiformaten und DV-Dateien nicht zurecht (damit haben aber auch die anderen beiden Probanden ein Problem). Dafür gibt der Player AVCHD-50i- und 50p-Videos flüssig und scharf wieder. Auch bei den Foto- und Musikformaten unterstützt der Fantec ein breites Spektrum. Eine AVCHD-Struktur vom USB-Stick, sogar in zwei verschiedenen Unterverzeichnissen, ist für ihn kein Problem. Er gibt die Struktur auf Wunsch direkt und ohne Zwischenpausen wieder. Ein klarer Pluspunkt für Filmer, die ihre AVCHD-Videos ohne zu schneiden abspielen möchten.

3D-Videos unterstützen Fantec wie LG, beim Flash-Container kommt es auf den verwendeten Codec an. Der Sony punktet mit einem ausgewogenen und bei HDMaterial scharfen Bild. Bei 50p-Video sind kleine Ruckler auszumachen. Erfreulicherweise kommt der Videospieler mit dem MKV-Format zurecht, patzt aber beim professionelleren MXF-Format von Canon und spielt DV- wie Flash-Dateien gar nicht erst ab. Eine AVCHD-Struktur vom USB-Stick erkennt der Sony-Player nicht, sondern gibt die Dateien nur einzeln aus dem Unterverzeichnis mit Zwischenpausen wieder. Zudem braucht der Aufbau der Vorschaubildchen deutlich zu lange. Bei den Audiowie Foto-Formaten unterstützt Sony die wichtigsten, das Gerät ist hier aber kein Formatkünstler.