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Im Test: CyberLink Screen Recorder 3 Deluxe

Der Screen Recorder von CyberLink macht genau das, was der Name sagt: Er zeichnet die AktivitÀten des Rechners auf und erlaubt so die Produktion von PrÀsentationen und Tutorials. Wir haben die neue Version 3 in der Deluxe-Variante getestet.

Den Bildschirm mit der Kamera aufnehmen – das war lange Jahre gĂ€ngige Praxis, wenn gezeigt werden sollte, wie man eine Software bedient. Doch warum soll man umstĂ€ndlich mit der Kamera hantieren und mit Reflexen auf dem Monitor kĂ€mpfen, wenn man doch ganz einfach mit einer Software alles, was auf dem Monitor geschieht aufzeichnen kann? Wer es schon einmal ausprobiert hat, wird als erstes dagegenhalten, dass Screenrecorder Leistungsfresser sind. Sie zwacken der Anwendung Prozessorleistung ab, die man ja eigentlich optimal prĂ€sentieren möchte. Angesichts dessen, dass besonders hĂ€ufig Spieler und Medienschaffende so ihre hochgezĂŒchteten Programme prĂ€sentieren, ist das alles andere als ideal. Spieler haben deshalb gerne Video-Capture- Hardware an den Monitorausgang gehĂ€ngt. CyberLink wirbt beim brandneuen Screen Recorder 3 jedoch mit seiner besonders geringen Beanspruchung des Systems und verspricht zudem eine unkomplizierte Aufzeichnung als MP4-Datei mit passender Bildwiederholfrequenz.

FUNKTIONEN

In den Einstellungen am Anfang liegt also schon der erste, sehr deutliche Unterschied zu dem, was bisher die gĂ€ngigen Screen- Recorder-Programme leisten: CyberLink erlaubt nicht nur die Aufzeichnung mit den ĂŒblichen NTSC-Bildfrequenzen von 30 und 60 Bildern, sondern bietet die Aufzeichnung mit 25 und 50 Bildern in der Sekunde.

CyberLink ScreenRecorder 3 Deluxe kt pal web

Mit CyberLinks Screen Recorder 3 darf man die Bildwiederholrate auf die hierzulande ĂŒblichen PALFrequenzen einstellen.




CyberLink ScreenRecorder 3 webcam web

Die Software kann die Webcam in das Screenrecording integrieren, wobei man die GrĂ¶ĂŸe der Einblendung und deren Farbabstimmung einstellen kann.

Das ist besonders dann von Vorteil, wenn man parallel mit einer Kamera den Moderator aufnimmt und beides spĂ€ter zusammenschneidet. So passen Kameradateien und Screenrecording von der Auflösung und Bildwiederholrate her schon zusammen. Derzeit beherrscht die Software allerdings nur Full-HD – selbst dann, wenn ein UHD-Monitor angeschlossen ist. Auch wenn man den Kommentar mit der Kamera aufzeichnet, sollte man den Ton ĂŒber das meist mickrige Computermikrofon mit aufzeichnen: So kann man spĂ€ter Dateien leichter zuordnen und automatisch mit Kameraaufzeichnungen synchronisieren lassen.

Wer das Video zudem parallel auf Festplatte abgelegt haben möchte, kann auch diese Option direkt im Screen Recorder 3 wĂ€hlen. Denn zur aufgerĂ€umten Screen-Recorder-OberflĂ€che lĂ€sst sich eine ĂŒbersichtliche Bibliothek zuschalten, die alle Aufzeichnungen listet. Mit einem Rechtsklick auf eines der Thumbnails gelangt man in die Bearbeitung, die allerdings nur eine Spur bietet. Dennoch orientiert sich die OberflĂ€che sehr eindeutig an CyberLinks Schnittprogramm PowerDirector. Die Bedienung ist einfach und gerade fĂŒr einfache Aufgaben, wie das KĂŒrzen von Aufzeichnungen, ideal. Dennoch kann man ÜbergĂ€nge zwischen Clips setzen und sowohl einen Titel als auch eine weitere Audiospur hinzufĂŒgen. Letzteres zielt jedoch auf Musikdateien. Einen getrennt aufgezeichneten Kommentar kann man so nur schwer synchronisieren. Allerdings bietet die Bibliothek auch eine Verbindung zum „großen” PowerDirector, sofern dieser schon auf dem Rechner installiert ist.

Sehr gut gefĂ€llt uns die Option, im Screen Recorder direkt die Anwendung auswĂ€hlen zu können, die man aufzeichnen will. Allerdings soll das Programm auch Mausklicks optisch mit einer Farbe signalisieren können, was in unserem Test noch nicht funktioniert hat. CyberLink betont jedoch auf Nachfrage, dass dies in internen Test funktionieren soll. Eine pfiffige Besonderheit des Screen Recorder 3 ist die Option, den Monitorinhalt direkt auf Facebook, twitch und YouTube streamen zu können. Dazu muss man die Anwendung bei den Social-Media-KanĂ€len autorisieren und kann dann direkt loslegen. Die URL fĂŒr das Live-Video holt sich der Screen Recorder direkt ab und zeigt diese auch an, so dass man sie kopieren und weiterreichen kann. Somit lĂ€sst sich ein Tutorial interaktiv machen und auf Kommentare der Zuschauer reagieren.

LEISTUNG

Wir haben fĂŒr die ÜberprĂŒfung der Prozessorlast des Screen Recorder 3 unsere Leistungstests von Schnittprogrammen laufen lassen. Dabei ermitteln wir, mit wie vielen Spuren wir noch eine flĂŒssige Wiedergabe mit den Schnittprogrammen sehen. Durchaus ĂŒberraschend kamen wir dabei auf keine abweichende Leistung, wenn wir den Screen Recorder 3 aufzeichnen ließen. Auch bei der Berechnung von Videodateien ergaben sich keine nennenswerten Abweichungen.

CyberLink ScreenRecorder 3 Deluxe kt web

 

Testergebnisse

Hersteller   CyberLink
Produkt   Screen Recorder 3 Deluxe
Preis   40 Euro
Internet   www.cyberlink.de
FAZIT    
   

Der Screen Recorder 3 bietet PAL-Bildwiederholfrequenzen – die haben wir bisher oft vermisst, denn sie machen die Nachbearbeitung erheblich schneller. Mit der Option, den Monitor gleich streamen zu können, bietet man zudem einen erheblichen Mehrwert.

   

+ Bildwiederholfrequenz frei wÀhlbar
+ einfache Bedienung
+ geringe Systemlast
- eingeschrÀnkte Bearbeitungsfunktionen

Urteil   sehr gut
Preis/Leistung   sehr gut