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Leser-Test: Parrots Bebop 2 in der Praxis - Marc Szeglat

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Lesertest Parrot Bebop 2 - Marc Szeglat

Marc Szeglat ist Vulkanfilmer hat auch schon Produktionen für „Welt der Wunder" und „Wunder der Erde" abgedreht. In erster Linie produziert er allerdings Rohmaterial für Vulkanausbrüche, welches er dann entsprechenden Sendern und Produktionsstätten zukommen lässt. Ferner war er Co-Autor bei Terra X: „Wilder Planet: Vulkane", was seinen professionellen Anspruch eindrucksvoll belegt. Sein Equipment besteht aus einer Panasonic GH4, einer Sony RX 100 IV sowie einer GoPro Hero4. Als Smartphone nutzte er sein LG 4 und setzt für den Videoschnitt auf Grass Valley Edius 7.

Im folgenden lesen Sie die persönlichen Testeindrücke von Herrn Szeglat:

Montage, Aufbau & erste Inbetriebnahme

Die Verpackung ist recht leicht und kompakt, wie die Drohne selbst. Trotzdem ist alles gut und sicher verstaut. Die Parrot Bebop 2 kommt im eleganten Weiß und wirkt hochwertig verarbeitet. Lediglich die obere Kunststoffabdeckung an der „Nase" dürfte für meinen Geschmack etwas robuster sein. Die Rotoren ließen sich schnell montieren. Sie sind farblich gekennzeichnet und dürfen nicht vertauscht werden. Ein wenig tricky: wenn man die Rotoren wieder demontiert ist natürlich die farbliche Markierung dahin. Je ein vorderer und ein hinterer Rotor haben aber eine runde Aussparung in der Mitte, deren Anordnung man sich merken muss.
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" Die Parrot Bebop 2 kommt im eleganten Weiß und wirkt hochwertig verarbeitet."
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"Die Rotoren ließen sich schnell montieren. Sie sind farblich gekennzeichnet und dürfen nicht vertauscht werden."
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"Die Inbetriebnahme der Drohne gelang relativ problemlos: Die App war schnell installiert, lediglich das Laden der Geokarten des Standortes dauerte eine Zeit."
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"Die Steuerung mit dem Smartphone klappte zunächst erstaunlich gut." (Bild: Martin Rietze)

Die Inbetriebnahme der Drohne gelang relativ problemlos: Die App war schnell installiert, lediglich das Laden der Geokarten des Standortes dauerte eine Zeit. Kurz irritiert war ich über den Umstand, dass man erst in das Flug- und Einstellungsmenü der App gelangt, wenn die Drohne per W-LAN verbunden ist. Diese muss also stets angeschaltet sein, was Energie kostet und letztendlich die reine Flugzeit reduziert. Das Einrichten ging schließlich ebenfalls ziemlich flott, allerdings muss man „Smartphone-konform" sein. Will heißen: wer bisher noch kein Smartphones genutzt hat, wird Anfang etwas Eingewöhnungszeit brauchen. Der erste Start funktioniert automatisch auf Knopfdruck. Die Drohne hebt ab, schwebt in circa einem Meter Höhe auf der Stelle und wartet auf Befehle. Das Landen gelingt ebenfalls wieder auf Knopfdruck.

Bedienung

Die Steuerung mit dem Smartphone klappte zunächst erstaunlich gut. Die Richtungssteuerung erfolgt im Modus „normal" über Bewegungssensoren im Smartphone: Die Drohne fliegt in die Richtung, in die man das Smartphone neigt. Die Höhensteuerung und Rotation wird durch Zieh-Bewegungen mit dem Daumen auf dem Touchdisplay realisiert. In der Praxis braucht das etwas Übung und ich hatte den Eindruck, dass es nicht immer gleich empfindlich reagiert. Zum Teil auch, da meine Finger nicht immer gleich über das Display glitten, wenn sie z.B. schwitzig oder „stumpf" waren.

Überwiegend nutzte ich die den normalen Steuerungsmodus, musste aber auch den „Joypad-Modus" benutzen, als sich bei Dreharbeiten auf Hawaii Steuerungsprobleme einschlichen: trotz Kalibrierung zischte die Drohne beim Start öfters seitwärts weg – warum, das ist mir bis heute ein Rätsel. Vielleicht ist ihr der tagelange Transport im Rucksack nicht gut bekommen. Einmal zischte sie über eine Klippe hinweg und reagierte auch im „Joypad-Modus" nicht mehr auf meine Steuerungsbefehle. Ich sah sie in Gedanken schon an die Klippe prallen und im Meer versinken. Zum Glück funktionierte die „Return Home"-Funktion, mit welchem die Drohne automatisch zu mir zurückkehrte.