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Leser-Test: Das Rollei Filterhaltersystem in der Praxis

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Die Einsatzmöglichkeit beim Soft GND 8 Filter scheinen mir unbegrenzt. Hier werde ich den GND 16 und GND 32 auf jeden Fall noch testen, da mir der gewünschte Effekt beim GND 8 etwas zu gering war. Der Übergang zwischen den transparenten und den neutralen Graubereichen bei dem GND Hard ist nicht zu eng begrenzt, sondern sehr gut abgestimmt. Dadurch ist ein harmonischer Übergang möglich, auch wenn es keine geradlinige Trennung zwischen hellen und dunkleren Bereichen gibt. Leider hat sich bei meinem Dreh in Norwegen die Sonne so gut wie nie gezeigt. Somit fehlt mir das, für diesen den Reverse GND 8 Filter so typische Bild von einem Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Das werde ich aber sicherlich bei nächster Gelegenheit noch nachholen. Der im Haltersystem mitgelieferte Polarisationsfilter ist ein guter Kompromiss. Physikalisch betrachtet, müsste ein Polfilter zwar dicker sein, aber diese Symbiose von Halter und Filter hat trotzdem viele Vorteile. Man hat ihn immer dabei und der gewünschte Effekt lässt sich durch Drehen an den beiden Rädchen leicht einstellen.

Einen integrierten elektronischen ND-Filter, der die Kamera von 1/4 ND bis 1/128 ND linear steuert sehe ich derzeit als das non plus Ultra an. Das Ganze wird bei der Alpha 7S und 6300, die ich für diesen Test verwendete, durch den fehlenden internen Filter etwas komplizierter. Deshalb verwende ich grundsätzlich einen variablen ND-Filter um Licht zu reduzieren und eine optimale Freistellung zu erreichen. Selbst wenn ein variabler ND-Filter dazwischen gesetzt wird, funktionierte das Rollei-Filtersystem ohne Randabschattung.

Die Grauverlaufsfilter sind bei allen meiner Kameras und Objektiven bis 77 mm Filtergewinde einsetzbar. Auch am Sony SEL 10-18mm Weitwinkel-Zoom funktioniert das Set sehr gut. Besonders gut anwendbar sehe ich den Soft GND, wenn keine klaren Grenzen zwischen hellem Himmel und dunklen Bereichen der Erde/Stadt/Bäumen, erkennbar sind.

Bei einer deutlichen Grenze zwischen hellen und dunkleren Bereichen kommt der Hard GND zum Einsatz. Der Reverse GND wird zukünftig bei meinen Sonnenuntergängen nicht fehlen. Die Rollei-Filter werden mein gesamtes derzeitiges Kunststoff-Filter-Sortiment ersetzen. Bei meinen Aufnahmen zu dieser Testreihe habe ich auf eine Nachbearbeitung im Schnittprogramm verzichtet (Testvideo siehe rechts unten).

Hoh rollei_kamera_bsp3
"Bei einer deutlichen Grenze zwischen hellen und dunkleren Bereichen kommt der Hard GND zum Einsatz."
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"Die Einsatzmöglichkeit beim Soft GND 8 Filter scheinen mir unbegrenzt. Hier werde ich den GND 16 und GND 32 auf jeden Fall noch testen, da mir der gewünschte Effekt beim GND 8 etwas zu gering war."
werner hoh_portrait
Werner Hoh hatte das Rollei System mit in Norwegen dabei und konnte hier einige sehr schöne Aufnahmen erstellen.

Persönliches Fazit - Werner Hoh

Mit dem Filterhalter-System ist Rollei ein guter Wurf gelungen. Was bei professionellen Fotografen und Filmemachern schon lange zur Standardausrüstung gehört, ist nun auch für den engagierten Amateur-Videofilmer zu haben. Einfache Handhabung und schneller Erfolg sind garantiert. Durch die sehr natürliche Farbgebung sind die Aufnahmen auch ohne Nachbearbeitung schon sehr gut. Die Vorteile durch die Symbiose des mitgelieferten Polarisationsfilters und Halter liegen auf der Hand. Noch nie war die Verwendung eines Polfilters in Verbindung mit Grauverlaufsfilter so einfach. Lediglich die Verbindung von Basisring/CLP-Filter und Basisring/Objektiv-Adapter ist etwas schwer zu trennen, wenn diese einmal zu fest angezogen wurde. Trotzdem: Mich interessiert, was mit 4K in Apple Pro Res HQ mit 10 Bit Farbtiefe und S-log2 in der Nachbearbeitung noch rauszuholen ist. Wir bestimmt sehr spannend!

Plus/Minus:
+ Sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis

+ Sehr gut harmonierendes Gesamtsystem

+ Keine optische Verzerrung und Reflexionen

+ Natürliche Farbgebung ohne Farbverschiebung

+ ohne Vignettierung bei Weitwinkel

+ Stabile Transportverpackung

- Trennung mit CLP-Filter und Adapterring

Das Testvideo von Werner Hoh:

 

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