Im Lesertest: CyberLink PowerDirector 17 Ultra - Videoschnitt für Einsteiger und Forgeschrittene

VIDEOAKTIV-Leser Christoph Claus Kühlewein ist der dritte Lesertester, der von uns eine Programmversion des PowerDirector 17 Ultra erhalten und diese ausführlich getestet hat. Im neu veröffentlichten Beitrag präsentiert er seine Testergebnisse und den von ihm mit der Software erstellten Film.

Claus Kühlewein ist engagierter Hobby-Filmer und erstellt vor allem Reise- und Städtefilme, darunter Themen wie Sizilien, Skandinavien, Wandern in den Dolomiten, Hamburg, Paris – oder auch Filmideen nach dem Buch des Meisterkochs Vincent Klink „Ein Bauch spaziert durch Paris“. Seine Filme bearbeitete er bislang mit Pinnacle Studio 21 Ultimate und hat sich für den VIDEOAKTIV-Lesertest jetzt auch den CyberLink PowerDirector 17 Ultra ganz genau angeschaut.

Testeindrücke
Die Programminstallation erfolgte zügig und problemlos. Die Optik der Programmoberfläche mit Medienbrowser, Vorschaufenster und die Timeline präsentiert sich in einem elegant dunklen Look. Insgesamt lassen sich bis zu 100 Videospuren bearbeiten. Etwas störend finde ich, dass die Funktionselemente „Ausgewählten Clip teilen“ und „Clip schneiden“ (Schere) nicht zentral bei den Funktionen „Foto“, „Vorschauqualität“, etc. angeordnet sind. In der Navigationsleiste haben mir einige Elemente gefehlt, wodurch sich unnötige Klicks vermeiden ließen.

PD17 kühlewein 2

Der PowerDirector 17 Ultra erlaubt den Import kompletter Medienordner - mit Auswahl der Unterordner - eine sehr elegante Lösung.

Der Import von Mediendateien gelingt sehr einfach: Mein Rohmaterial stammt von einer Canon Legria GX 10 in Full-HD mit 50p und einer Datenrate von ca. 36 MBit/s. Der PowerDirector bietet dabei eine elegante Lösung an, mit der man einzelne oder mehrere markierte Dateien oder auch einen kompletten Medienordner – wahlweise mit Unterordnern –importieren kann. Von Vorteil ist auch, dass der PowerDirector keine versehentlichen „Doppel-Imports“ gleicher Dateien zulässt. Das Positionieren der Clips auf der Timeline gelingt per Drag and Drop problemlos. Auch beim Einfügen und Entfernen von Clips erhält man in einem sich aufklappenden Pop-up-Fenster exakte Auswahlmöglichkeiten für das „Überschreiben“, „Einfügen“ oder „Einsetzen“ eines Clips.

Lesertestvideo zum CyberLink PowerDirector 17 Ultra von Claus Kühlewein

PD17 kühlewein 1

Alle Schnitte konnte ich zügig durchführen - das Einfügen, Überschreiben und Ersetzen von Clips gelingt ohne größere Aussetzer.

Beim Videoschnitt arbeite ich grundsätzlich mit dem Originalmaterial, das auf einer schnellen, internen Festplatte gesichert ist. Mit der Leistungsfähigkeit war ich auf meinem System (Intel Core i7-3770K, 16 GB DDR3-RAM, Nvidia GTX 660 Ti 2GB) zufrieden. Alle Schnitte konnte ich zügig durchführen. Auch das Einfügen, Überschreiben und Ersetzen von Clips gelingt ohne größere Aussetzer. Allerdings sind gewisse Zeitverzögerungen bei einem umfangreichen Projekt feststellbar. Effekte platziert man einfach auf seinen Clips und darf etwa bei Partikel-Effekten wie einer Regenwolke oder Blitzen auch die Dimensionen anpassen. Prima finde ich die Wahlmöglichkeit bei Sprachaufzeichnungen die restlichen Spuren sperren zu können.

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Die Aufteilung der verschiedenen Werkzeuge in Bezeichnungen wie Titelraum, Effektraum oder Audiomischraum empfand ich zu anfangs etwas verwirrend.

Etwas unlogisch empfand ich indes die Anordnung der Audiosymbole für "Audiomischraum“ und „Sprachaufnahmeraum“ in der „Raum“-Symbolleiste. Vorschlag: alle Audiofunktionssymbole in einem Funktionsblock zusammenfassen. Der Schritt zur fertig gebrannten Scheibe war für mich zunächst etwas verwirrend, da mir unklar war, ob ich Menüvorlagen zwingend verwenden muss. Ich hatte erwartet, dass beim Start der Disk das erste Bild meines Projektes formatfüllend auf dem TV-Schirm erscheint. Vielleicht gibt es diese Option, gefunden habe ich sie aber leider nicht.
Persönliche Meinung
Der Cyberlink PowerDirector präsentiert sich mit einer übersichtlichen, ansprechend aussehenden Programmoberfläche. Wer von einem anderen Schnittprogramm auf die CyberLink-Software umsteigen möchte, dürfte der Wechsel relativ leicht fallen, da Bedienlogik und Programmaufbau im Wesentlichen der Konkurrenz im Amateur-Segment gleicht. Allerdings empfand ich die diversen Begriffe wie „Titelraum“ oder „Sprachaufnahmeraum“ anfangs für gewöhnungsbedürftig. Schafft es CyberLink für folgenden Versionen zusammengehörende Funktionen logischer miteinander zu verknüpfen und etwas strukturierter auf der Arbeitsfläche anzuordnen, wäre die Schnittsoftware für mich unschlagbar gut.





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