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Workshop: Sprache in Text transkribieren mit Adobe Premiere Pro

Adobe hat mit der Version 15.4 ein neues, praktisches Feature eingeführt, das wir in unserer täglichen Arbeit inzwischen viel einsetzen. Man kann sich eine Audiospur in Text transkribieren lassen und hat so nicht nur bei Übersetzungen leichter.

Den ersten Kontakt mit diesem Feature hatten wir, als wir von einem Darsteller ein bestimmtes gesprochenes Wort gesucht haben. Anstatt sich mühselig die verschiedenen Clips anhören zu müssen, konnten wir uns nun die Audiospur transkribieren lassen und anschließend über die Textsuche zum gewünschten Wort springen. Die Transkribieren-Funktion findet man in Premiere in dem Arbeitsbereich „Untertitel“, in dem Fenster „Text“. Hat man seine gewünschte Sequenz geöffnet, kann man schon das Feld „Sequenz transkribieren“ drücken. Jetzt öffnet Premiere noch ein weiteres Fenster, in dem man noch verschiedene Einstellungen vornehmen kann. Welche das sind und was man damit erreicht zeigen wir im Video. Weitere Beschreibungen gibt es im Text unter dem Video.

Wir haben die neue Premiere Pro Funktion in mehreren Projekten und bei ganz unterschiedlichen Anwendungsszenarien eingesetzt und erklären hier wie es funktioniert und welche Vorteile wir daraus gezogen haben.

Im Einstellfenster für das Transkribieren kann man auswählen, ob die Audioanalyse von dem Mix oder einer bestimmten Audiospur ausgenommen werden soll. Außerdem erlaubt Adobe hier die Auswahl der gesprochenen Sprache. In unserem Fall Deutsch. Je nach dem kann man die ganze Sequenz transkribieren lassen oder nur den Bereich von In- zu Out-Punkt. Jetzt wird im Hintergrund die Audiodatei auf die Adobe-Server hochgeladen und dort transkribiert. Nach der Analyse kommtz ein Text zurück, der nun im eigenen Text-Fenster angezeigt wird und über die Suchzeile nach einem bestimmten Wort durchsuchbar ist. Klickt man auf ein bestimmtes Wort, springt die Zeitnadel an die entsprechende Stelle in der Sequenz was extrem praktisch ist.

Adobe Premiere Transkript2

Das ist der Einstieg in die neue Funktion, die nicht nur bei Übersetzungen hilft sondern eine Navigation in der Timeline zulässt.

Das Transkript bildet jetzt eine Grundlage für weitere Möglichkeiten. Praktisch ist es, dieses als Grundlage für einen Untertitel zu nutzen. Man muss nur kleine Fehlinterpretationen ausbessern und kann dann direkt aus dem Transkript einen Untertitel erstellen. Das Gleiche gilt auch für eine Übersetzung. Einfach das Transkript übersetzen und dann aus der Übersetzung einen Untertitel erstellen. Weiterhin kann man es auch zu der Suche von Füllwörtern verwenden. Man analysiert eine Tonspur und sucht dann über die Textsuche nach Wörtern, wie „Ja“ oder „Genau“. „Äh“ wird von der Audioanalyse leider nicht erkannt. Über die Textsuche kann man nun zu den gesuchten Wörtern springen und diese einfach rausschneiden. Die Schnitte können dann mit Schnittbildern oder einem Umschnitt auf die zweite Kamera kaschiert werden.

va521 news

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Autor: Joachim Sauer / Bilder: MEDIENBUREAU

Artikel begleitend zur VIDEOAKTIV 6/2021:

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