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Vorstellung: Adobe Production Studio

Die Vorstellung zur Creative Suite Production Studio von Adobe.

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Zweigleisig: Premiere Pro CS3 gibt es für Windows und Mac, soll jedoch möglichst immer in der Creative Suite Production Premium verkauf werden.




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OnLocation: Das neue Capture-Modul sieht aus wie ein richtiger Monitor und zeigt gleichzeitig Vectorscope und Waveform an.
 




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Flash für alle: Das Ausgabe-Tool listet die verschiedenen Mobiltelefone einzeln auf und erlaubt so die Optimierung auf einzelne Modelle.





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Adobe Bridge: Die Brückenfunktion der verschiedenen Medien soll durch die Bridge verbessert werden. Die Bridge kann nicht nur Bild, Ton und Video-Dateien anzeigen sondern organisiert auch die Premiere Projekte.

























































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Eine von sechs: Adobe schnürt gleich 6 verschiedene Creative Suites. Für Videoproduzenten gibt es nur die Production Suite oder aber die Vollversion mit allen Programmen - die Master Collection 

Schon Anfang Januar hat Adobe ein neues Production Studio angekündigt – doch genau genommen stellt sich Adobe im Kreativ-Bereich ganz neu auf: Gleich sechs verschiedene Creative Suites wird es geben, an deren Spitze die Master Collection steht. Sie umfasst gleich 20 Programme beziehungsweise Tools die damit auch alle gleichzeitig überarbeitet wurden. Deshalb spricht Adobe von „der größten Produktvorstellung der Firmengeschichte“. Konsequenter Weise sind alle Creative Suites für Mac und PC verfügbar – wenn auch auf dem Mac vorerst mit kleinen Einschränkungen.
 

Neben dem bereits angekündigten Photoshop CS3 gibt es also auch ein neues Premiere Pro das ebenfalls die Endung CS 3 angehängt bekommt. Nach Möglichkeit will man das Schnittprogramm aber gar nicht mehr einzeln verkaufen und packt deshalb neben Premiere Pro in die Creative Suite mit dem Namen Production Premium ein eigenständiges Capturetool: OnLocation.

Die Oberfläche von OnLocation sieht ganz Adobe untypisch aus, denn sie orientiert sich stark an der Praxis: Das Vorschaufenster hat die Optik eines echten Monitors und bietet Regler für Helligkeit, Farbe und Kontrast. Der Overscanbereich sowie Zebra lässt sich zu und abschalten. Ein Split erlaubt den Bildvergleich zwischen einem bereits aufgezeichneten Clip und der Live-Quelle. Links neben dem Monitor gibt es Vectorscope und Waveform-Messtechnik. Die darunter liegenden Schaltflächen für die Aufnahme erinnern an die Schalter der analogen Bandmaschinen und lassen so wenig Platz für Missverständnisse in der Bedienlogik.
Im unteren Bereich der OnLocation-Oberfläche versammelt Adobe die auf Festplatte aufgezeichneten Clips und zeigt zu diesen die Metainfos sowie die Audiowaveform. Damit entledigt sich Adobe der bisherigen Kritik am Premiere Pro Capturemodul. OnLocation läuft allerdings ausschließlich in Windowsumgebung.

Auch das komplett neue Ultra CS3 wird es vorerst nicht für den Mac geben. Bei Ultra handelt es sich um ein virtuelles Studio das die ganz einfache und schnelle Einbindung eines Moderators erlauben soll. Ultra stanzt die in einer Bluebox aufgezeichnete Person aus und positioniert sie automatisch an einer dafür vorgesehenen Position im virtuellen Studio. Auf der Produktvorstellung in München klappte dies mit erstaunlich gutem Key-Ergebniss bei dem auch Haare wenig bis gar nicht ausfransten. Adobe hat in den vorgegebenen Masken der verschiedenen virtuellen Welten übrigens auch Freiraum für die individuelle Gestaltung eingebaut: Mehrere Monitore können via Drag & Drop mit eigenen Videoquellen gespeist werden.

In der Production Suite ist auch Photoshop CS3 in der großen Extended-Version enthalten, denn diese hat nun ebenfalls eine Timeline für Videosequenzen. Der Hintergrund für das neue Feature: Adobe propagiert die besseren Filter von Photoshop und hält Photoshop deshalb für Bildkorrekturen und Retuschen für geeigneter als After Effects. Dank Vanishing Point kann Photoshop in Zukunft aus einem Foto ein 3D Objekt extrahieren, das sich dann mit AfterEffects animieren lässt. Zudem verspricht Adobe dank des ICC Profils einen Farbabgleich zwischen Photoshop und Premiere.

Ganz neu im Compositingprogramm AfterEffects CS3 ist die Unterstützung von Vectorgrafiken. Das Modul nennt sich Shape Layers. After Effects CS3 bringt Voreinstellungen für Vectorgrafiken von Ellipsen, Polygonen, Sternen und Rechtecken mit. Alle Parameter der Vectorgrafiken können frei animiert werden. So sind künftig mit wenigen Kniffen animierte Hintergründe erstellt.
Weiteres Highlight ist ein Puppet tool (Puppenwerkzeug) das für die Animation einer einzelnen Grafik sorgt. So kann man beispielsweise ein Foto einer Puppe einlesen und Markierungspunkte an Beinen, Armen, Schulter und Kopf positionieren. Im Livebetrieb kann der Animateur nun die Marker zur Musik bewegen und so die Puppe tanzen lassen. Sehr schön dabei: "Verbiegt" man einen Arm über den Körper kann man entscheiden ob der Arm hinter dem Körper verschwinden oder vor dem Körper sichtbar bleiben soll.
Eher verspielt wirkt dagegen das Brainstorm-Tool, das bei der Generierung von Animationen helfen soll. Anhand einer Vorauswahl mit neun Vorschlägen definiert man grob den Stil der gewünschten Animation. Anschließend zeigt Brainstorm erneut neun Bilder mit Animationvariationen um dann erneut neun Vorschläge zu unterbreiten. So kann sich der Cutter spielerisch immer weiter vorarbeiten bis seine Wunschanimation perfekt ist.

Bei Premiere Pro CS3 verspricht Adobe eine verbesserte Zeitlupe die sich nun direkt in der Timeline steuern lässt. Clip Notes hat Adobe bereits zur letzten Version eigeführt, doch nun kann man den in ein PDF exportierten Film auch mit dem Acrobar Reader öffnen und Kommentare einfügen. Diese kann der Cutter anschließend als Marker auf die Timeline einladen und dann die gewünschten Änderungen durchführen.
Auf die Premiere Oberfläche kann der Cutter nun gleichzeitig mehrere Fenster einer Art öffenen, beispielsweise mehrere Bibliotheken. Damit soll die Verwaltung von Medien leichter werden. Zudem hat Adobe die Suchfunktion in der Bibliothek erheblich beschleunigt. Auf Nachfrage bestätigt Adobe in der Pressekonferenz, dass Premiere Pro CS3 neben DV, HDV und DVCAM auch AVCHD unterstützen soll. Für Panasonics DVCPRO-Format verweist man immer noch auf Tools von MainConcept und Cineform. Gut dagegen: Die Schnittstelle zu Videohardware hat sich anscheinend nicht geändert. Deshalb sollen sich die Karten von AJA, Blackmagic, Canopus und Decklink weiterhin direkt einbinden lassen.

Letztendlich abgespeckt hat Adobe den Tonteil: Statt Audition, das in Zukunft als Einzelprodukt verkauft werden soll, gibt es im Production Studio in Zukunft Soundbooth. Die Oberfläche des Audioprogramms ist deutlich dichter an Premiere angelehnt, doch es bietet bei weitem nicht die Funktionalität von Audition. Dafür hat es aber einen "eingebauten Komponisten" der mit wenigen Vorgaben die übliche Klangkulisse schafft. Recht nett: Ein Schieberegler sorgt während der Livewiedergabe für mehr oder weniger Intensität in der Musik. Auch die Tonrestaurierung ist abgespeckt. Für die Mehrzahl der Cutter dürfte der Funktionsumfang des leichter bedienbaren Soundbooth jedoch ausreichen.

Encore CS3 hat den Zusatz DVD verloren, denn es soll künftig auch Blu-ray-Authoring beherrschen. Zudem führt Adobe es als Bestandteil von Premiere Pro CS3 auf. Am Bedienkonzept hat sich nichts geändert aber Encore kann nun nicht nur eine Scheibe ausgeben sondern aus der erzeugten Navigationsstruktur auch eine Flash-Datei erzeugen. Sehr schön, denn das bedeutet: Einmal generieren und das gleiche Ergebnis für verschiedene Medien aufbereiten. Bedauerlich allerdings, dass Flash nun zwar die Ebenen aus Photoshop und Illustrator direkt importieren kann, aber nicht die mit Encore erstellte Flash-Animation. Eine Weiterbearbeitung dieser Vorlage klappt also nicht. Aber irgend etwas muss sich ja Adobe für die CS4-Versionen aufheben.

Die Creative Suite Production Premium CS3 soll 2200 Euro kosten und wie bereits angekündigt ab Sommer verfügbar sein. Ein Upgrade von der Production Suite 2 ist mit 1000 Euro noch recht teuer.
Premiere Pro CS3 mit Encore und OnLocation liegt bei 850 Euro. AfterEffects liegt bei 1300 Euro und die einzelne Lizenz für Sounbooth bei 250 Euro.

(jos) 

Und hier gibt es noch eine Übersicht über die Bestückung der sechs verschiedenen Adobe Creativ Suites:

 


Design Premium Design Standard Web Premium Web Standard Production Premium Master Collection
Photoshop CS3 Extended X
X
X X
Photoshop CS3
X



Illustrator CS3 X X X
X X
InDesign CS3 X X


X
Acrobat 8 Professional X X X

X
Flash CS3 Professional X
X
X X
Dreamweaver CS3 X
X X
X
Contribute CS3

X X
X
Fireworks CS3

X X
X
AfterEffects CS3 Professional


X X X
Premiere Pro CS3



X X
Soundbooth CS3



X X
Encore CS3



X X
OnLocation



X X
Ultra CS3



X X
Tools






Bridge CS3 X X X X X X
Version Cue CS3 X X X X
X
Device Central CS3 X X X X X X
Dynamic Link



X X
Stock Photos X X X X X X
Acrobat Connect X X X X X X

(jos)
 
Infos zum Hersteller: Adobe