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Test: Roland VR-5 - Live-Videomischer mit Web-Option

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Roland integriert in seinen neuen Videomischer einen digitalen Player nebst Recorder undbietet eine Schnittstelle fürs direkte Videostreaming ins Internet. Das Internet ist das derzeit schnellste und flexibelste Medium, will man eine große Zielgruppe erreichen. Dabei rückt dank der hohen Verbreitung schneller Internet-Anbindungen das Livevideo-Streaming immer mehr in den Mittelpunkt – Videos im Internet sind für viele sogar schon eine Selbstverständlichkeit.
 

Entsprechend attraktiv ist es, bei Events das Bühnengeschehen nicht nur vor Ort auf die Leinwand zu bringen, sondern via Internet einem weit größeren Publikum zugänglich zu machen. Der Videomischer
VR-5 von Roland setzt beide Vorhaben um: Neben den üblichen Kameraeingängen bietet er einen USB-Ausgang, der via Computer als Webcam erkannt wird. Damit steht eine direkte Schnittstelle fürs Livestreaming bereit. Und weil er vor allem aufs Internet schielt, verzichtet der VR-5 auf HD-Eingänge und konzentriert sich ganz auf SD-Videos. Die drei Kanaleingänge stehen für FBAS- oder S-Video-Signale bereit, der vierte Kanal für den eingebauten Player. Er spielt Videomaterial von USB-Medien oder dem eingebauten SD-Kartenlaufwerk und ist damit der ideale Zuspieler für vorbereitete Passagen im MPEG-4-Codec. Bilder kann der Mischmeister ebenfalls direkt aufrufen, solange sie im JPEG- oder BMP-Format vorliegen.

Damit vom Live-Event nicht nur Bildmaterial ins Internet wandert, setzt der Videomixer auf einen integrierten Audiobereich. Für die drei Kamerakanäle nimmt der Tonmischer die Signale via Cinch entgegen. Zwei eigene Mikrofoneingänge mit Klinkenbuchse (Line) oder XLR-Schnittstellen inklusive Phantomspeisung (48 Volt) genügen selbst professionellen Ansprüchen.

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Im Überblick: 1. Menüaufruf und -steuerung, 2. Touchscreen-Monitore für Vorschau und Menüsteuerung, 3. USB-Buchse für Webcam-Ausgang sowie Player-Eingang, 4. Audio-/Videomischeinheit, 5. Effektsektion, 6. Key-Einstellungen, 7. Player-/Recorder-Steuerung.
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Klar verständlich: Der Mischer ist nicht zuletzt fürs Vermietgeschäft gedacht und deshalb nicht nur von der Bedienung her einfach. Auch für die Installation bietet er eine eindeutig beschriftete Rückseite.

Die Schieberegler laufen, wie vom Audio-Primus Roland nicht anders zu erwarten, weich und angenehm, auf die bei großen Mischern üblichen Drehregler beispielsweise für Höhen, Bässe und Balance muss der Nutzer aber verzichten. Dafür offeriert das Audio-Setup die Anpassung via Hoch- und Tiefpass sowie eine Rauschunterdrückung. Clever: die Audio Follow-Funktion, über die der Mischer parallel mit den Videokanälen auch die Audiomischung übernimmt.

Zwei geschickt schräg gestellte Monitore am oberen Geräterand unterstützen dieses Unterfangen. Der linke dient nicht nur zur Gerätekonfiguration in einem sehr logisch aufgebauten Menü, er liefert auch eine Vierfach-Ansicht und damit eine Vorschau auf alle Video-Kanäle. Der linke Monitor ist dann für das Master-, sprich das Ausgangssignal zuständig, das aufgezeichnet, projiziert oder gesendet wird.

Schade, dass beide Monitore etwas klein ausfallen – so muss der Event-Regisseur bei der Vierfach-Ansicht schon sehr genau hinschauen, will er was erkennen. Auch wenn er via Touchscreen das Menü bedienen möchte, sollte er die kleinen Tasten exakt anpeilen und mit dem Finger punktgenau treffen. Doch mit etwas Übung klappt das dann ganz gut. Zudem hat Roland die wichtigsten während eines Live-Einsatzes notwendigen Funktionen ohnehin auf eigene Tasten gelegt. Somit finden sich auch Ungeübte relativ flott auf dem Livemischer zurecht, denn die Knöpfe und Regler sind genau beschrieben. Eine Stunde „Herumspielen" sollte findigen Einsteigern reichen, um das Bedienungskonzept zu verstehen, zumal das reichlich bebilderte Handbuch alles gut beschreibt – wenn auch nur in Englisch.

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