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Scheibchenweise: Technik zur HD-DVD und Blu-ray

Unbenanntes Dokument Blu-ray und HD-DVD ringen jetzt bereits seit Jahren um die Nachfolge der DVD. Der Machtkampf scheint sich fast gleich zu entwickeln wie einst bei der DVD mit den +R und -R-Lager. Doch die technischen Unterschiede sind dismal größer. Wo die Unterschiede und Vorteile liegen erklärt dieser kurze Bericht.
 

Doch eine im Vergleich zum normalen Fernsehen vier mal höhere Auflösung heißt selbst bei einer effizienteren und stärkeren Komprimierung deutlich mehr Daten. Und damit passen keine abendfüllenden Filme auf die DVD. So zumindest die Argumentation. Denn genau genommen passen auf eine gepresste DVD in zwei Schichten immerhin 8,5 GB und damit ließe sich schon wieder etwas anfangen, solange man auf viel Bonusmaterial verzichtet. Doch so läuft das Geschäft nun mal nicht. Entsprechend versucht die Unterhaltungselektronik-Industrie den Nachfolger zu positionieren. Das eine Konsortium aus elf namhaften UE-Marken, unter anderen Panasonic, Pioneer, Philips, Thomson und Sony, propagiert Blu-ray. Toshiba und NEC versuchen es mit der HD-DVD. Die technischen Unterschiede sind, anders als beim unsäglichen und gerade mal fünf Jahre alten Streit um das richtige DVD-Aufzeichnungsmedium, deutlich größer.


Während die DVD+R und DVD-R lediglich in der Brennstrategie Unterschiede kennen, sind die Medien von Blu-ray und HD-DVD unterschiedlich im Aufbau. Letztere richtet sich nicht nur im Namen stärker an der DVD aus – die Speicherschicht befindet sich auf der gleichen Ebene wie beim alten Format. Die Blu-ray schneidet diesen Zopf ab und verfrachtet die Speicherebene weiter nach oben, gerade mal 0,1 mm unter die Deckschicht. Der Vorteil: Der Laser kann exakter fokussieren, die Speicherdichte damit steigen. Entsprechend fasst die Blu-ray bis zu 25 GB auf eine Speicherebene, die HD-DVD erreicht nur 15 GB. Doch dafür kann sie mit einem Preisvorteil in der Produktion aufwarten, denn alle in den letzten Jahren gefertigten DVD-Produktionsanlagen können auch HD-DVD Scheiben herstellen. Somit sinkt der Investitionsaufwand für die Kopierwerke, was die Scheiben günstiger macht


Beide Medien sind bis heute noch nicht in der Endausbaustufe verwirklicht. Bei der HD-DVD lassen sich auf zwei Ebenen derzeit 320 GB unterbringen. Wiederbeschreibbare Scheiben speichern dagegen derzeit nur 20 GB, auf Dauer sollen es aber 32 GB sein. Bei der Blu-ray gibt es Medien die auf zwei Schichten 50 GB speichern, doch am Ende sollen in 8 Lagen bis zu 200 GB Daten aufbewahrt werden. 


CD

DVD

HD-DVD

Blu-ray

Laser Wellenlänge

780nm

650nm

405nm

405nm

Laserpunktgröße

0.45NA

0.6NA

0.65NA

0.85NA

Lage des Aufnahmelayers

1.1mm

0.6mm

0.6mm

0.1mm

Kapazität (1 Layer/Speicherschicht)

0.70GB

4.7GB

15GB

25GB

maximale Kapazität

ca. 800 MB

8,5 GB

30 GB (ROM) / RE: 20 GB (künftig 32 GB)

50 GB (geplant 200 GB)

Daten Transfer Rate

1.4Mbps

11.08Mbps

36Mbps

36Mbps

(jos)
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Einzelstück: Noch gibt es HD-DVD-Brenner nur in wenigen Toshiba-Notebooks der Qosmio-Baureihe.

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Spitzenmodell: Der Sony BDP-S500 soll im Heimkino überzeugen, konkurriert aber gleichzeitig mit der Sony Playstation3 die mit 400 Euro der derzeit günstigste Blu-ray-Player ist.

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Verwandschaft: Die DVD und HD-DVD liegen nicht nur beim dicht beieinander. Auch die Speicherschicht liegt auf der gleichen Ebene. Die Blu-ray verlagert die Speicherschicht dagegen nur 0,1 mm unter die Oberfläche.
Quelle: www.hddvdprg.com

 



 

 

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