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Prodad ReSpeedr: Zeitlupen und Zeitraffer-Test

Prodad folgt gerade ganz dem Action-Cam-Trend und veröffentlicht mit dem brandneuen ReSpeedr das dritte Software-Werkzeug für die Videobearbeitung. Der Name verrät es bereits: Mit diesem Programm lassen sich nachträglich Zeitlupeaufnahmen oder eben Zeitraffer erstellen. Wie gut das klappt, klärt unser Test.
 

Dabei ist klar: Je mehr Bilder die Kamera liefert, desto besser wird eine Zeitlupe. Wer bereits mit der Kamera einen Clip mit 120 Bilder aufgezeichnet hat, hat mehr Spielraum bei der weiteren „Entschleunigung".

Wer die Bandbreite der Software voll ausnutzen will darf nicht mit 50i oder 30p-Videos daherkommen. Bis zu 50-fache Zeitlupe und bis zu 50-faches Zeitraffer erlaubt die Software – im Extremfall kommt so eine Super-Slomotion zustande - aber dann sollte man schon Zeitlupenmaterial vorlegen. Wir haben unseren Test mit GoPro Hero 3+ BE-Material mit 48 Bildern durchgeführt.

Die Oberfläche von ReSpeedr sieht aus wie das was man von Prodad und dem Defishr (Test), Prodrenalin (Test) oder Mercalli gewöhnt ist. Apropos Mercalli: Die Bildstabilisierung ist in den ReSpeedr integriert, wenn auch nur in der Basisversion, so dass die Bildberuhigung nur automatisiert klappt und man hier keine individuellen Einstellungen treffen kann.

Für die Beeinflussung des Abspieltempos hat Prodad in ReSpeedr eine Timeline unter der Vorschau integriert. Gleich darunter befindet sich die schicke, wie eine DNA-Schlange aufgemachte, Einstellung des Zeitfaktors. Hat man im rechten Bereich einen Clip ausgewählt kann man mit den beiden grünen Anzeigern einen Bereich definieren und dann den Zeitfaktor auf diesen Bereich anwenden.

In der Timeline hat Prodad eine Anzeige integriert die signalisiert, ob die Zwischenbilder per Überblenden (Frame Blending) generiert werden oder über den neuen Optical-Flow-Modus. Wer hier keine Einstellung trifft überlässt die Wahl der Software-Automatik.

Prodad ReSpeedr oberflaeche
Die Programmoberfläche und Bedienlogik folgt dem Design der anderen Prodad-Titel wie dem Defishr oder Prodrenalin.
gesamtverlangsamung
Zur Kontrolle der finalen Szenenlänge lassen sich die Verkürzung beziehungsweise die Verlangsamung direkt anzeigen. So kann man auch ein Video bewusst auf eine bestimmte Länge strecken um den Clip dann in eine Lücke im Film einfügen zu können.

Schade, dass die Vorschau nicht wie üblich mit der Leertaste sondern ausschließlich mit der Playtaste unter der Vorschau klappt. Noch lästiger: Die ReSpeedr-Projekte lassen sich nicht speichern – wer die Software schließt ohne das Video vorher zu berechnen fängt also wieder von vorn an. Prodad begründet dies mit der Version 1.0 - man darf also hoffen.

Vor der Berechnung sollte man die Einstellungen des Zielmediums überprüfen – die befinden sich nicht im Exportmenü, sondern im Karteireiter hinter der Medienablage. Für die Berechnung bietet die Software lediglich das MP4- sowie Mov-Format an.

Wie sich die neue Software in der Praxis bedienen lässt und wie die Ergebnisse bei relativ verwackelten und ruhigen Aufnahmen aussehen, können Sie in folgendem Video sehen.

Fazit

Der ReSpeedr ist hochspannend und klasse umgesetzt. Die Bildqualität kann sich - das richtige Quellmaterial vorausgesetzt - sehen lassen und nimmt es mit deutlich teureren Werkzeugen auf. An die Grenze kommt die Software bei extrem viel Bewegung - also beispielsweise Fahraufnahmen. Schade, dass man derzeit keine Projekte speichern kann - hier sollte Prodad noch mal nachbessern.

Steckbrief:

Prodad ReSpeedr

Preis: 79 Euro (99 Euro ab 01.02.2014)
Betreibssystem: Vista, Win7, Win8, Win8.1 
Empf. Hardware: i7-CPU, 6GB-Hauptspeicher
Verfügbar wahlweise als 32- und 64-Bit-Version

 

Testvideo - Prodad ReSpeedr Zeitraffer- und SloMo-Software

Flüssige Slowmotion-Szenen oder saubere Zeitrafferaufnahmen ohne Highspeed-Kamera - das verspricht Prodad mit seinem ReSpeedr. VIDEOAKTIV-Redakteur Joachim Sauer testete die Software auf Herz und Nieren und zeigt, ob das Programm halten kann, was es verspricht.

 

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