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Premiere Elements 3.0

Jetzt mit HDV - Adobes Premiere Elements 3.0 im Vorabtest

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Die neue Einsteiger-Schnittlösung kann endlich auch mit HDV-Material umgehen.
 
 

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Zum neuen Storyboard-Modus passt der überarbeitete Monitor, in dem man Clips beschneiden und Titel direkt einfügen kann.

Premiere Elements 3.0
Die neue Version der Videoschnitt-Lösung für Einsteiger unterstützt High Definition-Auflösungen und schließt damit zur Konkurrenz auf. VIDEOAKTIV stand zum Vorabtest eine fast fertige Beta-Version zur Verfügung und hat sich auch die Verbindung zum ebenfalls neuen Photoshop Elements 5.0 angeschaut.
 

Mit der nativen HDV-Unterstützung beherrscht Elements endlich auch das Breitbildformat 16:9. Damit ist jetzt auch das Bearbeiten von Videomaterial im Wide-PAL-Format möglich ohne dass die Vorschau gestaucht ist. Die Aufzeichnung von HDV-Material mit einer Sony HC-3 klappte einwandfrei.
Beim ersten Start überrascht Elements: Statt Timeline nimmt nun das lang erwartete Storyboard den unteren Bildschirmrand in Anspruch. Zum Storyboard passt auch das überarbeitete Monitorfenster, mit dem man die Szenen jetzt zuschneiden und teilen kann. Per Drag-and-Drop ist es außerdem möglich, Filter und Effekte direkt auf das Monitorfenster zu ziehen, und so auf die aktive Szene anzuwenden. Titeltexte kann der Cutter nun ebenfalls direkt im Monitorfenster eingeben - Adobe hat sich bei der Integration des Storyboards sichtlich Mühe gegeben. Und dennoch kann der geübte Premiere Anwender per Schaltfläche wieder zur gewohnt gut bedienbaren Timeline wechseln.

Zur Konkurrenz aufgeschlossen hat Elements mit der Kommentarfunktion. So nimmt das Programm die Sprach-Anmerkungen des Cutters in Echtzeit entgegen, während Elements den Film abspielt. Ein besonderes Gimmick sorgt für professionell wirkende Zeitraffer-Effekte. Dabei nimmt man beim Capturen Bilder in großem zeitlichen Abstand auf, und lässt sie von Elements zu einer kurzen Szene zusammenrechnen.

Einen Diashow-Assistenten integriert Elements ebenfalls. Er bietet jedoch nur rudimentäre Einstellungen. Besser ist es da, im Photoshop Elements die Diashow zu entwerfen. Dank verbesserter Integration kann die Diashow ohne zeitaufwändiges Rendern direkt in die Premiere Timeline platz nehmen. Premiere hat dann aber keinen Zugriff auf die einzelnen Bilder und Animationseffekte. Überhaupt arbeiten beide Programme gut zusammen. So zeigt der Organizer von Photoshop Elements auch Videos an, die man ebenso wie die Bilder, direkt in Premiere Elements öffnen kann.

Fazit
Für das frühe Beta-Stadium läuft das Elements-Paket schon ganz rund. Viele nützliche Funktionen sind hinzugekommen, wobei hier das besondere Augenmerk auf der HDV-Unterstützung liegt. Schade nur, dass die Diashow samt Animationen nicht anpassbar ist. Denn im Premiere Elements eine vergleichbare Diashow zusammenzustellen, ist doch mit hohem Aufwand verbunden.

(fm)

Den Test der finalen Version lesen Sie in der VIDEOAKTIV 01/2007.

Steckbrief: 
Produkt: Premiere Elements 3.0
Hersteller: Adobe
Webseite: http://www.adobe.de
Preis: 100 Euro

Systemvoraussetzungen:
Betriebssystem: Windows XP
Arbeitsspeicher: 512 Megabyte
Festplatte: 4 Gigabyte
Prozessor: AMD Athlon 64 oder Intel Pentium 4