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Praxistipps Magix Video Pro X: Mehrkamera-Produktionen

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Unser Leser Johannes Walde schildert in VIDEOAKTIV 3/2013 seine jährliche Weihnachtskonzert-Videoproduktion mit einer Schüler-Video-AG. Zu den Mehrkamera-Aufnahmen (mit den Canon-Cams XA 10, G 10, M 46 und M 406) und dem anschließenden Mehrkamera-Schnitt mit Magix Pro X4 hat er hier eine Reihe von weiterführenden Praxis-Tipps zusammengestellt, die auch für andere Leser bei Multi-Kamera-Projekten hilfreich sein können.
 

Seine Praxiserfahrungen zur Ablaufplanung, den Kamerapositionen und zum Ton mit seinen Problemen rund um die Synchronisierung  finden Sie im Artikel "Alle Jahre wieder".

Problem der Aufnahme-Nummerierung

Die Camcorder nummerieren die Aufnahmen fortlaufend, wobei auch jeder weitere 2-GB-Daten-Container eine Nummer erhält, die innerhalb des Private-Ordners unter Clipinf gespeichert wird.

Mache ich keine Aufnahme mit 4 Camcordern und 4 frischen SD-Karten, erhalte ich 4 verschiedene Filme mit gleicher Nummerierung.

Muss ich diese Filme noch "Stapel-Konvertieren", würden am Speicherplatz zunächst alle 0001, also 0001, 0001 (1), 0001 (2) und 0001 (3) zu finden sein, dann erst die jeweils 2. Container, die ich dann einzeln zusammenführen muss.

Ich achte daher vor jeder Aufnahme darauf, dass die Nummern, die die verwendeten Karten erzeugen, bei 2 Std. Aufnahme z.B. mindestens 8 auseinander liegen, bei 2 Abenden hintereinander besser 16 oder 20.

Zu hohe Zahlen können durch das Löschen von Einträgen im Ordner PRIVATE / AVCHD / BDMV / CLIPINF erniedrigt werden. Die Nummerierung kann man erhöhen, indem man die Kamera vor der eigentlichen Aufnahme kurz auslöst.

MVI-Daten, die beim Konvertieren in SD entstehen, kann man nur durch Auslösen erhöhen.

Grundsätzlich leere ich den Stream-Ordner vor dem 2. Konzert, andernfalls würde die Kamera einen neuen Datums-Ordner eröffnen, der mit der Zählung bei Null anfängt (s.o)

Natürlich kann ich beim Importieren in den Computer auch den Namen aller Container ändern und so zusammenhängenden Daten den gleichen Namen geben. Nach meiner Erfahrung erkennt dann die "Private“-Struktur ihre Daten nicht mehr, sodass mögliche Fehler größer werden.

Die beste Unterscheidung hat man, wenn man das mitgelieferte Canon-Import-Programm benutzt: hier bekommt jeder Container Datum und Zeit seiner Importierung: Sie lesen sich aber besonders kryptisch.

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Damit mehrere Camcorder gleichen/ähnlichen Typs keine identischen Bildnummerierungen erzeugen, muss man sich etwas einfallen lassen.
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Die Laufzeitproblem unterschiedlich weit von der Schallquelle stehender Kameras lässt sich im Schnittprogramm korrigieren.

Laufzeitproblem

So gut das Synchronisieren der 8 Kamera-Filme mit dem Profi-Ton auf Spur 19 geht: die Kameras sind bis zu 40 Meter von den Mikros entfernt und der Schall läuft 340 m/ sec, bei 25 Bildern also pro Bild 13 Meter. Während sich der Zuhörer an seinen Abstand zum Orchester gewöhnt, meint man an der DVD einen Fehler zu erkennen, wenn der Ton erst 3/25 Sekunden nach dem im Tele gezeigten Pauken-Schlag zu hören ist: meine XA 10 hat mit einem Mikro den Ton am Standort aufgezeichnet, während der zweite Kanal den Ü-Wagen-Ton per Funk-Mikro erhält.

Die 3 entfernten Cams habe ich dann um die Differenz der beiden Anzeigen vorgezogen und das Ergebnis an den Dirigier- und Bogenbewegungen kontrolliert.

Leider fehlt unseren „Tele-Cams“ ein Mikrofoneingang, sonst könnten sie alle mit dem Ton aus einem Sender an 3-4 Empfänger versorgt werden.

Alternativen wären

a) eine Klappe, die von allen Cams und dem Ü-Wagen übernommen wird ( wenn das Publikum gebeten wird, nicht zu applaudieren, ist eine „klatschende Person“ im Wegekreuz schwer vermittelbar),

b) eine elektronische Klappe, d.h. ein Messton, der als Rechteck über die Funk-Strecke an 3-4 oder über 2 Sender an alle 8 Cams gehen kann.

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