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Pinnacle Studio 11: Alles neu im Mai?

Pünktlich zum verfrühten Sommer präsentiert Pinnacle eine neue Version seiner Einsteigerschnitt-Lösung Pinnacle Studio. Der Interessierte hat diesmal die Wahl zwischen drei Versionen.

Pinnacle bringt seine Einsteigerschnitt-Lösung in drei Versionen auf den Markt


Dreigeteilt: Pinnacle bringt seine Einsteigerschnitt-Lösung in drei Versionen mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen.


AVCHD und das Effektpaket Vitascene von ProDAD gibt es in der kleinen Version nicht.

AVCHD in Echtzeit: Pinnacle Studio 11 verarbeitet ab der Plus-Version auch AVCHD. Auf dem Testsystem schafft es zwei Echtzeitspuren.


Die teure Effektsoftware Vitascene aus dem Hause ProDAD gibt es bei der Ultimate-Version von Pinnacle Studio umsonst dazu.

Fast geschenkt: Die teure Effektsoftware Vitascene aus dem Hause ProDAD gibt es bei der Ultimate-Version von Pinnacle Studio umsonst dazu.

  Wie sagt man so schön: alles neu, mach der Mai. Das gilt auch beim Videoschnitt-Spezialisten Pinnacle, dessen frühsommerliche Videoschnitt-Kollektion demnächst fertig ist. VIDEOAKTIV hat sich eine so genannte „Pre-Release Candidate“ (Vorversion) angeschaut. Es ist also noch nicht ganz fertig.

Wie bereits in der News von heute morgen angedeutet: Studio 11 von Pinnacle startet endlich in vertretbarer Zeit – auf dem Testsystem in etwa 10 Sekunden. Was die AVCHD-Leistung betrifft, liegt der Hersteller aber nicht ganz richtig: auf dem VIDEOAKTIV-Referenz-System schafft Studio zwei statt einer AVCHD-Spuren in Echtzeit. Das gilt jedoch nur für ein Bild-in-Bild oder Chromakey – bei Übergängen muss Studio mit AVCHD-Material immer zuerst die Vorschau berechnen.

 VIDEOAKTIV-Referenzsystem
 Prozessor  Intel Core 2 Duo X6800 EE
 RAM  2x 1024 MB DDR-2 800 MHz
 Mainboard  Intel 975X
 Grafikkarte  ATI X1950 Pro 512 MB
Die Oberfläche hat sich sonst kaum verändern. In der zum Test verfügbaren Vorversion war der Schieberegler für die Anpassung der Vorschaufenstergrößer noch nicht integriert. Auch in Punkto Stabilität muss Pinnacle noch etwas nacharbeiten: im Test blieb das Programm zwei mal stehen.

Für die Untermalung des Films mit Ton liefert Pinnacle nicht mehr SmartSound mit, sondern Scorefitter. Allerdings können SmartSound-Besitzer ihre alten Projekte auch in Studio 11 weiter verwenden und sogar bearbeiten, wenn die Audioarchive noch installiert sind. Von der Handhabung ändert sich im Vergleich zu SmartSound nichts. Der Cutter kann die Sounds nach Stilrichtung oder Titel durchsuchen und per Klick in die Timeline übernehmen. Dort lässt sich die Tonspur nach belieben mit der Maus in die Länge ziehen oder kürzen.

Für Effektverliebte Hobbyfilmer bietet die Ultimate-Version ein besonderes Schmankerl: auf der zweiten Scheibe liegt die Effektsoftware Vitascene von ProDAD als Studio 11-Plugin. Vitascene bindet sich als Videoeffekt oder Übergangseffekt in die Oberfläche ein. Die Bearbeiten-Schaltfläche öffnet dann die Oberfläche von Vitascene. Dort kann der Cutter zwischen Zahlreichen Vorlagen für Übergänge und Effekte wählen. Dank eigenem Vorschaufenster gelingt auch das Anpassen der Effektparameter per Keyframes oder Schieberegler. Einen ausführlichen Test finden Sie auf VIDEOAKTIV.

HD-Material gibt Studio wahlweise auf HDV-Band oder DVD-Scheiben im HD DVD-Format aus. Der HD DVD-Export bietet eine MPEG2-Datenrate von 25 Mbit/s und entspricht damit der Datenrate von HDV. Dank Smart Rendering kann der Anwender so 24 respektive 42 Minuten (Double-Layer) Video in HD-Qualität auf DVD brennen. Zum Abspielen benötigt man jedoch einen HD DVD-Player oder einen PC mit entsprechender Player-Software. Den wesentlich platzsparenderen und ebenfalls im HD-DVD-Standard vorgesehenen H.264/AVC-Codec integriert Pinnacle bisher nicht. Einen ausführlichen Test zu HD-DVD und Blu-ray lesen Sie in der kommenden VIDEOAKTIV 04/2007.

Eine Tabelle mit den Ausstattungsmerkmalen und Preisen der unterschiedlichen Studio 11-Versionen finden Sie in den VIDEOAKTIV-News.

Vorläufiges Fazit
Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert in Studio 11. Doch die Änderungen unter der Oberfläche sind deutlich spürbar: so startet Studio 11 endlich in erträglicher Zeit und der Import und das Bearbeiten von AVCHD klappen ohne Probleme. Dass Pinnacle bei Studio immer noch auf nur eine zusätzliche Overlay-Spur beharrt löst bei den Testern hingegen Unverständnis aus. Der Wechsel von SmarSound zu Scorefitter bringt Neueinsteigern mehr Auswahl bei gleichbleibend einfacher Bedienung.

(fm)