YouTube Instagram Vimeo RSS VIDEOAKTIV
  • Home
  • Praxis+Technik Übersicht

Interview: das neue Adobe Premiere Elements 10

Was hat es mit Leistungsteigerung, der neuen 64-Bit-Engine sowie einer verbesserten Stabilität von Premiere Elements 10 auf sich? VIDEOAKTIV hat die Antworten auf diese und weitere Fragen in einem Interview erhalten. Gesprächspartner war hierfür Sven Doelle, Senior Business Development Manager bei Adobe Systems.
 

1.) Wo stecken, neben der versprochenen schnelleren AVCHD-Berechnung, die wichtigsten Neuerungen in der neuen Version von Premiere Elements 10?

 

Sven Doelle: Wir haben dieses Mal sehr viel Wert auf Themen wie Stabilität und Performance gelegt. Viele Neuerungen finden sich deshalb "unter der Motorhaube" – hierzu zählt beispielsweise die 64-bit-Unterstützung für Windows 7. Im Editor von Premiere Elements gibt es jetzt neu das Schwenk & Zoom Werkzeug, mit dem man automatisch auf relevante Bildbereiche, zum Beispiel Gesichter oder Objekte, schwenken und zoomen kann. Im Bereich der Farbkorrekturen haben wir zum einen neue Werkzeuge für automatische Korrekturen und Verbesserungen ergänzt, zum anderen aber auch Funktionen hinzugefügt, die anspruchsvolle manuelle Anpassungen erlauben. Letzteres ist beispielsweise mithilfe der neuen Drei-Wege-Farbkorrektur möglich, mit der sich gezielt Farb- und Belichtungskorrekturen an einzelnen Bildbereichen vornehmen lassen. Auch im Bereich der Ausgabe hat sich einiges getan. Videos können jetzt direkt aus Premiere Elements auf Facebook veröffentlicht oder als HD-Film auf DVD ausgegeben werden. Erweitert wurden zudem die Möglichkeiten für das Veröffentlichen von Filmen auf YouTube. Dies ist jetzt nicht nur vom Editor, sondern auch direkt aus dem Organizer möglich.

boxshot_premiere_elements
"Unter der Motorhaube": will Adobe beim Premiere Elements 10 vor allem gewerkelt haben und verspricht eine bessere Stabilität und erhöhte Performance. Einen ersten Test von Premiere Elements 10 ließt man unter diesem Link.
screenshot_premiere_elements2
Full-HD-AVCHD: Die Rechenanforderung um solches Material zu schneiden gibt Adobe mit einem Dual Core-Prozessor und mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher an.

2.) Wodurch wird die angekündigte Leistungssteigerung erreicht?

Sven Doelle: Wir haben Leistungsengpässe, die in der Vorgängerversion aufgetreten waren, analysiert und den Programm-Code für Premiere Elements 10 grundlegend überarbeitet und optimiert. Nutzer der 64-bit-Version von Windows 7 profitieren außerdem aufgrund der neuen nativen 64-bit-Unterstützung von erheblichen Leistungssteigerungen.

 

3.) Gibt es eine Optimierung auf Hardware-Technologien wie die GPU beziehungsweise auf Schnittstellen wie CUDA, ATI-Steam oder Intels Media SDK?

Sven Doelle: Premiere Elements 10 richtet sich in erster Linie an Einsteiger und ambitionierte Hobbyfilmer. Unsere Erfahrungen zeigen, dass High-End-Grafikkarten in diesem Kundensegment derzeit noch nicht sehr stark verbreitet sind. Wir haben deshalb vorerst auf eine Hardware-Optimierung in diesem Bereich verzichtet.

4.) Welche Empfehlung gibt es denn für die Rechnerausstattung wenn man Full HD-AVCHD bearbeiten will?

Sven Doelle: Für die Bearbeitung von Full HD-AVCHD-Material empfehlen wir folgende Rechnerkonfiguration: Dual Core-Prozessor und mindestens 4 GB Arbeitsspeicher. Für die Gesamtinstallation der Anwendung inklusive aller zusätzlichen Inhalte sind etwa 9 GB Festplattenspeicher notwendig. Je nach Plattform müssen zudem QuickTime 7 oder der Windows Media Player installiert sein, damit in Premiere Elements die notwendigen Codecs für Import und Export zur Verfügung stehen. Die größte Leistungssteigerung erzielt man mit der 64-bit-Version von Windows 7 und 4 bis 8 GB RAM.

 

 


5.) Es gibt die Option AVCHD-50p-Material zu importieren. Aber anscheinend ist derzeit kein 50p-Export vorgesehen. Warum nicht?

Sven Doelle: Erste Camcorder-Modelle mit AVCHD-50p-Unterstützung kommen erst jetzt in den Fachhandel. In Premiere Elements 10 ist bereits eine Voreinstellung für den Export von 50p-Material im MPEG 4-Format vorhanden.

6.) Wie sieht es denn mit der Integration des 3D-Schnitts aus, hier ist ja von Seiten der Camcorderhersteller inzwischen einiges passiert? Wäre hier nicht eine Integration in diese Version notwendig oder sieht man hier zu wenig Chancen?

Sven Doelle: Der Einsatz und die Nutzung von 3D-Video durch Hobby-Anwender sind derzeit noch überwiegend experimentell. Dieser Markt beginnt gerade erst, sich langsam zu entwickeln. Wir sehen deshalb zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keinen wirklichen Bedarf an Werkzeugen für den 3D-Schnitt in Premiere Elements. Natürlich werden wir uns aber die weitere Entwicklung in diesem Segment genau anschauen und überlegen, wie sich diese softwareseitig unterstützen lässt.

7.) Wann ist hier mit einer 3D-Schnittlösung von Adobe zu rechnen?

Sven Doelle: Im Profi-Bereich unterstützen wir mit Premiere Pro CS5.5 bereits erste Ansätze in Richtung 3D-Schnitt. Leser, die sich für diesen Themenbereich interessieren, finden auf Adobe TV spannende Tutorials und Videos meines Kollegen Dave Helmly.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich für das Interview.

 

Weiterführende Informationen:

- ersten Test zum Premiere Elements 10 lesen

- News zum Photoshop Elements 10 lesen

 

Beitrag im Forum

Sven-Doelle
Interview-Partner: Sven Doelle ist Senior Business Development Manager bei Adobe Systems.



dummy_neu_330