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Internetvideo

Unbenanntes Dokument Videos in die eigene Web-Seite integrieren - Ergänzung zum Artikel "Video im Internet" in der VIDEOAKTIV 02/200. Auch die meisten Schnittprogramme bieten den Export in Web-taugliche Formate wie QuickTime, Windows Media und RealMedia. Möchte der Web-Künstler die Filme nur zum Download anbieten, kann er prinzipiell auch jeden anderen Codec in Kombination mit dem AVI-Format nutzen. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, die Videodaten interaktiv ins Web-Design einzubinden, sodass sie direkt im Browser ablaufen.
 

Die meisten HTML-Editoren bieten die Möglichkeit, Webseiten grafisch zu gestalten. In der Praxis lässt sich das vergleichen mit dem Entwurf eines Briefs im Textprogramm „Word". Bilder in gängigen Formaten zieht der Web-Künstler einfach aus dem Explorer in das Bearbeitungsfenster –
es erscheint dann an dieser Stelle. Mit Videos klappt das meist nicht.
Um solchen Probleme vorzubeugen, bieten HTML-Editoren wie „Dreamweaver" eine Quelltextansicht. Mit dem Quelltext- Editor lässt sich der HTML-Code direkt bearbeiten. Das ist so ähnlich wie Briefe mit dem Notepad schreiben: wenig komfortabel – aber es geht.


Eingemachtes:

Im HTML-Quelltext stellt der embed-Befehl die einfachste Methodedar, um Videos in eine Web-Seite einzubetten. Dennoch treten je nachgewähltem Format Kompatibilitätsprobleme auf. Einzig QuickTimebereitete in diesem Punkt keine Probleme, weshalb VIDEOAKTIV dasBeispiel mit einer MOVDatei erläutert.

Die Funktionsweise des HTML-Befehls embed ist relativ simpel underfordert für Video außer der Angabe der Quelldatei noch die Größe inBreite und Höhe sowie den MIME-Typ. Er teilt dem Browser mit, umwelches Video es sich handelt. Im Kasten „MIME-Typen" (wo steht der?)finden Web-Nutzer eine Übersicht der gängigen Video-Varianten.

 

Klassisch
(Ehemaliger Standard)

<embed src="/video.mov" type="video/quicktime" width="320" height="240"></embed>

(fm)
*.mpg video/mpeg
*.wmv video/x-ms-wmv
*.mov video/quicktime
*.rm audio/x-pn-realaudio-plugin
*.avi video/x-msvideo
Die wichtigsten MIME-Typen für Video im Web. Eine vollstländige Übersicht finden Sie im Internet auf selfhtml.org.



Die Zeile sorgt dafür, dass der Film "video.mov" im Browser-Fenster mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixel angezeigt wird. Der MIME-Typ sagt dem Browser, dass das QuickTime-Plug-in von Apple den Film abspielen soll. Die Ergänzung autoplay=“false“ verhindert den automatisch Start des Videos. Auch MPEG-Videos spielt das QuickTime- Plug-in ab, wenn es denn installiert ist. Hier zeigt QuickTime aber eine Abspielsteuerung, sofern dies per controls="false" nicht unterbunden wird. Das Seitenverhältnis bleibt dabei erhalten, links und rechts vom Bild bleibt aber ein schwarzer Balke

Im Beispiel enthält die Code-Zeile noch den Parameter autostart="false", um das automatische Abspielen zu verhindern. Der Wert für den Parameter "height" ist zusätzlich um 15 auf 255 Pixel erhöht, damit Platz für die Abspielsteuerungen bleibt. Diese können mit dem Parameter controls="false" ausgeblendet werden.

Der in die Tage gekommene "embed"-Tag ist aus den neueren HTML-Spezifikationen entfernt worden und soll durch das "object"-Tag ersetzt werden. Bis die Browser den Tag aber tatsächlich nicht mehr interpretieren können, wird wohl noch einige Zeit verstreichen.

Falls das zum Abspielen notwendige Plugin nicht auf dem System installiert ist, schafft der Parameter "pluginspage" Abhilfe. Damit ist es möglich, dem Browser mitzuteilen, unter welcher Adresse das zum Abspielen benötigte Plugin zu finden ist. Für QuickTime lautet der vollständige Prameter dann so: pluginspage="http://www.apple.com/quicktime/download/"


Modern

(Aktueller Standard)

<object width="320" height="240">
<param name="src" value="video.mov>
</object>

Das "object"-Tag stellt die modernere Methode dar, Videos in Webseiten zu integrieren. Die prinzipielle Funktionsweise ist dem "embed"-Tag recht ähnlich, wie die Code-Zeile oben zeigt.

Der wesentliche Vorgteil gegenüber dem "embed"-Tag ist, dass sich mit dem "param"-Tag weitere Parameter übergeben lassen. die können zwar auch im "object"-Tag stehen, ausgesondert sorgen die Parameter aber für mehr Übersicht und Flexibilität.

Eine zusätzliche Zeile vor </object> verhindert, dass das Video automatisch abgespielt wird:

<param name="autoplay" value="flase">

Auch hier ist die Höhenangabe wegen der angezeigten Abspielsteuerung um 15 Pixel erhöht. Die Anzeige der Abspielsteuerung lässt sich auch mittels Parameter unterdrücken:

<param name="controller" value="false">

Scheinbar hat der Internet Explorer Probleme mit dem Einhalten von Standards, weshalb der IE so eingebundene Videos offensichtlich nicht erkennt. Abhilfe schafft, "object" und "embed" zu kombinieren:


<object width="320" height="240">
<param name="src" value="video.mov">
<embed src="/video.mov" type="video/quicktime" width="320" height="240"></embed>
</object>


Inkompatibel

(Microsoft-Standard)


<object classid="clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B" width="320" height="240">
<param name="src" value="video.mov">
</object>

 

 

 

 

 

 

 

Ein dritter, nicht standardisierter Weg, Video in HTML einzubiden, funktioniert nur mit dem Internet Explorer. Bei über 60 Prozent Marktanteil mag das dem einen oder anderen für seine private Homepage genügen, weshalb wir es hier ebenfalls erwähnen. Linux und MacOS-User bleiben außen vor, genauso wie Windows-Nutzer mit alternativen Browsern, wie etwa Mozilla Firefox.

Um der Inkompatibilität einen Rigel vorzuschieben kann auch hier der "embed"-Tag wie im vorigen Beispiel eingebunden werden. Damit sollte es dann mit den meisten Browsern funktionieren.

Der Microsoft-Weg verläuft dabei über die sogenannte "classid", die dem Browser mitteilt, welcher (Windows-)Player zum abspielen der Datei veranwortlich ist. Die Angabe des Players ersetzt dabei die Angabe des MIME-Typs und ist wegen der cryptischen Player-IDs wenig durschaubar.

Ähnlich der "pluginspage"-Funktion des "embed"-Tags, funktioniert der "codebase"-Parameter. Damit übermittelt ist der Browser in der Lage, ein fehlendes Plugin nachzuinstallieren. Der Parameter muss dabei im "object"-Tag stehen:

<object classid="clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B" codebase="http://www.apple.com/qtactivex/qtplugin.cab" width="320" height="255">

Rechtliches

Die wichtigsten Class-IDs im Überblick
Real Player clsid:CFCDAA03-8BE4-11cf-B84B-0020AFBBCCFA
Windows Media Player clsid:22D6F312-B0F6-11D0-94AB-0080C74C7E95
Quicktime clsid:02BF25D5-8C17-4B23-BC80-D3488ABDDC6B
Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Videos, die sie im Internet veröffentlichen, keine geschützte Musik enthalten sollten. Ohne die entsprechenden Lizenzen können teurer Abmahn-Verfahren auf sie zukommen und die entsprechenden Lizenzen für den Privatgebrauch zu erwerben ist schwierig und teuer.
Verwenden sie daher lieber ungeschützte Musik in ihren Video-Clips.