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HC-Enc optimieren

MPEG-2-Encoding mit HC-Enc Tipps und Tricks im Umgang mit dem MPEG-2-Encoder HC-Enc.


HC-Enc liegt nicht nur vielen Freeware-Encodern und dem DVD-Authoring-Programm „GUI for DVDAuthor“ bei, sondern überzeugt im aktuellen VIDEOAKTIV-Encodertest mit seiner hohen Qualität. Damit eignet sich der kostenlose OpenSource-Encoder hervorragend, um den im Schnittprogramm integrierten MPEG2-Encoder abzulösen.


hc.ini für GUI for DVDAuthor optimieren

Zu allererst sollten sie auf der Projekt-Seite schauen, ob GUI for DVDAuthor in einer neuen Version vorliegt und diese gegeben falls dann installieren. Empfehlenswert ist dabei die „XP“-Version, da sie alle benötigten Programme und Plugins enthält, um gleich loslegen zu können. Da GFD selbst keine Möglichkeiten zur Konfiguration oder Optimierung des HC-Encoders vorsieht, ist es unvermeidbar, die Qualität manuell zu erhöhen. Die Ergebnisse fallen sonst deutlich schlechter aus als sie müssten.
Um hier bessere Qualität zu erzielen müssen sie lediglich einige Parameter in der Datei „hc.ini“ im GFD-Verzeichnis verändern. Dazu öffnen sie die „hc.ini“ im Texteditor „Notepad“, das jedem Windows beiliegt. In der Regel sind Ini-Dateien schon mit Notepad verknüpft so dass ein Doppelklick auf die hc.ini ausreicht.
Standardmäßig steht in der GFD beiliegenden hc.ini lediglich ein Parameter, der eine konstante Bitrate mit 3 Mbit/s festlegt, was für ein ansprechendes Menü zu wenig ist. Daher markieren sie alle Zeilen und löschen den Inhalt. Die neuen Parameter sollten dann so, oder so ähnlich aussehen: 

*BITRATE 7500
*MAXBITRATE 9500

 
Das legt eine variable Bitrate von durchschnittlich 7500 Kbit/s, sowie eine maximale Bitrate von 9500 fest. So sollten selbst komplexe animierte Menüs in sehr guter Qualität kodiert werden. 

*PROFILE best
*DC_PREC 10
*MATRIX mpeg

 
Drei zusätzliche Einstellungen, steigern die Qualität, verlängern aber auch die Kodierzeit. Bei niedrigerer Bitrate verringern sie den Wert für DC_PREC auf 9, bei sehr niedriger Bitrate auf 8.

*INTERLACED
*BFF

 
Diese beiden Parameter kommen zum Einsatz, wenn sie ein Hintergrundvideo nutzen, das im Zeilensprungverfahren (Interlaced) vorliegt. Der zweite Parameter, BFF, zeigt dem Encoder, dass das untere Feld zuerst kommt. Die meisten Camcorder und auch Schnittprogramme geben Videos mit diesen Einstellungen aus.
Verwenden sie hingegen Bilder als Hintergrund und nutzen lediglich animierte Schaltflächen, sollten die beiden Interlaced-Parameter entfernt werden.

enc


hc.ini verstehen

Natürlich können in der hc.ini auch weitere Parameter stehen. Um zu sehen, welche Parameter es gibt und wofür sie da sind, empfiehlt es sich, HCGUI_017.exe auszuführen. Dort laden sie ein Video mittels Avisynth-Script hinein. Verändern sie jetzt testweise irgendwelche Parameter und schalten sie dann auf den Karteireiter Advanced. Dort sehen sie zu jeder Einstellung, die sie gemacht haben, einen entsprechenden Eintrag im Fenster „current HC.ini“. Erklärungen zu den verschiedenen Einstellungen zeigt HCGUI bei betätigen der jeweiligen Einstellung im „Info“-Fenster am unteren Programmrand.


Neuere HC-Enc-Version installieren

Auf der Projekt-Seite laden sie die neueste Version des HC-Encoders runter. Entpacken sie die Zip-Datei und kopieren sie die Datei hcenc_017.exe in das GFD-Verzeichnis. Dort löschen sie die hcbatch_015.exe und benennen die neue Datei in hcbatch_015.exe um.

(Florian Mihaljevic)