Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 75

Aus der Praxis: Bildstabilisierung bei Adobe und Sony

Beitragsseiten

Zum Test der aktuellen Schnittprogramme von Adobe, Grass Valley und Sony in Ausgabe 01/2013 haben wir natürlich auch den Bildberuhigungs-Effekt des Premiere Elements 11 sowie des Movie Studio Platinum 12 Suite ausprobiert. Passend dazu stellen wir wieder drei stabilisierte Videos online, die man jeweils mit dem unberuhigten Original-Clip vergleichen kann und erklären kurz wie die Bildstabilisierer funktionieren, samt Kurzfazit.
 

Einleitend sei zu erwähnen, dass Grass Valley im Edius Express auf den Bildstabilisierer verzichtet, weshalb wir zu diesem leider keine Vergleichvideos anbieten können.

Bildstabilisierung Adobe Premiere Elements 11:

Adobe integriert den Videostabilisierer bei Premiere Elemens 11 unter den Effekten, welche über die Navigationsleiste unter der Timeline zu erreichen sind. Dort wählt der Cutter die Kategorie „Videostabilisierung" und zieht den Effekt auf den gewünschten Clip. Damit sich die Parameter bearbeiten lassen, ist ein Klick auf „Angewendete Effekte" rechts der Programmoberfläche vonnöten. Dort offeriert die Software den Stabilisierungs-Effekt mit zwei Einstelloptionen für „Glättung" und „Zoom".

Wir beließen es für die hier eingebundenen Beispielvideos bei den von der Software voreingestellten Werten mit einer Glättung von 40 und einem Zoom-Wert von 110. Damit erreicht Premiere Elements 11 eine ordentliche Beruhigung des Videomaterials, zumindest wenn es nicht zu stark verwackelt ist. Leider offeriert das Programm hier keine Profile anhand derer der Einsteiger besser nachvollziehen könnte, ob er eine schwache, mittlere oder starke Stabilisierung vornimmt.

Für ein noch ruhigeres Bild kann man den Glättungs-Wert erhöhen, erhält dann aber noch deutlich sichtbarere Artefakte, sowie ein seltsames Verschieben der Bildränder bei der Wiedergabe, worunter die Bildqualität leidet. Erhöht man den Zoom-Wert fällt die Beruhigung logischerweise stärker aus, leider verkleinert sich aber auch der Bildausschnitt, weshalb man hier bestenfalls einen nicht allzu hohen Wert einstellen sollte - außer das Videomaterial lässt es zu. An Schärfe verlieren die Videos aber auch beim Premiere Elements 11 Stabilisierer.

Fazit:
Sehr einfach zu bedienender Bildberuhiger für Einsteiger mit ordentlichem Ergebnis. Fortgeschrittenen fehlen allerdings präzise Einstelloptionen.

Va0113 Bildstabi Adobe Premiere Elements11
Beim Premiere Elements 11 erreicht der Cutter den Videostabilisierer über die Navigationsleiste unter der Timeline. Die Parameter bestimmt er über die "Angewendete-Effekte"-Schaltfäche, rechts der Programmoberfläche.
Va0113 Bildstabi Sony Movie Studio12
Auch der Sony Bildstabilisierer ist einfach zu bedienen, allerdings muss man ihn als Medieneffekt hinzufügen, andernfalls sind die Parameter nicht modifizierbar.

 

Bildstabilisierung Sony Movie Studio Platinum 12 Suite:

Bei Sony ist die Anwendung des Bildstabilisieres deutlich komplizierter und benötigt eines kleinen Umweges, damit der Effekt wirkt. Zwar ist der Stabilisierer auch unter den Videoeffekten zu finden, doch kurioserweise lässt er sich von dort aus nicht auf den Videoclip anwenden. Stattdessen muss der Cutter den Effekt über die „Medieneffekte" per Rechtsklick suchen, dort anwählen und dann hinzufügen. Erst dann kann er die Parameter für die Bildberuhigung bestimmen.

Der Bildberuhiger von Sony bietet zwei Parameter „Schwenkausgleich" sowie das „Stabilisierungsverhälnis" zur Modifikation an. Zusätzlich gibt es die Option die Rolling Shutter-Korrektur zu aktivieren. Praktischerweise bietet Sony auch gleich vier Voreinstellungen für „Standard", „leichte", „mittlere" oder „starke" Stabilisierung an. Viel falsch machen kann der Cutter also nicht. Für unsere bereit gestellten Beispielvideos nutzten wir bei beiden Parametern die Standard-Einstellung mit einem jeweiligen Wert von 50. Damit die Änderungen wirksam werden, ist ein Klick auf die Andwenden-Schaltfläche nötig. Nach einem kurzen Render-Vorgang erkennt man bereits im Vorschaufenster, wie die Software aufgrund der Stabilisierung ins Bild zoomt - in der Voreinstellung sogar recht stark. Das Ergebnis bleibt ordentlich scharf und die Beruhigung ist mit Wert 50 deutlich sichtbar. Artefakte entstehen, halten sich aber in Grenzen.

Fazit:
Der Stabilisier-Effekt des Movie Studio Platinum 12 Suite ist zwar etwas umständlich zu finden, dafür ist die Bedienung denkbar einfach und das Ergebnis gefällt. Ein geringer Schärfeverlust im Bild ist aber auch hier nicht zu vermeiden.

(pmo)

Videolinks:

Unsere Videos laufen mit Musik der Online-Plattform
musik gratis