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50p Spezial: Schnittkarten für 50p

Videos mit 50 Vollbildern zu produzieren, das bedeutet: Der Cutter braucht auch eine passende Vorschau. Die Monitore der Rechner zeigen stets progressive Bilder, arbeiten jedoch im RGB-Farbraum. Videoprofis wollen aber einen YcbCr-Videoausgang mit 10-Bit-Farbverarbeitung und setzen deshalb auf Videokarten.
 

Die AJA-Schnittkarten Kona LHi und Kona 3G ermöglichen eine akkurate Full-HD Vorschau per HDMI oder analog mit 50 respektive 60 Vollbildern. Beide Karten kooperieren sowohl mit Adobe Premiere Pro als auch mit Apple Final Cut Studio und Avid Media Composer.

Die externen Schnittboxen IO Express und IO HD hingegen unterstützten progressives Full-HD nicht.

Die günstige HDMI-Schnittkarte Intensity Pro von Blackmagic Design bietet nur progressives Full-HD mit 24 Hertz. In der USB-Version Intensity Shuttle kommen noch 25p und 30p dazu. Über HDMI und analoge Komponenten funktioniert eine akkurate Vorschau in 50p und 60p somit nur mit der Decklink HD Extreme 3D. Die Schnittkarte arbeitet mit Apple „Final Cut Studio", Adobe Premiere Pro und Avid Media Composer zusammen.

Im Sortiment von Grass Valley unterstützt bisher nur die Schnittkarte Storm 3G sowie die externe Schnittbox Storm 3G Elite progressives Full-HD mit 50 und 60 Hertz über HDMI und SDI. Beide Geräte kooperieren nur mit Edius 6. Die einzige mit Edius Neo 3 kompatible Schnittkarte HD Storm beherrscht 1080p50 dagegen nicht.

Die MXO2-Schnitt-Hardware von Matrox kann derzeit mit den 50p- und 60p-Modi bei Full-HD nichts anfangen.

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Mit dabei: Auch AJA kann eine 1080p50-kompatible Schnittkarte vorweisen – wie die von Blackmagic Design arbeitet sie mit Apple „Final Cut Pro" oder Adobe „Premiere Pro" zusammen.
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Einmalig: Im Blackmagic-Sortiment unterstützt nur die Decklink HD Extreme 3D progressives Full-HD – wahlweise zusammen mit Adobe „Premiere Pro" oder Apple "Final Cut Pro".

50p-Verarbeitung

Ist die 50p-Verarbeitung sinnvoll, wenn die durchgängige 50p-Kette von der Aufnahme bis zur Präsentation kaum gesichert ist?

Wegen der fehlenden 50p-Wiedergabe bei Blu-rays, DVD und Web-Videos fragen sich viele Cutter, ob die 50p-Aufzeichnung überhaupt sinnvoll ist. Die nicht ganz einfache Antwort aus Sicht der Redaktion: Wer hauptsächlich für die Blu-ray produziert und dabei nicht so sehr über die Zukunftsfähigkeit nachdenken muss, der filmt besser in 1080i50. Wer dennoch das Rohmaterial für die Zukunft in bester Qualität erhalten will, dreht in 1080p50 – bearbeitet aber das Projekt in 1080i50. Es ist durchaus sinnvoll, in 1080p50 zu filmen und zu schneiden, wenn man in erster Linie für den eigenen Gebrauch filmt, die Weitergabedes Projekts also eher Nebensache ist. Das 1080p50-Format dürfte relativ zukunftssicher sein, und damit bleiben die Daten in einer hohen Auflösung erhalten. Wer später wieder auf Clips und Sequenzen zurückgreifen will, sollte gleich in maximaler Qualität filmen und – egal, welche Ausgabe er später anstrebt – auch so schneiden. Die Frage lautet somit: Was macht man am Ende mit dem fertigen Projekt? Als Erstes empfehlen die Tester die Dateiausgabe in 50p. Das sichert die maximale Qualität für eine spätere Ausgabe. Für die Blu-ray bieten sich zwei Optionen an: die Berechnung als 1080i50 und das Herunterkonvertieren als 720p50. Dabei gehen die Ansichten, was besser ist, deutlich auseinander – was auch davon abhängt, welchen Konverter man verwendet. Hier bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als beide Varianten auszugeben und anzusehen. Die bessere kommt dann auf die Scheibe.

 

Bereits veröffentlicht:

50p Spezial: Was ist 50p?

50p Spezial: Welche Vorteile bietet 50p?

50p Spezial: Das bringt 50p wirklich

50p Spezial: Videonachbearbeitung in 50p


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