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Røde Lavalier Go im Test: Das kleine Schwarze oder Weiße

Das Røde Lavalier Go ist ein preisgünstiges Ansteckmikrofon, das nicht nur als Zubehör zur Wireless-Go-Funkstrecke genutzt werden kann. Wir machen den Test.

Das Lavalier Go füllt eine Lücke in der Røde-Produktlinie, und zwar zwischen dem SmartLav+, das für Handys gedacht ist, mit einem Adapter aber auch an DSLRs genutzt werden kann, und dem Lavalier MiCon, das mit über 200 Euro schon fast soviel kostet wie das ganze Wireless-Go-System. Das größtes Manko des Wireless-Go-Systems ist das eingebaute Mikrofon, das in der Klangqualität für Sprachaufnahmen gerade noch ausreicht. Zudem muss immer die ganze Einheit an die Kleidung geheftet werden. Diese ist zwar leicht (31 Gramm), aber immer noch merklich schwerer als ein Lavalier-Mikrofon mit einer Krokoklemme (circa 12 Gramm). Neben der Klemme, an der das Mikrofon über eine Drahtschlinge beidseitig befestigt werden kann, wird nur noch ein kleiner Transportbeutel und ein Schaumstoffschutz mitgeliefert.

2020 06 22 Rode Lavalier Go pmo

Testergebnisse

Hersteller   Røde
Produkt   Lavalier Go
Preis   64 Euro
Internet   rode.com, hyperactive.de
Kurzfazit   Das Lavalier Go ist eine sinnvolle Ergänzung zum Wireless Go und kann die Klangqualität dabei spürbar anheben. Auch direkt an einer DSLM ist es eine gute Low-Budget-Lösung für Blogger und Interviews. Hier braucht man meist noch eine Kabelverlängerung. Ein Lavalier gehört in das Gepäck eines jeden Filmers. Für den Preis bietet es eine ordentliche Leistung, auch wenn es das Klangbild verfälscht. Für ein wirklich natürlich klingendes Mikrofon muss man dann doch mindestens das Doppelte ausgeben.
Plus/Minus    
    + preiswert
+ verhältnismäßig voller Klang
minimale Ausstattung
Bässe überbetont
Urteil
  befriedigend
Preis/Leistung   sehr gut

Dieser lässt sich mit etwas Mühe entfernen. Der Fellwindschutz des Wireless Go kann mit etwas Mühe auch am Lavalier Go verwendet werden. Laut den Spezifikationen deckt dieses mit 20 bis 20 000 Hertz einen größeren Frequenzbereich ab als das wesentlich teurere Røde Lavalier MiCon. Der Grenzschalldruckpegel, die Kugel-Richtcharakteristik und die Bauart als Kondensatormikrofon sind identisch. Etwas Vorsicht muss man bei der Handhabung schon walten lassen, denn das Kabel ist wirklich dünn. Der Klinkenstecker hat keinen Schraubverschluss, sitzt aber dennoch sehr fest in der Buchse des Wireless-Go- Senders. Ein versehentliches Herausziehen ist zwar nicht unmöglich, aber auch nur mit einigem Zugaufwand zu erreichen. Da rutscht der Clip des Senders meist vorher von der Kleidung.

Das Lavalier Go klingt im Vergleich zum im Wireless Go eingebauten Mikro vor allem in den Tiefen voller, die hier zwar überbetont werden, aber beim eingebauten Mikrofon des Wireless Go fast vollkommen untergehen. Auch in den Mitten bietet es hörbar mehr Präsenz. Das Lavalier MiCon zeigt dann doch noch mal einen sehr viel ausgewogeneren Klang und ist dem tatsächlichen Klang einer Stimme treuer als die beiden Go-Varianten, vor allem in der Balance der Mitten und Bässen. Der Klassiker, das Sennheiser ME2, klingt ebenso ausgewogener, wenn es auch etwas weniger „luftig“ ist als das Røde MiCon. Wer es wirklich mit der Dynamik ausreizen will, der hat beim Lavalier Go etwa 2 dB weniger Raum und etwas mehr Grundrauschen. Bei Sprachaufnahmen ist das aber kein Problem, solange ordentlich gepegelt wird.
Apropos: Vom Lavalier Go ist inzwischen auch eine Variante in weiß erschienen, die sich gerade für Hochzeitaufnahmen oder ähnlichen Szenarien mit zumeist weisser Kleidung besser eignen soll. Unsere News dazu hier.

Autor: Christoph Harrer / Fotos: Rode, Harrer

 

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Røde Lavalier Go im Test: Das kleine Schwarze oder Weiße

30.06.2020, 11:19