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Praxistest: Panasonic X1500 und X2000 gegen Vorgänger X1000

Bereits wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung sind der X1500 und der X2000 zum Test in der Redaktion eingetroffen. Wir haben sie gleich in der Praxis getestet und ziehen den Vergleich zum Vorgänger X1000.

Deutlich geschrumpft hat Panasonic die Einsteigerklasse für Profis – denn genau das Segment sollen der X1500 und X2000 bedienen. Der Vergleich mit dem X1000 zeigt aber auch: Das Bedienkonzept hat sich durch die kompaktere Bauform deutlich verändert. Die Tasten sind kleiner geworden und viele an den schlechter erreichbaren unteren Rand gerutscht. So kommt man an sie, sobald der Camcorder auf dem Stativ sitzt, nur noch schlecht heran. Weiter Schwierigkeitsgrad: Die Tasten haben einen zu geringen Druckpunkt, so dass man nie genau weiß ob man nun schon gedrückt hat oder nicht. Auch wenn die Bedienung allgemein im Vergleich zum X1000 etwas weniger komfortabel ist: Die Idee die Audio-Eingänge und -Bedienung in den Griff zu packen ist nicht neu, dennoch immer noch gut. Zumal Panasonic im optional auch für den X1500 lieferbaren Griff noch eine LED-Leuchte untergebracht hat.

Panasonic positioniert den X1500 eher im gehobenen Amateurbereich, den X2000 dagegen klar im Profi-Segment. Beide Camcorder sind weitgehend baugleich mit dem zudem angebotenen AG-CX10. In diesem Video liefern wir die ersten Testergebnisse aus der Praxis. Bitte wechseln Sie in die Vollbilddarstellung und stellen Sie über das Zahnrad-Symbol des YouTube-Player sicher, dass die UHD-Auflösung wiedergegeben wird, damit Sie unsere Aussagen aus diesem Artikel richtig nachvollziehen können.

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Vorn steht der X1500, der ohne Handgriff und damit ohne spezielle Audioeinheit auskommen muss. Hinter dem mit Handgriff ausgestatteten X2000 steht der deutlich größere Vorgänger X1000, sowie der noch größere X1 mit 1-Zoll-Sensor.

Optik, Sensor und Lowlight

Hinter die neue Optik packt Panasonic wieder den in drei Stufen schaltbaren ND-Filter (1/4, 1/16, 1/64) sowie anschließend einen neuen 1/2,5 Zoll-Sensor. Dieser ist somit, ganz gegen den Trend, etwas kleiner als beim X1000, dafür hat er mit 8,29 Megapixel die nötige Auflösung für 4K-Videos aber weniger Megapixel als ein X1000. Die Pixel sind somit etwas größer, was auf eine etwas verbesserte Lichtempfindlichkeit schließen lassen würde. Schauen Sie sich unsere Testaufnahmen im Video an, wobei wir darauf hinweisen, dass wir das Video in UHD-Auflösung produziert haben. Sie müssen also die Wiedergabe in YouTube über das Zahnradsymbol auf die maximale Auflösung stellen, um wirklich das Bildrauschen zu sehen. Beim Dreh sah das Bild auf dem Display mit 920.000 RGB-Bildpunkten bei einer Verstärkung von +15 dB noch ordentlich aus. Nach dem Schnitt revidieren wir unsere Aussage im Video (Minute 13:25) etwas: 15 dB-Verstärkung sind verkraftbar, wenn man das UHD-Video in Full-HD ausgibt. Doch für eine Produktion die durchgängig in UHD-Auflösung laufen soll finden wir halten wir eine Verstärkung von maximal +12 dB für realistischer. Das ist angesichts des kleinen Sensors dennoch ordentlich.

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Die Audioeinheit steckt nun im Griff in dem es auch eine LED-Leuchte gibt, die wir in der Praxis (ab Minute 12:35) zeigen.

Autofokus

Die Entscheidung Camcorder mit einem kleinen Sensor im Profi-Segment zu platzieren ist angesichts dessen, dass die Konkurrenz nahezu nur noch Camcorder ab 1-Zoll-Sensor anbietet, durchaus erstaunlich. Zwar hat man bei Panasonic auch weiterhin den X1 im Programm, der aber vergleichsweise teuer ist. Mal abgesehen davon, dass mit dem kleinen Sensor nur wenig Spielraum für Bilder mit der derzeitig im Trend liegenden Unschärfe im Hintergrund bleibt – der kleine Sensor hat auch Vorteile: Zum Beispiel beim Autofokus. Bei reichlich Licht ist mehr oder weniger eine Schärfe von wenigen Metern bis unendlich gegeben. Da muss der Autofokus zwangsläufig weniger arbeiten. Dennoch hat Panasonic die Venus Engine und damit den Bildprozessor der Lumix-Kameras integriert. Wie schwierig es dann doch sein kann, von unendlich auf den Nahbereich zu weschseln haben wir bei den Motorbootaufnahme bei Minute 10:57 gezeigt. Wobei man den X1500/2000 zugutehalten muss, dass der Fokus vergleichsweise treffsicher und harmonisch in den Nahbereich wechselt. Nur beim anschließenden Wechsel in den Fernbereich benötigt der Autofokus mehr Zeit und pumpt leicht. Und das nicht nur bei dieser Testaufnahme.

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Der Handgriff ist abnehmbar, was die Camcorder kompakter macht. Zudem lässt sich somit auch der X1500 mit dem Handgriff aufrüsten.

Bildstabilisator

Gerade durch den Telebereich von 600 Millimeter wird der Bildstabilisator besonders gefordert. Wobei man natürlich immer darüber diskutieren kann, ob man tatsächlich noch mit dieser Brennweite aus der Hand arbeiten muss. Deshalb haben wir weitere Testaufnahmen zum Beispiel während des Gehens gemacht und haben bei Teilen der Moderation bewusst aus der Hand gearbeitet (ab Minute 6:20). Wenn man den Vergleich zum X1000 zieht, dann sehen wir, besonders bei den Aufnahmen beim Gehen (ab Minute 8:06) deutliche Unterschiede.

Aber selbstverständlich sind auch hier unsere Tests noch nicht abgeschlossen. Als nächstes werden die Camcorder in unserem Labor getestet, so dass wir neben den wichtigen Praxiswerten auch entsprechend fundierte Laborergebnisse daneben stellen können. In der Zwischenzeit interessiert uns natürlich Ihre Einschätzung. Also diskutieren Sie mit im Forum.

Weitere technische Details liefern wir bei der Vorstellung des neuen Camcorder-Trios. Für den HC-X1500 ruft Panasonic 1.699 Euro auf, der HC-X2000 liegt bei 2.199 Euro. Der AG-CX10 wird voraussichtlich 2.699 Euro kosten.

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Die VIDEOAKTIV 2/20 befindet sich derzeit im Druck. Wir haben in den Tests zu dieser Ausgabe die Filmkamera mit dem bisher besten Autofikus gefunden. Neben der Sony FX9 und der Alpha 7 RIV haben wir Nikons Movie Essential Kit und vier APS-C-Kameras im Test. Diie VIDEOAKTIV 1/20 gibt es ab Mitte nächster Woche hier bei uns zu kaufen.

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